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«Sternstunde der Musikgeschichte»

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Das Doppelkonzert von Polo Hofer und Gölä wird von den Medien enthusiastisch gewürdigt

H. Elias Fröhlich, der Doyen des Schweizer Pop- und Rock-Journalismus, griff bei seiner Konzert-Besprechung tief in die emotionale Trickkiste. Mit einem untrüglichen Gschpüüri für die gefühlsmässige Grosswetterlage fuhr er der von Gölä verlassenen Anhängerschaft mit der Dampfwalze über den ohnehin schon arg strapazierten Seelenteppich:
«Als die Band und ich uns frühmorgens voneinander verabschiedeten, fielen die Umarmungen anders aus als sonst», rapportierte Fröhlich gestern. «Manch einem von uns kullerten dicke Tränen über die Wangen», erinnerte sich Gölä. Und verriet «Blick» in seinem «letzten Interview», er fühle sich jetzt wie jemand, «der eben aus dem Knast kommt».
Die Nachfrage, was die unzähligen Gölä-Anbeter, die ihrem Idol von Konzert zu Konzert nachgereist waren und nicht wenig Geld in Gölä-CDs, Gölä-T-Shirts, Gölä-Käppis und mit Gölä-Artikeln vollgestopfte «Blick»-Ausgaben investiert hatten, von dieser nicht eben fankompatiblen Aussage halten sollen, verkniff sich Fröhlich. Der Star kehrt ja schon in achtzehn Monaten aus Australien zurück und dürfte – schonende Behandlung vorausgesetzt – bei seinem Comeback als publizistische Milchkuh genauso viel hergeben wie in den letzten zwei Jahren.

«Einzigartig und historisch»

Schwer, wenn auch etwas unabhängiger und distanzierter, legte sich auch die Freiburger «Liberté» ins Zeug: Gölä – ein Deutschschweizer! – schaffte es nicht nur auf die Titelseite, sondern war Kessava Packiry auch eine sehr umfangreiche, sehr liebenswürdig (ab)geschriebene und sehr prominent platzierte Geschichte im Lokalteil wert.

Obwohl die Welschen im Forum wohl per Handschlag hätten begrüsst werden können, schien sich der Liberté-Redaktor nicht wie auf einem fremden Stern gefühlt zu haben: «Das Publikum ist wirklich heiss (…). Plötzlich beginnt Gölä zu singen. Und das Publikum beginnt zu singen. Das sind Gefühle», schwärmte Packiry. Das Duett, zu dem sich Polo Hofer und Gölä am Ende dieses denkwürdigen Abends zusammengefunden hatten, fasste der «Liberté-Journalist» – obwohl er vermutlich kein Wort von dem verstand, was die beiden sangen – fast ehrfürchtig in einem Halbsatz zusammen: «einzigartig und historisch».
«Berner Rockgiganten im Duett» betitelte die «Berner Zeitung» ihre ebenfalls fast seitenfüllende Geschichte zum Gölä-Abschied: Kollege und Mitbewerber Jürg Spori gab sich in Freiburg lesbar Mühe, sich nicht nur auf die beiden Protagonisten zu konzentrieren; er liess auch das zwischen tiefer Trauer und überbordender Euphorie hin- und hertaumelnde Konzertpublikum zu Wort kommen.

Liebenswerter Schnuderhung

Seit gestern weiss folglich zumindest tout Bern, dass die Düdinger Kopistin Karin Burkhalter Gölä als «Schnuderhung» taxiert, weil er sie «letzten Sommer versecklet und enttäuscht» habe, «als er nicht am Freiburger Jazz-Festival aufgetreten ist». Den Mundartrock-Superstar, dem sicher keine übertriebene Affinität zur Zeitungslektüre nachgesagt werden kann, wirds freuen, dass ihn Karin trotz des seinerzeitigen (krankheitsbedingten) Ausfalls nicht für alle Zeiten abgeschrieben hat: «Är esch ehrlech, drum hanig ne gärn.»

Ein dickes Kompliment an die Adresse Freiburgs macht in derselben Zeitung Tom Metzger, Göläs Manager: «Das Forum ist super. Keine Halle im Raum Bern schluckt so viele Zuschauer.»

Demnächst im Fernsehen

Anderen Tageszeitungen war der Mundartrock-Gipfel zumindest gestern noch keine Zeile wert.

Aber dafür bemühte sich am Samstagabend Dani Beck, der Moderator von «Weekend-Music», eigens nach Freiburg, um beim Schweizer Mundartrock-Gipfel live mit von der Partie zu sein. Ein erstes Resultat dieser Stippvisite kann sich am nächsten Samstag sehen lassen, wenn das Schweizer Fernsehen ab zirka 23.30 Uhr eine Kurzzusammenfassung des epochalen Ereignisses ausstrahlen wird. «Sobald Göläs Live-CD auf dem Markt ist, werden wir sein Freiburger Konzert in voller Länge übertragen», erklärte Beck gegenüber den FN. Und gab damit zu gewissen Hoffnungen Anlass, dass das Augenwasser all der am Boden zerstörten Marco-Pfeuti-Verehrerinnen und -Verehrern spätestens im Juli oder August dieses Jahres versiegen wird können.
Dem kollektiven samstagnächtlichen Schluchzen nach zu schliessen, dürften die meisten Anhänger des Oppliger Büezers allerdings schon heute «keini Träne meh» haben.

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