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Spitalverband vor neuen Herausforderungen

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Spitalverband vor neuen Herausforderungen

Vorstand und Leitung informieren über Zukunft des Bezirksspitals

Mit der Kantonalisierung der Spitäler 2007 wird sich der Aufgabenbereich des Gemeindeverbandes Spital und Pflegeheim Tafers verändern. Die Anerkennung als Regionalspital, die Kooperationen mit Merlach, der Aufbau eines Gesundheitsnetzes Sense stellen neue Herausforderungen dar.

Von IMELDA RUFFIEUX

Die Reform der Freiburger Gesundheitsstrukturen sieht unter anderem vor, die Verantwortung für die Spitäler schrittweise dem Kanton zu übertragen. Geplant ist, auf den 1. Januar 2007 eine eigenständige öffentlich-rechtliche Anstalt (ähnlich der Gebäudeversicherung) aufzubauen. Ein erster Gesetzesvorentwurf für das neue Spitalnetz Freiburg geht noch diesen Sommer in die Vernehmlassung. Der Grosse Rat soll vor Jahresende darüber entscheiden.

Kanton übernimmt das Bezirksspital

Die Verantwortlichen des Gemeindeverbandes Spital Tafers sind grundsätzlich mit der Reform einverstanden. Einige Punkte werden aber sicher noch Anlass zu Diskussionen geben, so vor allem die Übertragung der Infrastrukturen: Müssen Gebäude und Mobilien des Spitals dem Kanton unentgeltlich überlassen werden oder erhalten die Gemeinden zumindest für gewisse Teile eine Entschädigung?

Wichtig ist dem Vorstand des Regionalverbandes, dass Tafers den Status eines Regionalspitals erhält, bevor die Spitäler kantonalisiert werden, wie Verbandspräsident Josef Boschung gestern an einer Informationssitzung festhielt.

Notfall als Eintrittspforte

«Ohne Notfallstation kein Akutspital», erklärte Raphael Kessler, ärztlicher Verantwortlicher für den interdisziplinären Notfall. Lag die Zahl der Eintritte 1992 via Notfall noch unter 2000, so sind es heute über 5000 oder 60 bis 85 Prozent aller Eintritte. Der Betrieb bedingt ausgebildetes Personal, die ständige Präsenz eines Dienstarztes oder eines Anästhesiepflege-Mitarbeiters sowie die ständige Verfügbarkeit der Hintergrundsdienste. Die Notfallstation sei Garantie für eine sichere medizinische Grundversorgung der Bevölkerung , hielt er fest.

Koordination des Gesundheitsnetzes

Mit der Kantonalisierung der Spitäler wird sich zwangsweise der Aufgabenbereich des Gemeindeverbandes ändern. In den Statuten ist vorgesehen, dass der Aufbau und die Förderung eines regionalen Gesundheitsnetzes eine Aufgabe sein kann.

Oberamtmann Marius Zosso unterstrich die Bedeutung einer besseren Zusammenarbeit der vielen im Gesundheitsbereich tätigen Dienste wie Spital, Alters- und Pflegeheime, spitalexterne Dienste, Zahnärzte, Ambulanzwesen, Apotheken, Samaritervereine, Pro Infirmis, Pro Senectute, Mahlzeitendienste usw. Die Kooperation sei sehr wichtig, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden und um im Interesse des Patienten eine gut funktionierende Organisation zu betreiben, hielt der Oberamtmann fest.

Bei der Beherbergung Betagter muss unter anderem geklärt werden, wie die Bedürfnisse nach Tagesstätten und nach Einrichtungen für Kurzaufenthalte und der Wunsch nach möglichst langem Verbleiben im gewohnten Umfeld erfüllt werden. Trotz des neuen Heims in Flamatt bestehe im Sensebezirk weiterhin ein Bedarf an Pflegeheimbetten, betonte Marius Zosso und warf die Idee einer zentralen Erfassung der Anmeldungen auf Bezirksebene auf.

Zusammenarbeit mit Merlach
und dem Kantonsspital

Aber nicht nur diese Zukunftsperspektiven werden die Spitalverantwortlichen in nächster Zeit auf Trab halten. Die Zusammenarbeit mit dem Spital Merlach geht in eine konkrete Phase, sobald dieses Spital demnächst den Bericht über den neu definierten Leistungsauftrag vorstellt. Dann gilt es, über die bisherige Zusammenarbeit im Bereich Informatik und medizinischer Bereich (u. a. Austausch von Operationsfachpersonal) zu vertiefen.

Auch mit dem Kantonsspital arbeitet Tafers zusammen. Die gynäkologische Sprechstunde von Dr. Stefan Spörri soll erweitert werden, in dem inskünftig in Tafers auch leichte operative Eingriffe vorgenommen werden. Ausserdem arbeitet man im Bereich Informatik zusammen: Das System eines elektronischen Patientendossiers soll eingeführt werden. Das Kantonsspital ist auch das Referenzspital für Tafers, das heisst, wenn in Tafers eine Behandlung nicht durchgeführt werden, wird der Patient nach Freiburg verwiesen. Zugute kommt dem Sensler Bezirksspital auch die Tatsache, dass der Onkologie-Spezialist Daniel Betticher demnächst vom Insel- ans Kantonsspital Freiburg wechselt.

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