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Spektakulärer Zwischenhalt in Freiburg

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Autor: Michel Spicher

Swiss Volley führt im September 2013 zusammen mit dem deutschen Volleyballverband (DVV) die Europameisterschaft durch. Als Gastgeber steht der Schweiz automatisch ein EM-Startplatz zu. Erst zum dritten Mal nach 1967 (in der Türkei) und 1971 (Italien) startet somit eine Schweizer Elite-Nationalmannschaft an kontinentalen Titelkämpfen.

Damit die Schweizerinnen mit einem glaubwürdigen und konkurrenzfähigen Team zur EM antreten können, hat der Schweizer Volleyball Verband vor eineinhalb Jahren das Projekt «road to em 2013» ins Leben gerufen. Dazu gehört unter anderem, dass die 16 Nationalspielerinnen von Mitte Mai bis Mitte August gemeinsam beim Stützpunktverein Volero trainieren. Dank den professionellen Strukturen des Zürcher Vereins und unter der Leitung von Head-Coach Svetlana Ilic sollen die Schweizerinnen an die internationale Volleyballelite herangeführt werden. Dass der Weg dorthin noch lang ist, zeigt ein Blick auf die aktuelle Weltrangliste: Da liegt die Schweiz auf Platz 108.

European League als Standortbestimmung

In der Vorbereitungskampagne vom Schweizer Nationalteam stellt auch die Volleyball European League ein elementarer Baustein dar. Die Europa-Liga ist neben der EM der zweite offizielle Wettkampf des Europäischen Volleyball Verbandes CEV. Zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte des Schweizer Volleyballs gehört das Nationalteam der Frauen zu jenen 12 Nationen, die von Juni bis Juli um den Einzug in den Final kämpfen.

In der Gruppe B gilt es für das Team von Head-Coach Svetlana Ilic sich gegen die Türkei, Frankreich und Bulgarien durchzusetzen. «Nach diversen Freundschaftsspielen kommt endlich der echte Wettkampftest», freut sich Ilic. «Für uns wird es eine wichtige, erste Standortbestimmung.»

Freiburg trotz zu kurzer Halle

Das Heimturnier findet am Wochenende vom 22. – 24. Juni in Freiburg statt. «Uns war es wichtig, das Turnier in der Romandie durchzuführen», betonte Reto Hähnlein, Projektleiter der European Championship gestern an einer Medienkonferenz in Freiburg. «Die EM findet nächstes Jahr in der Deutschschweiz statt, deshalb wollten wir dieses Jahr die Westschweiz berücksichtigen.» Auf der Suche nach einer geeigneten Halle wurden die Organisatoren in Freiburg fündig. «Freiburg ist auch für Deutschschweizer gut erreichbar und verfügt mit der St.-Leonhard-Halle (Basketballhalle, Red.) über eine gute Infrastruktur. Zwar ist die Halle zwei bis drei Meter zu kurz, eine Durchführung wurde vom CEV dennoch bewilligt», so Reto Hähnlein. Die Freiburger Volleyballfans dürfte es freuen. So kommen sie in diesem Jahr trotz der Absage des Masters in Montreux in den Genuss von internationalen Volleyball-Leckerbissen.

Vier Freiburgerinnen

Die Leckerbissen anrichten sollen unter anderem auch die vier Freiburgerinnen Stéphanie Bannwart (Pfeffingen), Kristel Marbach (Volero), Patricia Schauss (Volero) und Sandra Stocker (Neuenburg). Für dieses Quartett wird der Heimauftritt mit der Nationalmannschaft vor Freunden und Bekannten ein ganz besonderer Moment. «Ich werde vor dem ersten Spiel sicher nervöser sein als üblich», sagt die Düdingerin Stéphanie Bannwart. Ihre Vorfreude auf das Turnier vermag dies jedoch nicht zu trüben. «Das Frauen-Nationalteam ist sicher nicht allen ein Begriff. Deshalb ist es eine tolle Sache, dass wir uns in Freiburg präsentieren und Werbung in eigener Sache machen können.» Seit einem Monat traininert die 21-Jährige täglich auf diesen Anlass hin, wohnt, isst und lebt zusammen mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen. «Ich habe zwar noch keinen Lagerkoller, aber es wird trotzdem langsam Zeit, dass es losgeht», sagt die Passeusin mit einem Lächeln.

