Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Sozialkritik von Mankell

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sozialkritik von Mankell

Theater in Freiburg: «Zeit im Dunkeln»

Henning Mankell kann mehr als gute Krimis schreiben. Seine Qualitäten als Theaterautor können am Donnerstag in Freiburg erlebt werden: Theater in Freiburg präsentiert das Stück «Zeit im Dunkeln».

Weltberühmt wurde der schwedische Schriftsteller mit seinen Wallander-Krimis. Dass er auch anderes kann, beweist Henning Mankell, der jeweils die Hälfte des Jahres in Maputo in Mosambik lebt, etwa in seinen Afrika-Romanen. Noch weniger bekannt ist, dass Mankell auch für die Bühne schreibt: topaktuelle Stücke, die die Zuschauer zum Nachdenken bewegen sollen.

Kämpfen für ein anderes Europa

Zu dem Zeitstück «Zeit im Dunkeln», das am Donnerstag in der Aula der Universität Freiburg aufgeführt wird, sagt Mankell: «Wir müssen entscheiden, was für ein Europa wir haben wollen. Wollen wir ein Europa, in dem Menschen im Container sterben? Nein, ich möchte ein solches Europa nicht. Dann müssen wir für ein anderes Europa kämpfen.»

Mankell macht darauf aufmerksam, dass viele Europäer selbst aus Einwandererfamilien stammen, dies aber gerne verdrängen. «Zeit im Dunkeln» ist ein sozialkritisches Drama über die ausweglose Situation von Flüchtlingen. Ein politisch Verfolgter versucht sich zusammen mit seiner Tochter an der Grenze zur Illegalität in Europa durchzuschlagen. Untergetaucht warten die beiden auf neue Papiere, eine neue Identität.

Leben im Versteckten

Das Fremdsein und die ständige Angst vor dem Entdecktwerden führen zu Identitätskrisen, gewalttätigen Momenten, innerfamiliären Spannungen und verzweifelten Hoffnungen. Als ob sie nicht existierten, führen Vater und Tochter ein menschenunwürdiges Leben im Versteckten, in der Dunkelheit. Mankell erinnert in seinem Stück eindringlich an die vielen menschlichen Tragödien, die täglich ungezählte Menschen auf der Flucht und in der Fremde treffen.

Gespielt wird das Stück in Freiburg vom Maxim-Gorki-Theater Berlin in einer packenden Inszenierung des bekannten Regisseurs Volker Hesse. FN/Comm.

Do., den 3. Februar, um 20 Uhr in der Aula der Universität Miséricorde, Freiburg. Reservation beim Verkehrsbüro Freiburg unter 026 350 11 00.

Mehr zum Thema