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«Sie war eine starke Frau»

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Marie-Theres Meuwly- Binz ist am Montag in ihrem 84. Lebensjahr verstorben. Die Taferserin hat sich zeit ihres Lebens in der Politik, im Sozialen und für die Umwelt engagiert. Alles, was sie tat, tat sie mit viel Herzblut.

Marie-Theres Meuwly-Binz ist in St. Antoni aufgewachsen und hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Sie war mit dem Arzt Josef Meuwly verheiratet und Mutter von vier Kindern. Im September 1980 kam sie als erste Sensler Frau in den Grossen Rat und hat dort die CVP bis 1990 vertreten. «Sie war eine eigenständige Politikerin, die ihren Weg gegangen ist», sagt CVP-Ständerat Beat Vonlanthen. Sie sei eine Vorkämpferin für grüne Anliegen gewesen, für die sie mit Hart­näckigkeit und Überzeugungskraft gekämpft habe. «Sie war eine Pionierin und hat den Weg für Frauen in der Politik bereitet», so Beat Vonlanthen.

Zeit ihres Lebens hatte die Verstorbene ein feines Gespür für die Anliegen anderer Menschen. «Sie war ein Mensch, der mit offenen Ohren und Augen durchs Leben ging», sagt Marie-Louise Rudaz, ehemalige CVP-Grossrätin aus Düdingen. Die beiden Frauen haben 1997 das «Gastro Projekt» Düdingen ins Leben gerufen: Im Restaurant Des Alpes erhalten Arbeitslose im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms Basiskenntnisse in Küche, Service oder Hausdienst und erhöhen so ihre Chancen für einen Wiedereinstieg. Marie-Theres Meuwly war von der Idee überzeugt. Sie hatte eine Ausbildung in der Gastronomie und sass in den 1990er-Jahren einige Zeit in der Geschäftsleitung eines vegetarischen Restaurants in Bern.

Marie-Louise Rudaz erinnert sich an die Tatkraft, mit der Marie-Theres Meuwly ein schweizweit einmaliges Konzept entwarf und umsetzte. «Sie war eine grosse Vernetzerin und hatte viel Überzeugungskraft. Sie schaffte es, alle Verantwortlichen an einen Tisch zu bringen und die Zweifler zu überzeugen. Sie konnte eine Idee so formulieren, dass sie jedem einleuchtete. Sie war eine starke Frau, die wusste, was sie wollte.»

Marie-Theres Meuwly war Initiantin der Stiftung «Obdach», die sich um suchtkranke, nicht therapierbare Menschen kümmert. Sie leitete die Stiftung für die Frau und das Kind Aux Etangs, die in Freiburg ein Haus für junge werdende Mütter in Not führt.

Ausserdem war sie eine naturliebende Person. 1994 übernahm sie das Präsidium von Pro Natura Freiburg. Jacques Eschmann, der die Organisation 1999/2000 zwei Jahre mit ihr im Ko-Präsidium leitete, würdigt ihr «kluges Engagement». Sie habe keine Angst gehabt, sich auch mal gegen ihre Partei zu stellen, wenn ihr das Anliegen wichtig genug war. «Sie war mutig.» Sie habe ihre Meinung sehr dezidiert vertreten. «Marie-Theres Meuwly war eine grosse Persönlichkeit.».

Bereits im Grossen Rat hat sie Umweltanliegen eingebracht. Für Aufsehen sorgte sie, als sie eine Sondersitzung des Parlaments initiierte. Dies, weil sie sich darüber ärgerte, dass der Ratsvorsitzende in Zeiten des Waldsterbens die Diskussion über einen Waldbericht von der Traktandenliste gestrichen hatte. Daraufhin gründete sie den Umweltclub des Grossen Rates, den sie zehn Jahre präsidierte.

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