Vierwöchige Europa-Liga-Kampagne

Der erste Auftritt in der European League steht für die Schweizerinnen nächstes Wochenende in Bulgarien auf dem Programm. In Varna trifft das Team von Svetlana Ilic erstmals auf seine drei Gruppengegner. Eine Woche später duelliert sich die Schweiz in Izmir (Tü) ein zweites Mal mit der Türkei (Weltnummer 10), Bulgarien (40), Frankreich (43). Nach der dritten Runde in Freiburg folgt Ende Juni das letzte Turnier in Metz (Fr).

Die ersten beiden Runden will das Schweizer Nationalteam dazu nutzen, um die Nervosität abzulegen. «Unser Ziel ist, dass wir uns von Turnier zu Turnier steigern», sagt Head-Coach Ilic. «Wir wollen uns an den Rhythmus der Spiele gewöhnen, um dann beim Heimturnier die Zuschauer von unserer Entwicklung auch hinsichtlich der EM überzeugen zu können. Mit der Entwicklung der letzten Wochen bin ich sehr zufrieden und somit für die kommenden Herausforderungen zuversichtlich.»

Schweiz nur Aussenseiter

Die grösste Herausforderung in der Schweizer Gruppe stellt zweifellos die Türkei dar. Das Team rund um Starspielerin Neslihan Darnel hat sich Anfang Mai zum ersten Mal überhaupt das Ticket für die Olympischen Spiele gesichert. «Wir wissen zwar nicht genau, mit welchem Kader die Türkinnen antreten werden», sagt die Düdingerin Kristel Marbach, «aber selbst wenn sie mit jungen Spielerinnen antreten, sind sie klarer Favorit.»

Bulgarien und Frankreich liegen auf den ersten Blick sportlich eher in Reichweite, weisen jedoch grosse Erfahrung in solch internationalen Turnierformaten vor. Insbesondere die Bulgarinnen sind mit Namen wie Rabadhieva und Filipova gespickt. «Die Bulgarinnen sind sehr gross, spielen dafür nicht so schnell», sagt Marbach, der Captain des Schweizer Teams. «Das kommt uns entgegen, weil wir so etwas mehr Zeit, um unsere Abwehr zu organisieren.»

Mit einer kompakten Verteidigungsarbeit wollen die Schweizerinnen auch gegen Frankreich punkten. «Die Französinnen sind sehr stark im Angriff, da müssen wir uns in Acht nehmen», so die 23-jährige Passeusin.

Werbekampagne: Sandra Stocker als Blickfang

Das lokale Organisationskomitee hat seit der Vergabe des Turniers an Freiburg mit Hochdruck gearbeitet und unter anderem eine Werbekampagne mit Plakaten lanciert. «Mit Sandra Stocker als Model haben wir bewusst eine Nationalspielerin aus der Region gewählt», sagt Projektleiter Reto Hähnlein.

Dass sie die Ehre hat, die Fanmassen aus der Westschweiz nach Freiburg zu locken, schmeichelt der Volleyballerin aus Bulle. «Ich habe natürlich sofort zugesagt, als ich angefragt wurde», so Sandra Stocker. Von einem Profifotografen wurde die 24-Jährige in Pose gesetzt, mit aggressivem Blick, kampfbereit und unerschrocken – so, wie die Schweizerinnen auch in der Europa-Liga für Furore sorgen wollen. «Wenn ich mich auf einem Plakat sehe, bekomme ich fast selber Angst vor mir», scherzt die Mittelblockerin von Neuenburg. «Jetzt laufe ich immer mit einem Lächeln durch die Strassen, damit mich die Leute nicht erkennen.»ms

«Für uns wird es eine wichtige, erste Standortbestimmung.»

Autor: Svetlana Ilic

Autor: Head-Coach Schweizer Nationalteam

«Ich habe zwar noch keinen Lagerkoller, aber es wird trotzdem langsam Zeit, dass es los geht.»

Autor: Stéphanie Bannwart

Autor: Passeusin Schweizer Nationalteam

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