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Stationen der gemeinsamen Geschichte

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«Europa und Freiburg» – eine historische Betrachtung

«Das ist keine politische Ausstellung», stellt Claudio Fedrigo, Mitorganisator dieser Aktion, gleich zu Beginn klar, «es geht hier darum, die Beziehung zwischen der Stadt Freiburg und Europa aus einem historischen Blickwinkel darzustellen.» Die Ausstellung ist Teil der von der Universität organisierten 25. Europatage und steht unter dem Motto: «Freiburg auf den Wegen Europas». Realisieren liess sich das Projekt nur dank der Zusammenarbeit vom hiesigen Staatsarchiv, der Kantons- und Universitätsbibliothek und dem Archäologischen Dienst des Kantons Freiburg.

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Schon 4000 vor Christus war das Mittelland, und somit auch Freiburg, Dreh- und Angelpunkt für die «europäischen Handelsbeziehungen». Durch seine geographische Lage nahm es eine bedeutende Rolle im Austausch von Luxusgütern ein. Nach dem Ende der Eisenzeit entstanden die ersten Formen von Städten. Die befestigte Siedlung auf dem Wistenlach wurde möglicherweise schon von Caesar erwähnt. Archäologische Analysen einer Brandschicht stützen die These, wonach auf diesem Gebiet eine der zwölf keltischen Siedlungen, die der römische Kaiser in seinen Ausführungen geschildert hat, gestanden haben soll. Während der Blüte der römischen Herrschaft sah sich Freiburg zwischen verschiedenen Provinzen hin- und hergezogen. Erst nach dem Jahre 443 kehrte Ruhe ein; damals wurde Freiburg ins burgundische Königreich eingegliedert.

Zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert erlebte das Freiburgerland einen Umbruch: Durch die Machtverschiebung nach Frankreich rückte der heutige Kanton näher ins Zentrum, blieb aber bis auf weiteres bedeutungslos. Im 14. Jahrhundert dann entwickelte sich die Stadt Freiburg zu einem bedeutungsvollen Wirtschaftsplatz, der im ganzen Kontinent einen guten Ruf genoss. Erste Handelsgemeinschaften wurden gegründet und der Wert des Geldes gewann an Bedeutung. Vielleicht ist dies eine Frühform des heute weit verbreiteten Kapitalismus. . .

Und heute?

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Freiburg von Reisenden besucht und erlangte Ruhm als gotische Stadt, die ans Mittelalter erinnerte, wie sie Alexandre Dumas in seinen «Impressions de voyage en Suisse» 1832 beschrieb. Doch bald darauf änderte sich diese Haltung und Freiburg durfte wegen seiner Sehenswürdigkeiten viele berühmte Gäste, man denke an George Sand oder Victor Hugo, beherbergen. Auch die Gründung der Universität trug zum steigenden Besucherandrang bei. Durch die Arbeiten der «Union de Fribourg» zur Sozialfrage und zur Sozialethik erlangte Freiburg im 20. Jahrhundert international einen Ruf als unbestrittenes europäisches Zentrum.

Die Ausstellung ist bis zum 24. Juni in der Kantons- und Universitätsbibliothek zu sehen.

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