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Stiftung bleibt bei heutigen Kernaufgaben

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Die Vertreter der Gemeinden Düdingen, Bösingen, Schmitten, Wünnewil-Flamatt und Ueberstorf haben gestern Abend die Leitlinien für die künftigen Aktivitäten der Stiftung St. Wolfgang abgesegnet. Die Stiftungsräte haben die Strategie 2018–2023 jedoch nicht ganz einstimmig genehmigt, den Antrag der Gemeinde Wünnewil-Flamatt hat eine Mehrheit der Stiftungsräte abgelehnt, nachdem auch der Verwaltungsrat diesen zur Ablehnung empfohlen hatte.

Kernaufgaben erweitern

Die Wünnewiler hatten angeregt, die bisherigen Kernaufgaben der Stiftung – der Betrieb von vier Pflege- und einem Tagesheim – zu erweitern. Neu sollte die Stiftung auch andere Betreuungsformen für ältere Menschen wie betreutes Wohnen oder Alterswohnungen aufbauen und betreiben. Sie argumentierten, dass die Stiftung ihre profunden Kenntnisse der Altersvorsorge nutzen und den Gemeinden einen weiteren gemeinsamen Weg vorschlagen könnte. «Wir sind überzeugt, dass die Unterland-Gemeinden und der ganze Sensebezirk nur dann vorwärtskommt, wenn wir die Probleme gemeinsam anpacken, statt dass jeder sein eigenes Süppchen kocht», sagte René Schneuwly an der gestrigen Versammlung in Düdingen. Der Erfolg der Stiftung zeige, wie gut das in der Vergangenheit funktioniert habe.

Kapazitäten reichen nicht

Doch dieser Vorschlag ging dem Verwaltungsrat zu weit. Die Stiftung sei wie bereits heute auch weiterhin bereit, Synergien zu nutzen, wenn in der Nähe ein Angebot für neue Wohnformen für ältere Menschen aufgebaut werde. «Doch diese Einrichtungen selbst zu realisieren und zu betreiben und eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und -Pflege sicherzustellen, übersteigt unsere Kompetenzen», sagte Verwaltungsratspräsidentin Ursula Krattinger-Jutzet. Vor allem die Finanzierung sei eine Knacknuss, solange diese Betten nicht anerkannt seien. Sie verwies auf den kürzlichen Entscheid des Bundesrates, diesen Schritt nicht zu tun.

«Die Stiftung hat weder die Arbeitskapazitäten noch die Fähigkeiten, in Dörfer zu gehen, um passendes Land für solche Einrichtungen zu evaluieren und die Verantwortung für die Bauherrschaft zu übernehmen», sagte sie weiter. Der Kanton habe diese Aufgabe den Gemeinden übertragen.

Dieses Votum beendete die kurze Diskussion um den Antrag der Delegation von Wünnewil-Flamatt; er wurde mit 10  Ja zu 5 Nein abgelehnt.

Ueberstorfer Anliegen erhört

Der Antrag der Ueberstorfer Vertreter fand hingegen Zuspruch. Sie hatten bereits an der letzten Sitzung der Stiftung St. Wolfgang im November 2017 einen Passus der neuen Strategie kritisiert, weil Uebers­torf als einzige der fünf Trägergemeinden noch über kein eigenes Pflegeheim verfügt. Diese Intervention hatte schliesslich dazu geführt, dass der Entscheid über das Grundsatzpapier um ein halbes Jahr vertagt wurde (siehe auch FN vom Mittwoch). Neu ist in der Strategie festgehalten, dass der Standort Ueberstorf vorrangig gegenüber den bisherigen Standorten der Stiftung geprüft wird.

Wie diese «Weiterentwicklung von Standorten» aussieht, ob ein Neubau, eine Aufstockung oder eine Erweiterung eines bestehenden Heims am meisten Sinn macht, soll eine neu eingesetzte Arbeitsgruppe prüfen, in der neben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung auch Vertreter der fünf Trägergemeinden Einsitz nehmen.

Versammlung

Jahresrechnung schliesst mit Überschuss

Die Jahresrechnung 2017 der Stiftung St. Wolfgang schliesst mit einem Überschuss von rund 88 000 Franken. Ein kleiner Teil davon geht in die Reserve, der Rest wird dem Innovations- und Erneuerungsfonds zugewiesen. Die Stiftungsräte haben den Abschluss an der gestrigen Versammlung einstimmig genehmigt. Wie Finanzchef Daniel Neuhaus ausführte, war die Bettenbelegung der Hauptgrund für das Plus. Die 166 Pflegebetten in den vier Heimen in Schmitten, Düdingen, Bösingen und Flamatt waren zu 98,8 Prozent ausgelastet, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Allein diese kleine Verbesserung brachte 30 000 Franken Mehreinnahmen. Die Stiftung ist mit dieser Belegung genau im Freiburger Schnitt und auch im schweizweiten Vergleich auf guter Position, wie eine kürzlich publizierte Statistik zeigt (die FN berichteten). Im Tagesheim St. Wolfgang mit 15  Plätzen lag die Auslastung bei kostendeckenden 76 Prozent. Weitere Zusatzeinnahmen von 130 000 Franken konnten im Heim Schmitten generiert werden. Dort sind Anfang Jahr nach Umbauarbeiten drei Zusatzzimmer sowie ein Ferienzimmer in Betrieb genommen worden. Durch das gute Abschneiden müssen die fünf Trägergemeinden rund 93 000 Franken weniger als budgetiert zum Betrieb beitragen. Ihr Anteil beträgt rund 1,5 Millionen Franken.

Ersatz von Lift und Steuerung

Die Vertreter der fünf Trägergemeinden haben an der gestrigen Sitzung in Düdingen auch Investitionen zugestimmt. So werden die beiden Lifte im Heim Schmitten sowie die Steuerungen für Heizung und Lüftung in den Heimen Düdingen und Flamatt ersetzt. Der Kredit beläuft sich auf 295 000 Franken.

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