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Stimmen zum Referendum gegen das Schulgesetz

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Die hat den Stein ins Rollen gebracht und im Herbst 1997 eine Motion zur Förderung der Zweisprachigkeit eingereicht. Über das Zustandekommen der Unterschriftensammlung zeigt sie sich sehr überrascht. «Dass Alfons Gratwohl, der Syndic von Surpierre, 7500 Unterschriften zusammenbringt, daran habe ich nicht geglaubt.» Wohlverstanden sei er sehr aggressiv vorgegangen: «Sowohl ich als Schulpräsidentin als auch Präsidenten der Sportvereine haben Unterschriftenbögen erhalten.»

Doch die Aktion Gratwohl mache ihr keine Angst, führt Ursula Krattinger weiter aus: «Ich bin zuversichtlich und überzeugt, dass das Referendum das Projekt nicht über den Haufen werfen kann. «Die Förderung der Partnersprache wird von der Bevölkerung Deutschfreiburgs und der Lehrerschaft durchwegs unterstützt.»

äussert sich klar gegen das Referendum: «Ich war gegen ein Referendum und habe nicht unterschrieben, obwohl dies viele meiner KollegInnen getan haben. Ich bin zwar auch der Ansicht, dass das Gesetz kein klares Konzept aufweist, habe aber die Hoffnung, dass sich dies mit den Ausführungsbestimmungen ändern wird.»

bedauert, dass die Unterschriftensammlung zustande gekommen ist. Es sei doch völlig unsinnig, damit noch einen Sprachenkrieg zu riskieren. Klar habe auch der Lehrerverein Deutschfreiburgs die Vorlage nicht sang- und klanglos angenommen, sondern präzise Forderungen gestellt: «Für uns Lehrerinnen und Lehrer ist es wichtig, in die Ausgestaltung miteinbezogen zu werden. Ausserdem beharren wir darauf, dass nur zweisprachige Kommissionen an den konkreten Projekten mitarbeiten sollen.»

vertritt zwei Positionen, die persönliche und diejenige als Präsident. Die Vereinigung gebe zum Referendum keinen Kommentar ab. Und zwar, weil eine Vereinigung neutral zu sein habe. Die Lehrervereinigung habe eine Aufgabe – und wirklich nur eine, nämlich, die Interessen der Schule zu vertreten. Die französischsprachige Lehrervereinigung sei jedoch felsenfest überzeugt, dass der Deutschunterricht verbessert werden muss.

Und wie steht es mit der persönlichen Meinung? Er finde es gut, dass das Referendum zustande kommen werde: «Le peuple va discuter, qu’est-ce qu’il y a de mieux?» Marcel Bulliard möchte aber keineswegs falsch verstanden werden und betont, dass auch er die Förderung der Partnersprache unterstütze. Aber dass die Lehrerschaft bei der Ausarbeitung einfach zu wenig miteinbezogen worden sei, das dürfe nicht verschwiegen werden.
Zudem gäbe es einen weiteren Punkt, der hier erwähnt werden muss, meint er. Was die gesamtschweizerische Sprachenlandschaft anbelange, da stosse ihm die Sache mit dem geplanten Englischunterricht in Zürich sauer auf: «Wir ringen hier in der Westschweiz um die deutsche Sprache, und in Zürich ist Französisch kein Thema mehr. Wo liegen da Ausgeglichenheit und gegenseitiger Respekt?»

eifrig Unterschriften gesammelt. Angetrieben habe ihn vor allem die grosse Bedeutung des Gesetzes: «Une loi telle quelle, elle doit être votée par le peuple.» Was ihn ausserdem zum Mitmachen angespornt habe, sei das Vorgehen der Erziehungsdirektion. Das Gesetz sei ausgearbeitet worden ohne jegliche Zusammarbeit mit der Basis.

Ob er denn allgemein mit dem Projekt nichts am Hut habe? So sei es keinesfalls. Er und seine KollegInnen seien überzeugt, dass Deutsch in den Klassen gefördert werden müsse. «Mais moi, j’ai l’impression que tout est purement économique.» Der Kanton wolle damit nichts anderes als die Visitenkarte «canton bilingue» für die Wirtschaft aufpolieren.

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