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So ticken die Klopapier-Horter

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Wer sind die Menschen, die wegen der Corona-Krise haufenweise WC-Papier kauften? Eine Ökonomin und zwei Psychologen haben sich daran gemacht, diese Frage in einer Studie zu beantworten, die nun im Fachmagazin Plos One veröffentlich worden ist. Demnach horten ältere Menschen mehr Toilettenpapier als jüngere, Nordamerikaner mehr als Europäer und ängstliche Personen mehr als solche, die der Pandemie gelassen gegenüberstehen.

Je schneller das Coronavirus sich ausbreitete, desto grösser war die Nachfrage nach Toilettenpapier. Während einige Kunden einen riesigen Vorrat anlegten, bekamen andere keines mehr. Deshalb fanden alternative Produkte Einsatz als Toilettenpapier, was vermehrt zu verstopften Rohren führte. Um solche Folgen künftig zu verhindern, wollten die Forschenden die Motive für Hamsterkäufe ausfindig machen.

Knapp 1000 Personen aus den USA, Kanada und Europa nahmen an ihrer Studie teil. Online füllten die Probanden einen Fragebogen zu ihrer Persönlichkeit aus und gaben an, wie sehr sie sich von der Corona-Pandemie bedroht fühlten. Dann beschrieben sie ihr Klopapier-Kaufverhalten.

Vor allem die Angst treibt die Leute zum Hamstern, schliessen die Forschenden. Die Emotionalität wiederum beeinflusst das Angstempfinden, so dass gefühlsbetonte Menschen eher hamstern als rationale. Auch vorausschauende Menschen beteiligen sich eher da­ran. Damit ist die Frage nach der Motivation allerdings noch nicht geklärt. Klopapier Hamstern rettet schliesslich weder Leben noch Arbeitsstellen. Die Autoren unterstützen die Theorie, dass WC-Papier für einen beachtlichen Teil der Bevölkerung ein Symbol der Sicherheit darstellt.

Ältere Menschen müssen im Gegensatz zu jüngeren mit einem schweren Krankheitsverlauf rechnen, weshalb sie sich wahrscheinlich eher auf eine strikte Selbstisolation vorbereiten. Dass Amerikaner mehr Toilettenpapier vorrätig haben, kann auch daran liegen, dass in den USA grössere Packungen erhältlich sind als in Europa.

Indes konnten die untersuchten Charakterzüge nur einen kleinen Teil des überdurchschnittlichen Kaufverhaltens erklären. Es muss also noch andere Faktoren geben, welche die Gefährdungsempfindung und damit das Konsumverhalten steuern.

Die Forschenden betonen die Rolle der öffentlichen Kommunikation: Behörden könnten durch die Art ihrer Mitteilungen beeinflussen, wie bedrohlich eine Situation auf die Bevölkerung wirke und so das individuelle Kaufverhalten verändern. Am besten wirke es gegen das irrationale Horten limitierter Waren, Gelassenheit zu vermitteln.

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