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Staatsrat sieht auch bei Lehrpersonen eine veränderte Einstellung zur Arbeit

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Erschöpfung, Aufgaben als Direktor, Mandate und ein Mentalitätswandel: Gleich mehrere Faktoren führen zu geringeren Arbeitspensen in den Schulen, so der Staatsrat.

Der Mangel an Lehrpersonen werde «in den kommenden Jahren wahrscheinlich eine der grössten Herausforderungen» sein, so die Einschätzung der Grossräte Pierre Vial (SP, Progens) und Stéphane Sudan (Die Mitte, Broc). «Im deutschsprachigen Kantonsteil lassen sich bereits Engpässe erkennen. Der französischsprachige Kantonsteil scheint im Moment etwas weniger betroffen zu sein, aber die Situation ist dennoch angespannt, je nach Region und ‒ für den dritten Zyklus ‒ je nach Unterrichtsfach.»

Der Staatsrat antwortet auf die Anfrage der Grossräte, dass der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der Lehrpersonen in den Klassen 1H bis 11H bei rund 67 Prozent liegt. 2012 seien es noch fast 71 Prozent gewesen. Diese Entwicklung sei fast identisch ebenfalls in den anderen Direktionen und Abteilungen des Kantons festzustellen. Dort lag der durchschnittliche Beschäftigungsgrad im Jahr 2022 bei rund 68 Prozent. Zehn Jahre zuvor seien es rund 70 Prozent gewesen. Frauen würden ihre Tätigkeit im Durchschnitt mit einem geringeren Beschäftigungsgrad ausüben als Männer.

Arbeitsgruppe soll Massnahmen vorschlagen

Der Staatsrat nennt mehrere Gründe für die verringerten Arbeitspensen. So spricht er von verschiedenen Entwicklungen und Herausforderungen an der Schule, die bei einigen Lehrpersonen eine gewisse Erschöpfung zur Folge haben könnten. Ein weiterer Grund sei, dass die eingeführten Primarschuldirektionen Teilzeitjobs seien. Die Direktorinnen und Direktoren würden in einem Teilpensum weiterhin als Lehrpersonen arbeiten. Zudem gebe es in den Schulen zahlreiche Mandate und Unterrichtsentlastungen, zum Beispiel im Bereich Medien-, Bilder-, Informations- und Kommunikationstechnologien, die ebenfalls zu Teilpensen führen. Zudem seien in der Schule, wie in anderen Wirtschaftszweigen, ein Mentalitätswandel und eine veränderte Einstellung zur Arbeit zu beobachten. «Es wird vermehrt Wert auf eine bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf gelegt», so die Kantonsregierung.

Eine vor kurzem eingerichtete ständige Arbeitsgruppe solle kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen vorschlagen, um die Attraktivität und die Zugänglichkeit der Lehrberufe zu erhöhen. Vertretungen der Unterrichtsämter, der Konferenzen der Schuldirektionen sowie der Lehrpersonenverbände beider Sprachregionen gehören dieser Arbeitsgruppe an. Sie solle auch regelmässig Daten über den Arbeitsmarkt für Lehrpersonen aktualisieren.

Mehr Studienplätze geschaffen

Die Studienplätze an der Pädagogischen Hochschule Freiburg seien bereits in der Vergangenheit erhöht worden, so der Staatsrat. 2018 seien zehn Plätze hinzugekommen und ab dem Studienjahr 2020/2021 weitere 50 Plätze. Für junge Hochschulabgängerinnen und -abgänger sei es übrigens schwierig, eine Vollzeitbeschäftigung an einer Schule zu finden. Sie müssten deshalb zwei oder drei Teilzeitbeschäftigungen annehmen, die oft auf mehrere Schulen verteilt seien. Dies könne zu Beginn der beruflichen Laufbahn als sehr belastend empfunden werden. Weiter erinnert der Staatsrat an die für dieses Jahr vorgesehene Erhebung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer (die FN berichteten). Damit sollen nicht nur Informationen zur Arbeitszeit gesammelt werden, sondern auch zur Arbeitsbelastung.

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