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Stärken und Schwächen des Kantons

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Stärken und Schwächen des Kantons

Das Kredit-Rating von Freiburg wird weiterhin als «stabil» eingestuft

Die Kreditwürdigkeit des Kantons Freiburg wird von Finanzexperten als durchschnittlich beurteilt. Negativ steht zu Buche, dass gemäss Finanzplan eine weitere Verschuldung ansteht. Die geltende Defizitbegrenzung und die mässige Zinsbelastung werden hingegen als positiv gewertet.

Von WALTER BUCHS

Das kürzlich veröffentlichte «Kredithandbuch Schweizer Kantone 2005» der Credit Suisse (CS) gibt einen Überblick über die Kreditqualität und den Anleihenmarkt der Kantone. Aufgrund der Analyse der Finanzdatenentwicklung wird ein Rating der Kantone erstellt. Dabei stellt ein «AAA» die Bestnote dar und ein «tiefes A» die schlechteste (siehe Kasten und Tabelle).

Stabilität ist angesagt

Freiburg erhielt wie bereits vor anderthalb Jahren das Rating «mittleres AA» und die Aussichten werden weiterhin als stabil eingeschätzt. Damit figuriert der Kanton in der Spitzengruppe des hinteren Mittelfeldes. 13 Kantone sind besser gestellt als Freiburg, sechs werden gleich bewertet und weitere sechs erhielten eine schlechtere Bewertung.

Als besondere Stärken Freiburgs erwähnen die CS-Experten in ihrer Studie die mässige Verschuldung, deren Quote unter dem schweizerischen Mittel liegt, die mässige Zinsbelastung im Vergleich zu den Gesamteinnahmen und den akzeptablen Selbstfinanzierungsgrad, der sich im Durchschnitt der Jahre 1994-2003 auf rund 95 Prozent belief, was als genügend erachtet wird.
Als Schwäche resp. Risiko wird einmal der unterdurchschnittliche Standortqualitätsindex angeführt. Dieser ist einerseits auf die hohe Steuerbelastung der natürlichen Personen und andererseits auf das im Kantonsvergleich immer noch relativ bescheidene Pro-Kopf-Einkommen zurückzuführen, welches allerdings seit 1990 überdurchschnittlich ansteigt. Schliesslich wird die schwache Finanzkraft als negativer Punkt für die Bonität angesehen.

Verschuldung: Welche Entwicklung?

In der Rating-Begründung halten die Analysten fest, dass die Verschuldung des Staates Freiburg trotz mehreren Finanzierungsdefiziten in den vergangenen zehn Jahren relativ konstant blieb. Diese sei im schweizerischen Vergleich sowohl pro Kopf als auch im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen noch moderat. Freiburg habe als einer der ersten Kantone 1996 eine Defizit- und Verschuldungsbegrenzung eingeführt. Diese wirke präventiv und zwinge zu Einsparungen. In den Jahren 2002 und 2003 konnte die Verschuldung leicht verringert werden. Deshalb und infolge des Renditerückganges konnten die Zinszahlungen sowohl nominal als auch in Prozent zu den Gesamteinnahmen reduziert werden.

Vorsichtig werden die Experten in ihrer Beurteilung angesichts der Tatsache, dass der Finanzplan für 2006 bis 2008 mit kumulierten Defiziten von 168 Mio. Franken rechnet. Zudem gebe es politische Bestrebungen, die geltende Defizitgrenze aufzuweichen. Dies beeinflusse die Glaubwürdigkeit der kantonalen Finanzpolitik negativ.

Gute Verankerung

Trotzdem kommen die Autoren des Kredithandbuchs zum Schluss, dass der Kanton Freiburg in der ihm zugeteilten Rating-Kategorie gut verankert ist. Als positive Punkte für dieses Urteil werden weiter die stets relativ tiefe Arbeitslosenrate sowie das dynamische Bevölkerungswachstum erwähnt.

Dank attraktivem Steuerklima für juristische Personen liessen sich zahlreiche internationale Gesellschaften mit zukunftsträchtiger Tätigkeit im Kanton nieder. Hier fänden diese auch mehrere anerkannte Ausbildungsstätten der höheren Stufe wie die Ingenieurschule, die Hochschule für Wirtschaft sowie die Universität.
Kreditwürdigkeit
bewertet

Im Sommer 2003 hatte die Credit Suisse bereits eine Studie über
die Kreditfähigkeit der Kanto-
ne veröffentlicht. Diese ist nun überarbeitet und soeben im «Kredithandbuch Schweizer Kantone 2005» veröffentlicht worden.

Wie die Autoren feststellen, hat das herausfordernde Umfeld in den vergangenen anderthalb Jahren unterschiedliche Entwick-
lungen in den Finanzdaten der Kantone bewirkt. Dies habe zu zahlreichen Neubewertungen geführt. Die Einstufung «AAA» heisst dabei «beste Schuldnerqualität, Zinsdienst und Rückzahlung ausserordentlich sicher». AA bedeutet «sehr starke Zins- und Rückzahlungsfähigkeit». Wie sich bevorstehende Entwicklungen auswirken werden, ist noch un-
gewiss. So soll ja der Erlös des
Nationalbankgoldverkaufs noch in diesem Jahr verteilt werden. Freiburg wäre einer der Kanto-
ne, die im Vergleich zur Bevölkerung und zur Verschuldung einen besonders grossen Betrag erhielten.

Für die Autoren der Studie muss zuerst abgewartet wer-
den, was die Kantone mit diesem Geld machen. Dasselbe gilt für die Einführung der NFA. Die-
se erfolgt frühestens auf 2008, weshalb sie zum heutigen Zeitpunkt für die Bonität der Kanto-ne noch keine zentrale Rolle spielt. wb

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