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SlowUp öffnet seine Strassen für Behinderte

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: urs haenni

Man trage die Fahrräder aus dem Zug oder nehme sie vom Gestell des Autos ab, und los gehts auf die SlowUp-Strecke um den Murtensee.

Nicht ganz so einfach ist es, wenn geistig behinderte Personen oder cerebral Gelähmte die 32 km zwischen Murten, Avenches und dem Wistenlach unter die Räder nehmen wollen. Da müssen erst einmal geeignete Spezialfahrzeuge, Begleitpersonen und fliegende Helfer organisiert werden, damit auch eine behinderte Person wie die 55 000 anderen Teilnehmer die autofreie Strasse rund um den Murtensee geniessen kann. Für die beiden Heime «Linde» in Tentlingen und «La Colombière» in Misery kein Grund, auf den nichtmotorisierten Erlebnistag zu verzichten.

Gute Vorbereitung ist Voraussetzung

Gewiss, es geht ein bisschen länger, bis die 15 behinderten Personen für den Rundkurs bereit sind. Es braucht seine Zeit, bis alle behinderten Personen aus ihren Fahrzeugen auf dem Parkplatz einer Murtner Garage ausgestiegen und in ihre nicht motorisierten Spezialfahrzeuge gesetzt sind. Die Helfer haben alle Hände voll zu tun. Sind alle Personen auf dem richtigen Fahrzeug? Sind alle gut gesichert? Hat jeder einen Helm auf? Sind alle gut gegen die warme Sonne geschützt?

Bei der dritten SlowUp-Teilnahme mit Personen aus den beiden Behindertenheimen sind 15 Spezialfahrzeuge präsent. Die Mehrheit ist eine Art Rikscha, wo der Betreuer hinten pedalt und die behinderte Person vorne auf einem Rollstuhl sitzt. Es hat aber auch Tandems, ein Dreirad und sogar Elektrobikes. Gemäss Direktor Benjamin Brülhart ist ein solches Gefährt fast so teuer wie ein Kleinwagen.

Unterstützung erhalten die behinderten Personen und Betreuer der beiden Heime von Freiwilligen der Aktion «Andiamo» der Stiftung «Procap». Dort können Spezialfahrzeuge und auch Begleitpersonen reserviert werden. Ziel der Stiftung ist es, dass möglichst viele Behinderte an den SlowUps in der ganzen Schweiz teilnehmen können. Dieses Jahr ist diese Dienstleistung den Behinderten nur am Albula-SlowUp noch verwehrt.

Kulinarischer Teil ist auch den Behinderten wichtig

Beim Murtensee-SlowUp stellte «Andiamo» den Freiburger Heimen fünf Helfer einer Grossbank zur Verfügung. Einer als pedalender Begleiter, andere als «fliegende Helfer» auf Skates, wenn mal ein Behinderter Durst hat oder wenn es bei einer Steigung ein bisschen zu stossen gilt.

Langsamkeit ist das Motto eines SlowUps, und gemäss diesem liess es die Behindertengruppe auch gemächlich angehen. Zeit hatte man genügend, und für die Mittagspause am Güggeligrill wollte man sich ebenfalls nicht stressen lassen. Schliesslich ist der kulinarische Teil am SlowUp für Behinderte genauso wichtig wie für Nicht-Behinderte.

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