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Stimmiges Chortreffen in Plaffeien

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Stimmiges Chortreffen in Plaffeien

Autor: Irmgard Lehmann (Text) und Aldo Ellena (Bilder)

Bravo!» «Gut gemacht!» «Sagenhaft!» Mit solchen Worten wird Margrit Baeriswyl, Dirigentin des Cäcilienchores Plaffeien, am Samstagmorgen nach dem Auftritt draussen vor der Kirche empfangen. So ergeht es auch anderen Dirigentinnen und Dirigenten, Sängerinnen und Sängern: Zuhörende klopfen ihnen auf die Schulter, gratulieren und freuen sich an der Musik. Tatsächlich hat so ein Chortreffen etwas Verbindendes. Mitmachen setzt aber Engagement voraus. In nur gerade 15 Minuten zu zeigen, was der Chor zu bieten vermag, verlangt höchste Konzentration.

Die Jury wie auch Sängerinnen und Sänger sitzen im Kirchenraum. An kritischer Beurteilung fehlt es nicht. Eine Wettbewerbssituation ist das allemal, obwohl man dies offiziell nicht explizit so haben wollte. Dass so ein Auftritt schlaflose Nächte bescheren kann, ist verständlich. Vorab, wenn es eine Premiere ist, wie etwa für Christa Mülhauser Brügger, Dirigentin in Brünisried. «Unser Chor ist klein, wir singen in einer kleinen Kirche, und es hört uns ein kleines Publikum zu. Hier aber ist das alles anders.» Doch die Feuerprobe ist bestanden, und der Wunsch, der Auftritt möge für den Chor ein Erfolgserlebnis werden, in Erfüllung gegangen.

Ein Spiegelbild

Wie sehr die Interpretation wie auch die Stückwahl vom Dirigenten geprägt sind, zeigen die Auftritte der 18 Chöre. «Der Chor ist das Spiegelbild des Dirigenten», meint der französischsprachige François Pidoud, Lehrer für Saxofon am Konservatorium und seit einem Jahr Dirigent des Cäcilienvereins Giffers-Tentlingen. Dass dem Dirigenten jedoch mit vorliegendem Stimmmaterial beziehungsweise älteren Chorstimmen Grenzen gesetzt sind, erwähnt Simone Cotting, Dirigentin in Heitenried. Pidoud meint jedoch: «Die Chöre Deutschfreiburgs haben ein gutes Niveau und sind auch altersmässig gut besetzt.»

Auswendigsingen – auch das ist ein Thema. Einige wenige haben es am Samstag gewagt. Im Wissen darum, dass die Präsenz und Ausstrahlung der Singenden so um einiges intensiver ist, als wenn die Köpfe in den Partituren stecken. Dass es am Chortreffen so wenig praktiziert wurde, überraschte.

Doch für die Jury sind andere Kriterien wichtig. «Ein konzentrierter Einzug, bei dem alle die Partitur in der rechten Hand tragen und in gepflegtem Outfit auf die Bühne treten, bestimmt bereits den Eindruck», sagt Martin Zemp, Jurymitglied und ehemaliger Dozent an der Musikhochschule Luzern. «Wenn mich eine Interpretation berührt, dann stören mich Unsauberkeiten auch nicht.»

Das Urteil der Experten war bei den Chören gefragt – obwohl dies freiwillig war. «Wir erwähnen das Positive und machen konkrete Verbesserungsvorschläge», sagt Mario Ursprung, ehemaliger Schulmusiker am Lehrerseminar Solothurn. «Die Expertenmeinung soll ein Ansporn sein.» So attestierte die Jury dem Chor von St. Silvester eine gute Präsenz, lobte die Werkauswahl, wies aber auch auf den Tempowechsel hin, wie Dirigentin Claudia Scherer sagt.

Der Dirigent

Sind Chöre, denen Berufsmusiker vorstehen, in einer privilegierten Situation? Dazu die Jury: «Lieber ein Amateurdirigent mit Herzblut als ein routinierter Berufsmusiker, der nach der Probe gleich verschwindet.» Was einen guten Chorleiter ausmacht, ist für die beiden klar: «Fühlt sich der Sänger nach einer Probe geschafft, so stimmt etwas nicht. Fühlt er sich super, so hat der Dirigent getan, was er muss.» Gallus Riedo ist wohl am richtigen Ort. «Singen ist für mich Therapie: Da habe ich nichts anderes im Kopf, und nach der Probe geht es mir bestens.» Seit 20 Jahren singt er im Cäcilienchor Tafers und seit kurzem im Divertimento Vocale.

Vorbildliche Organisation

Das Cäcilienverbandsfest findet alle fünf Jahre statt. Etwa ein Jahr lang hat das Organisationskomitee vorbereitet. Die rund hundert Freiwilligen haben mitgeholfen, dass der Festanlass reibungslos über die Bühne ging. Das Budget von rund 30 000 Franken konnte laut OK-Präsident Josef Raemy mit Sponsoren, Inseraten und der Tombola gedeckt werden. Und das Highlight für den Präsidenten? «Eine voll besetzte Kirche mit einem begeisterten Publikum.»

In der Pfarrkirche Plaffeien sangen über 400 Sängerinnen und Sänger aus elf Chören eine lateinische Messe. In Giffers waren über 300 Cäcilianer aus sieben Chören im Einsatz.

Bilanz: «Zielsetzungen sind voll erfüllt»

Simone Cotting-Oberson, Präsidentin des Cäcilienverbandes Deutschfreiburg, zeigte sich gestern laut Medienmitteilung zufrieden: «Die Zielsetzungen, die wir uns für dieses Verbandsfest gesetzt haben, sind voll erfüllt. Wir dürfen rundum zufrieden sein.» Sie dachte dabei an das gemeinsame Singen mehrerer Chöre beim Festgottesdienst, was den Zusammenhalt innerhalb des Verbandes stärke und Mut für weitere Engagements mache. Das Chortreffen vom Samstag sei von vielen hochstehenden Darbietungen durch gut vorbereitete Chöre geprägt gewesen, schrieben die Organisatoren. Sie freuten sich auch über den grossen Publikumsaufmarsch.njb

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