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Soll die Agglo die Theater übernehmen?

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Der Agglomerationsrat hat am Donnerstagabend mit 38 Ja- gegen 14 Nein-Stimmen und bei zwei Enthaltungen eine Motion überwiesen, die verlangt, dass Coriolis Infrastruktur in die Agglomeration überführt wird. Coriolis Infrastruktur ist der Gemeindeverband, der 2003 für den Bau und Betrieb der Theater- und Konzertsäle Equilibre und Nuithonie gegründet wurde. Die sechs Mitgliedsgemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne, Givisiez, Granges-Paccot, Corminboeuf und Matran sind in Verbindung mit den Einnahmen des Casino Barrière Freiburg subsidiär für die Finanzierung der beiden Häuser verantwortlich. Dieses Konstrukt erachtet nun eine Mehrheit der Agglomerationsräte aber als ungerecht, wie sich in Rosé zeigte. «Es ist nicht richtig, dass nur sechs Gemeinden für die anderen bezahlen. Denn es profitieren viel mehr Gemeinden vom Equi­libre und vom Nuithonie», begründete Marius Achermann die Motion, die er zusammen mit zwei weiteren Delegierten aus Avry verfasst hat. Ihre Gemeinde hatte es vergangenen Dezember abgelehnt, Coriolis Infrastruktur beizutreten.

Die Motion verlangt, dass die regionalen Kulturinfrastrukturen und deren Betrieb künftig im Rahmen eines Leistungsvertrages von der Agglomeration Freiburg übernommen werden.

Diesem Ansinnen steht der Agglomerationsvorstand allerdings negativ gegenüber. «Coriolis Infrastruktur ist im Moment nicht in Gefahr, der Verband funktioniert gut», begründete Vorstandspräsident René Schneuwly (Granges-Paccot) die ablehnende Haltung.

Die Übernahme neuer Aufgaben durch die Agglo unterstehe zudem dem obligatorischen Referendum – sprich, es braucht die Zustimmung aller Agglogemeinden und der Mehrheit der stimmenden Bürger. «Dass es eine solche Mehrheit gibt, scheint dem Vorstand fraglich. Dies umso mehr, als andere Infrastrukturen im Perimeter der Agglomeration bestehen, die nicht von Coriolis Infrastruktur unterstützt werden», sagte Vorstandspräsident René Schneuwly.

Bernhard Altermatt (Freiburg), welcher die Motion mitunterzeichnet hat, widersprach dieser Argumentation. «Das ist spekulativ. Sie können doch nicht das Resultat einer Abstimmung vorwegnehmen und damit die Ablehnung einer Motion begründen.» Und Altermatt sagte weiter: «Klar könnte die Übernahme der regionalen Infrastrukturen durch die Agglomeration dazu führen, dass zum Beispiel auch das Podium Düdingen von der Agglo finanziert würde. Aber warum nicht?»

Der Vorstand muss nun einen Vorschlag für eine Statutenänderung vorlegen.

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