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So stark besetzt wie noch nie zuvor

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«Wir hatten noch nie ein so starkes Teilnehmerfeld», erklärt Thomas Flury, der Turnierdirektor des Marly Open, mit Blick auf die beiden Haupttableaus N1/R1 der Männer und Frauen – Corona macht es möglich. Weil der internationale Circuit bis noch mindestens August unterbrochen ist und Interclub-Meisterschaften im Ausland noch nicht laufen, würden Spielerinnen und Spieler nach Möglichkeiten suchen, Turniere zu bestreiten. «Seit März konnten die Spieler nur trainieren. Jetzt benötigen sie Matchpraxis», so Flury, der mit den Preisgeldern ein weiteres schlagkräftiges Argument ins Spiel bringt. «Sie müssen auch Geld verdienen. Und an Turnieren wie in Marly verdienen sie relativ gut.»

Zwei Preisgeld-Millionäre

5000 respektive 2000 Franken plus jeweils eine Uhr streichen die Kategoriensieger der Haupttableaus N1/R1 – die Finals werden am Sonntagnachmittag ausgetragen – ein. Grund genug für zahlreiche international aktive Spieler, den Weg in den Kanton Freiburg auf sich zu nehmen. Aktuell sind sieben N1-klassierte Spieler für das morgen beginnende Haupttableau der Männer eingeschrieben. «Es waren gar mal 15 N1-Spieler, weil sich zahlreiche Franzosen früh angemeldet hatten. In den letzten zwei Wochen haben dann aber einige wieder abgesagt», sagt Flury, der zudem den verletzungsbedingten Rückzug des Schweizer Davis-Cup-Spielers Henri Laaksonen zur Kenntnis nehmen musste.

Trotz dieser Absagen ist das Feld vielversprechend. Vorjahressieger Ivo Klec aus der Slowakei ist nur die Nummer 6 des Turniers. Angeführt wird die Setzliste von Marco Trungelliti. Der 30-jährige Argentinier ist momentan die Nummer 231 der Weltrangliste und hat in seiner Karriere Preisgelder in der Höhe von über einer Million Dollar eingestrichen. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte der in Andorra wohnhafte Trungelliti mit Platz 112 seine bisherige Bestmarke im ATP-Ranking verzeichnet.

Und auch im Frauen-Tableau R1/N1 sind mit vier N1-Spielerinnen so viele wie noch nie in Marly gemeldet. Topgesetzt ist die 23-jährige Französin ­Océane Dodin, die aktuelle Nummer 116 der Weltrangliste. Wie Trungelliti hat auch Dodin die 1-Million-Dollar-Marke beim Preisgeld schon geknackt. «Ich liess mir sagen, dass noch nie so viele N1-Spieler gemeldet waren wie bei dieser 43.  Austragung des Marly Open», freut sich Flury.

Turnierplan verändert

Anders als in den vergangenen Jahren startet das 12-tägige Turnier diesmal mit den Haupttableaus, und zwar, weil der Pfingstcup in Basel, das grösste Turnier der Schweiz auf diesem Niveau, wegen Corona verschoben werden musste und neu auf nächste Woche angesetzt wurde. «Dadurch hatte ich keine andere Wahl, als die R1/N1-Kategorien vorzuziehen. Ich hätte sonst keine Spieler gehabt. Der Pfingstcup ist wie Roland Garros und wir sind wie Gstaad …» Weil den Organisatoren der Terminwechsel gegenüber dem Marly Open nicht ganz so recht war, boten sie ihre Unterstützung an. «Sie verfügen über eine grosse Adressenliste und haben uns in ihrem Mailing berücksichtigt. Auch dank dieser Hilfe konnten wir sicher die eine oder andere Anmeldung mehr verzeichnen.» Auch die Werbung auf den sozialen Medien habe eine Rolle gespielt. «Die Präsenz auf Instagram hat extrem gezogen.»

Wieder über 300 Teilnehmer

Über alle Kategorien gesehen, nehmen damit mehr als 300 Spielerinnen und Spieler am Marly Open 2020 teil. Damit erreichen die Organisatoren wieder Zahlen, wie sie sie auf dem Höhepunkt im Jahr 2012 hatten. «Damals wurde elf Tage nonstop gespielt. Ab 2014 gingen dann die Teilnehmerzahlen an den Turnieren zurück, vor allem bei den Frauen. Seit drei Jahren zieht es wieder leicht an, gerade bei uns», erklärt Thomas Flury, der das unter anderem auf den guten Job zurückführt, der in Marly gemacht werde. «Im Vergleich mit der Ausgabe 2019 haben wir 50  Prozent mehr Teilnehmer. Damit stossen wir an eine Grenze. Wir spielen deshalb den dritten Satz nicht aus, stattdessen folgt ein Tiebreak bis zehn. Anders wäre das Turnier nicht durchführbar gewesen und wir hätten einigen Spielern wieder absagen müssen.»

Kaum einen Einfluss auf den Turnierbetrieb hat die Coronavirus-Pandemie. Bis auf das untersagte Shakehands und eine Beschränkung der Anzahl Personen in den Garderoben gibt es keine Einschränkungen. «Wir werden natürlich das Schutzkonzept von Swiss Tennis einhalten. Im Tennis ist die Distanz ja sowieso gegeben», sagt Flury, der überdies auf sehr treue Sponsoren zählen darf – auch in diesen unsicheren Zeiten. «Als wir Ende Mai wussten, dass wir das Turnier durchführen können, haben wir uns um das Sponsoring gekümmert. Die allermeisten Sponsoren blieben uns treu.» Das Budget für das morgen beginnende Marly Open beträgt 40 000 Franken.

Marly Open (8. bis 19. Juli). Programm. Männer. N1/R1: 8. bis 12. Juli. N3/R3: 15. bis 19. Juli. R2/R5: 8. bis 12. Juli. R4/R7: 16. bis 19. Juli. R6/R9: 15. bis 19. Juli. U14 R4/R9: 16./17. Juli. U12 R5/R9: 8. bis 10. Juli. 35+ R5/R9: 16. bis 19. Juli. 45+ R5/R9: 8. bis 12. Juli.

Frauen. N1/R1: 9. bis 12. Juli. N4/R3: 17. bis 19. Juli. R1/R5: 10. bis 12. Juli. R5/R9: 11./12. Juli. 30+ R3/R7: 18./19. Juli. Doppel R3/R9: 19. Juli.

«Seit März konnten die Spieler nur trainieren. Jetzt benötigen sie Matchpraxis.»

Thomas Flury

Turnierdirektor Marly Open

Freiburger

Bastien Kolly mit den besten Aussichten

Im Haupttableau N1/R1 der Männer beim Marly Open stehen drei Freiburger. Den weitesten Weg traut Turnierdirektor Thomas Flury Bastien Kolly (N3 43/TC Bulle) zu, der vor Jahresfrist im Tableau N3/R3 den Final erreicht hatte. «Wenn es ihm einigermassen gut läuft, kann er es in die Viertelfinals schaffen.» Angesichts der sehr starken Konkurrenz ist so gut wie ausgeschlossen, dass Lokalmatador Yann Minster (N3 68/TC Marly) seinen Exploit aus dem Jahr 2019 wiederholen kann, als er im N1/R1-Tableau bis in den Halbfinal vorgestossen war. Der dritte Freiburger im Bunde ist Philipp Sluga (N4 101/TC Marly).

Im Haupttableau der Frauen ist Marie Mettraux (N3 43/TC Givisiez) die einzige Freiburgerin am Start. «Für sie dürfte es in der 2. Runde schon schwierig werden», sagt Flury.

fs

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