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Spektakel gegen Nachwuchsprobleme

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Spektakel gegen Nachwuchsprobleme

Weil es zu wenig Pilotenanwärter gibt, hat die Luftwaffe Jugendliche zur Flugshow auf die Axalp eingeladen

Immer weniger Jugendliche sind daran interessiert, Militärpilot zu werden. Um dem entgegenzuwirken, hat die Schweizer Luftwaffe junge Leute aus allen Kantonen zur berühmten Flugdemonstration auf die Axalp eingeladen.

Autor: Von MATTHIAS FASEL (Text) und CHARLES ELLENA (Bilder)

Wenn sich auf der Axalp jedes Jahr die Schweizer Luftwaffe zu ihren Flieger- und Schiessdemonstrationen trifft, strömen Flugbegeisterte aus ganz Europa ins Berner Oberland. Einige Tausend waren es auch vergangene Woche.Das ist umso erstaunlicher, muss man doch von Meiringen aus über eine Stunde Fussmarsch in Kauf nehmen, um die Show auf 2240 Metern über Meer bestaunen zu können. Glücklich schätzen kann sich da, wer von Meiringen aus mit dem Super Puma zum Gebirgsschiessplatz geflogen wird. In diesem Jahr war der Grossteil dieser Plätze für Jugendliche reserviert. Der Grund: Die Luftwaffe hat Nachwuchssorgen. Das Interesse daran, Militärpilot zu werden, schwindet. Die neu konzipierte ehemalige Fliegerische Vorschulung ist unter dem neuen Namen (Sphair) noch wenig bekannt, und der jährliche Bedarf an Pilotenanwärtern ist von der Luftwaffe von acht auf zwölf erhöht worden.

Überschall und Leuchtmunition

Das alles hat dazu geführt, dass die Anzahl der Anwärter nicht mehr den Vorstellungen der Ausbildungsplattform Sphair entspricht. «Es dürften schon ein bisschen mehr sein», erklärte der Medienverantwortliche Roger Wimmer gegenüber den FN. Mit einem Wettbewerb hat die Sphair nun versucht, dem entgegenzuwirken. 3450 Jugendliche haben beim Wettbewerb auf der Homepage von Sphair teilgenommen. 260 Jugendliche aus der ganzen Schweiz (zehn davon aus dem Kanton Freiburg) wurden eingeladen, zusammen mit einer Begleitperson mit dem Helikopter auf die Axalp chauffiert zu werden.Nicht nur der Flug mit dem Super Puma selbst sollte für Begeisterung sorgen. Auf der Axalp wurden für die potentiellen Nachwuchspiloten die besten Plätze reserviert. Auf Spektakel mussten sie jedenfalls nicht verzichten.Ein Helikopter, der Leuchtmunition abwirft, FA/18-Kampfjets, die mit Überschall über das Publikum rasen oder am Berg Ziele anvisieren, und Piloten, die mit ihren Maschinen in einem Höllentempo auf den Fels zufliegen und immer erst dann nach oben abdrehen, wenn man bereits das Gefühl hat, es sei zu spät: Das waren nur drei von vielen Höhepunkten der fast eineinhalbstündigen Demonstration. Während des Events waren alle Zuschauer sehr beeindruckt. Szenenapplaus gab es vor allem auch für die waghalsigen Manöver der Patrouille Suisse.

Geteilte Reaktionen

Nach der Veranstaltung dröhnte «We are the Champions» von Queen via Boxen durch die Alpenwelt. Der Anlass war gut inszeniert, der begeisternde Effekt sicher vorhanden. Ob dieser auch längerfristig anhält und sich in den nächsten Jahren tatsächlich wieder mehr Leute bei der Sphair vorausbilden lassen, wird die Zukunft zeigen.Beim Anstehen für den Helikopter-Rückflug einige Minuten nach der Vorführung liess es sich bereits erahnen: Während einige darüber diskutierten, wie viel Geld die Armee für die beiden Vorstellungen von Mittwoch und Freitag ausgegeben habe, seufzten andere wegen der langen Wartezeiten für den Rückflug oder darüber, dass man den ganzen Tag keine warme Mahlzeit erhalten habe. Viele Jugendliche sind offenbar nicht so leicht zu beeindrucken.Aber bei genauem Hinschauen sah man sie doch: die wahren Luftwaffen-Begeisterten mit T-Shirts oder Mützen mit Aufschriften wie Staffel 11 oder ganz einfach Luftwaffe. Ihre Augen funkelten noch immer. Bleibt zu hoffen, dass auch die Augen der Ausbildner schon bald leuchten werden.

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