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«Soli bleibt den Kindern in Erinnerung»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn am Morgen die Stadtmusik und die Tambouren den Wecker ersetzen, dann ist in Murten Solennität. Gestern feierten Schulkinder, Lehrpersonen und Politiker das Gedenken an die Schlacht von Murten. Zur Tagwache marschierten die Musiker durch die Quartiere. Wenige Stunden später zogen unzählige Schulkinder weiss gekleidet oder in der Uniform der Kadetten mit ihren Eltern in Richtung Altstadt.

Verspäteter Umzug

Um 10 Uhr sollte gemäss Programm der erste von zwei Umzügen beginnen. Doch die ersten Gruppen marschierten mit einer knappen halben Stunde Verspätung durchs Berntor. Dann schliesslich folgte eine Gruppe nach der anderen: die Kadettenmusik, die Turner, die Gastformationen aus Burgdorf und Thun, das Kadettenkorps, Politiker und Ehrengäste. Die Schulklassen zogen mit farbenfrohen Blumenbouquets durch die Gassen. Derweil setzte die Hitze nicht zuletzt dem Kadettenkorps zu. «Sie lassen sich fallen. Hauptsache, es geht weiter», kommentierte eine Zuschauerin, als die jungen Kadetten im Taktschritt vorüberzogen.

Längerer Umzug

Wie einige Zuschauer festgestellt haben, war der Umzug dieses Jahr länger als in anderen Jahren. Denn zum ersten Mal nahmen die Schulkinder aus den neuen Ortsteilen Salvenach, Lurtigen und Jeuss an der Soli teil. Franziska Wieland unterrichtet in Salvenach die Klasse 7H, also eine fünfte Klasse. Wieland ist in Münchenwiler aufgewachsen und besucht die Soli seit 40 Jahren. «Als Kind hatten wir an diesem Tag schulfrei», erzählt sie den FN. Während der Orientierungsschule in Murten war sie selber direkt an der Soli beteiligt. Nun musste sie erstmals eine Klasse für den Feiertag vorbereiten. Vor allem der Reigen, den die Mädchen im Anschluss an den Umzug zusammen mit Schülerinnen aus anderen Ortsteilen aufführten, sei aufwendig gewesen. «Wir fuhren acht Mal mit dem Bus nach Murten, um den Tanz zu üben.»

Die Kinder hätten sich auf die Soli gefreut. «Die Mädchen haben abgemacht, dass sie einander Zöpfe flechten wollen, was sie in der Pause auch geübt haben.» Zudem seien die Kleider ein grosses Thema gewesen. Die Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse hätten sich ganz traditionell entschieden: Die Buben laufen im Kadettenkorps mit, die Mädchen weiss gekleidet mit ihrer Klasse. «Das habe ich so nicht beabsichtigt, aber es war für die Kinder schnell klar.»

Wichtige Kommunikation

Wichtig war die Information der Eltern. «Da ging ein ganzes Bündel an Informationsblättern nach Hause», sagt Wieland. Einige Eltern seien seit langem mit der Soli vertraut. Für andere, meist Zugezogene, sei die Soli hingegen fremd. Sie habe aber keinerlei Reaktionen von Eltern erhalten, weder positive noch kritische. «Vielleicht stehen die Eltern in diesem Alter schon etwas mehr im ­Hintergrund.»

Hier geht’s zur grossen Bildergalerie.

Laut Wieland beklagen sich einige Lehrer über die Unterrichtszeit, welche durch die Vorbereitung für die Solennität verloren gehe. «Tatsächlich ist die Vorbereitung ein enormer Aufwand», stellt Franziska Wieland fest. Aber: Auch bei Projektwochen falle der Unterricht aus. «Jetzt war die Soli unser Projekt.» Ob die Schüler im Mathematikbuch drei Seiten mehr oder weniger gelöst hätten, interessiere später niemanden mehr. «Die Soli ist hingegen ein Erlebnis, das den Kindern ein Leben lang in Erinnerung bleibt.»

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