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Standort Freiburg: unattraktiv?

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Eine Untersuchung der wirtschaftlichen Lage im Kanton

Autor: Von MURIELBOWIE

Der Standort Freiburg muss vor allem wegen der hohen Steuerbelastung Einbussen in Kauf nehmen. Derzeit figuriert der Kanton nämlich auf dem sechsten Rang der gesamtschweizerischen Steuerliste. «Doch wahrscheinlich wird sich die Situation mit den geplanten Steuererleichterungen verbessern. Dann dürfte Freiburg wohl im Jahre 2003 auf den Rängen 15 bis 19 zu finden sein», wie Sara Carnazzi, Mitglied der Studiengruppe «Economic Research», ausführt. Die Realisation der zweiten Etappe der Steuersenkung werde für Freiburg eine weitere Attraktivitätssteigerung bedeuten.

Starker Saanebezirk

Einzig der Saanebezirk vermag sich über dem Schweizer Durchschnitt zu positionieren, sei dies in Bezug auf die Qualität der Verkehrsverbindungen, den Ausbildungsgrad der Bevölkerung oder das Wachstum des Bruttoinlandproduktes. Überraschend ist vor allem der tiefe Bildungsgrad im Kanton, obwohl bekannt ist, dass ländliche Gebiete tendenziell tiefere Werte erreichen als die Agglomerationen. Die Zahl der Hochschulabgänger liegt im Schweizer Mittel, aber die Abschlussquoten bei der Berufsausbildung sind deutlich tiefer. Zusätzlich ist anzunehmen, dass zahlreiche Studenten aus anderen Kantonen nach dem Abschluss die Stadt wieder verlassen und unter dem Status «Wochenaufenthalter» angemeldet sind. Doch die Situation wird sich mit der weiter anhaltenden Einwanderung von 25- bis 40-jährigen Einwohnern wieder verbessern.

Autobahn A

«Die Fertigstellung der Autobahn A1 wird sich positiv auf die Standortattraktivität des Kantons auswirken», verspricht Carnazzi. Am meisten werden die beiden direkt betroffenen Bezirke See und Broye davon profitieren können. Durch die Autobahn könnte sich die Lage zwischen den Grossagglomerationen Lausanne/Genf und Bern als grosser Vorteil erweisen. Trotzdem darf man den Erfolg nicht einfach abwarten, sondern es gilt, «die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern», erklärt Sara Carnazzi weiter.

Wachstum des Volkseinkommens unbefriedigend

In den 90er Jahren nahm das Volkseinkommen nur unmerklich zu. Verzeichnete der Kanton in den Jahren 1990 bis 1992 noch hohe reale Wachstumsraten, so fiel der Einbruch in der Folge umso schlimmer aus. Zwischen 1993 und 1995 kam das Volkseinkommen sogar unter das Niveau von 1990 zu liegen. Seither hat sich die Situation jedoch wieder entschärft. Der unbefriedigende Wachstumstrend ging mit einer starken Bevölkerungszunahme einher, was zur Folge hatte, dass das Pro-Kopf-Einkommen und somit die reale Kaufkraft im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt sehr stark zurückging.

In den kommenden Jahren, so die Prognose, wird sich die seit 1996 anhaltende positive Entwicklung des Volkseinkommens fortsetzen. «Bis zum Jahr 2002 dürfte Freiburg unter den Westschweizer Kantonen die höchsten Wachstumsraten aufweisen», wie der Studie zu entnehmen ist.

Überwiegend klassische Branchen

Die Freiburger Wirtschaft wird vor allem von den klassischen industriellen Branchen dominiert. Es sind dies die Nahrungsmittel-, die Elektronik-, die Holz- und die Automobilindustrie. «Die globale konjunkturelle Entwicklung wird sich auf die Freiburger Industrie positiv auswirken», so Carnazzi. Weiter ist auch der Dienstleistungssektor im Kanton sehr stark vertreten und soll auch in Zukunft für einen positiven Beitrag zur Standortqualität sorgen.

Im Vergleich zu den anderen Westschweizer Kantonen liegt der Standort Freiburg an dritter Stelle nach den Kantonen Waadt und Genf, doch um das Niveau der Schweiz zu erreichen, muss im Kanton noch einiges geschehen: «Der erste Schritt ist aber mit dem Steuersenkungspaket schon getan», prognostiziert Sara Carnazzi.

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