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«Service-public-Leistung erbringen»

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«Service-public-Leistung erbringen»

Die «Freiburger Nachrichten» haben sich im vergangenen Jahr in einem schwierigen Umfeld behauptet

Die Freiburger Nachrichten wollen alles unternehmen, um ihr Qualitätsniveau auch in der heutigen schwierigen Zeit zu halten. Dies versprach Verwaltungsratspräsident Felix Bürdel an der Aktionärsversammlung in Plasselb.

Von ARTHUR ZURKINDEN (Text)
und CHARLES ELLENA (Bilder)

Die Tageszeitung für Deutschfreiburg will aber auch weiterhin die finanzielle Ausgeglichenheit respektieren. «Aber dieser Balanceakt wird uns heuer noch viel Kopfzerbrechen bereiten, wenn sich der Inseratenmarkt nicht bald ein wenig erholen wird», hielt Felix Bürdel fest.

Ein echtes Bedürfnis

Der FN-Verwaltungsratspräsident gab sich jedoch zuversichtlich, wohlwissend, dass eine überwältigende Mehrheit der Leser die FN nicht missen möchten, wie dies eine Leserbefragung gezeigt hat. «Dies bestätigt uns in unserer klaren Auffassung, dass unsere Tageszeitung auch heute einem echten Bedürfnis entspricht», führte er in der Mehrzweckhalle von Plasselb weiter aus. Diese Überzeugung habe den Verwaltungsrat auch immer bewogen, die Selbstständigkeit des Unternehmens zu wahren. «Als Sprachrohr der deutschsprachigen Minderheit im Kanton haben wir heute mehr denn je eine nicht wegzudenkende Rolle einzunehmen. Wir sind gewillt, diese Schlüsselrolle auch im neuen Medienumfeld wahrzunehmen», betonte er, fügte aber bei, dass die FN hiefür auch auf die Unterstützung der Aktionäre, der Politik und der Bevölkerung angewiesen seien.

Gegen schädliche Grabenkämpfe

Nach den Worten von Felix Bürdel wollen die FN auch zur Erhaltung des Sprachenfriedens im Kanton mitwirken. «Denn wir dürfen und können es uns nicht leisten, kleinkarierten den Weg zur Polemisierung frei zu lassen.» Für ihn ist die Zweisprachigkeit des Kantons immer noch ein wichtiger Trumpf, «aber wir dürfen uns nicht in schädliche Grabenkämpfe zwischen den beiden Kulturen verlieren», fügte er bei.

So hofft er, dass die Freiburger deutscher wie französischer Zunge die Zweisprachigkeit nicht als Hindernis betrachten, sondern als Chance akzeptieren und leben. «Wenn wir als Freiburger diese Chance nicht wahrnehmen, so werden dies unsere Nachbarn im Osten für Freiburg tun, und wir würden unseren künftigen Generationen einen immensen Vorteil zur harmonischen Weiterentwicklung verspielen», gab er zu bedenken.

Erhaltung der Medienvielfalt

Laut Felix Bürdel haben die FN als regionale Tageszeitung ein klares Interesse an einer Unterstützung des Bundes, wie dies der neue Verfassungsartikel vorsieht. Seiner Meinung nach ist eine vielseitige Medienlandschaft nicht zuletzt wegen den politischen Strukturen, der kulturellen Vielfalt und der «Service-public-Leistung» von zentraler Bedeutung. «Und gerade diese erbringen die FN in unserem zweisprachigen Kanton in hohem Masse», betonte er.

Von der «Schatulle»
einer Grosszeitung profitieren

Chefredaktor Marcel Waeber ging in seinen Ausführungen insbesondere auf die Zusammenarbeit mit der Berner Zeitung, der «La Liberté» und der Paulusdruckerei ein. Er erinnerte daran, dass die FN seit dem 1. September 2001 von der BZ die überregionalen Seiten (Schweiz, Ausland, Wirtschaft, Letzte Seite, Themen) beziehen. Diese Zusammenarbeit habe sich in jeder Beziehung positiv entwickelt: «Unsere Zeitung kann von der einer grossen Zeitung profitieren. Noch nie hatten die FN so viele Interviews und Statements von Bundesräten und der Wirtschaft im Blatt», hielt er fest und gab sich überzeugt, dass die FN dadurch klar an Substanz gewonnen haben. Er wies ebenfalls darauf hin, dass die FN der BZ seit einem Jahr ebenfalls Artikel aus Stadt und Kanton liefern, sie dafür Beiträge aus dem Ressort «Leben & Leute» der BZ übernehmen.

Engere Zusammenarbeit
mit der «La Liberté»

Seit letzten Herbst wurde auch die Zusammenarbeit mit der Schwesterzeitung «La Liberté» intensiviert. Zudem würden ebenfalls die Arbeitsabläufe in der Zeitungsherstellung mit der Paulusdruckerei untersucht. «Lokal-Zeitungen müssen mit weniger Wasser – sprich finanziellen Mitteln – als grosse Zeitungen auskommen, aber das soll uns nicht daran hindern, jeden Tag die FN neu zu erfinden und sie für die Leserinnen und Leser zum Kochen zu bringen», betonte Marcel Waeber.

Ziele erreicht

Nach den Worten von Verlagsdirektor Paul Stritt haben die FN im Jahre 2002 die gesteckten Ziele erreicht, nämlich die Konsolidierung der Verbesserungen. Eine Ausnahme bilde das redaktionelle Angebot, das eine Reduktion von 3,4 Prozent oder 165 Seiten erfahren habe. Er gab zu bedenken, dass die Printmedien in der Schweiz im vergangenen Jahr einen Rückgang der Inseratenseiten von 13 Prozent hinnehmen mussten. «Die FN hingegen konnte das Inseratenvolumen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen.» Er führte diesen Umstand vor allem auf den Beitritt der FN zum Berner Zeitungspool zurück.

Vorsicht ist geboten

Im ersten Quartal haben die FN einen Rückgang des Inseratenvolumens von 14,1 Prozent erlitten, wie Paul Stritt in seinem Ausblick auf das Jahr 2003 erwähnte. Da im Budget lediglich mit einem Rückgang von 1,7 Prozent gerechnet worden sei, stünden Sparmassnahmen an, um die Finanzen im Gleichgewicht zu halten. Er versprach jedoch, dass die Qualität der Zeitung nicht tangiert werden solle. Seiner Ansicht nach müssen weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den bestehenden Medienpartnern gesucht werden, um Kosteneinsparungen zu erzielen. Er rief auch die Aktionäre auf, in ihrem Umfeld Einfluss zu nehmen, damit möglichst viele Werbefranken in die FN-Kasse fliessen.

Die FN im Jahre 2002

Die Freiburger Nachrichten AG hat im Jahre 2002 einen Bilanzgewinn von 47 000 Franken erzielt. Das Rekordergebnis des Vorjahres (270 000) wurde zwar nicht erreicht, doch schreiben die FN weiterhin schwarze Zahlen.

Der Gewinn wäre jedoch wesentlich höher ausgefallen, hätten nicht Wertberichtigungen auf Finanzanlagen von 220 000 Franken vorgenommen werden müssen, wie Finanzchef Gilbert Jenny in Plasselb berichtete. Dennoch erlaubt das positive Ergebnis die Ausschüttung einer Dividende von 15 Franken pro Aktie mit Nennwert von 100 Franken.

Laut Gilbert Jenny hat das Inseratenvolumen der FN im vergangenen Jahr um 25 Seiten zugenommen. Der Umsatz habe sich aber um 360 000 Franken zurückgebildet. Er wies dabei auf den massiven Einbruch im Stellenmarkt hin, der im Schweizer Mittel 36,6 Prozent, bei den FN 24,3 Prozent betrug.
Bei einem Betriebsertrag von 14,2 Mio. und einem Bruttogewinn von 5 Mio. können die FN einen Betriebsgewinn vor Finanzerfolg (EBITDA) von 260 000 Franken (398 000 Franken im Vorjahr) und einen solchen vor Abschreibungen von 152 000 Franken (451 000) ausweisen.

Normalauflage leicht rückläufig

Der Finanzchef musste auch festhalten, dass die Auflage erstmals seit Jahren wieder einen Rückgang zu verzeichnen ha

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