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«Stimmung war geprägt von grosser Offenheit»

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Die Veranstalter des Euroforums 2000 in St. Antoni ziehen eine positive Bilanz

Autor: Von Imelda Ruffieux

Nach Einsiedeln ist St. Antoni der zweite schweizerische Austragungsort des Euroforums, das seit rund 20 Jahren stattfindet. Organisator des diesjährigen Treffens von Jugendlichen aus Litauen, Schweden, Norwegen, Dänemark, Holland, Belgien, Deutschland, Österreich, Italien, Malta, Katalanien und Italien waren Blauring und Jungwacht Schweiz. Während des viertägigen Anlasses unter dem Motto «Gump über d’Muur» standen Diskussionen und verschiedene Weiterbildungs-Ateliers zum Thema «Migration», aber auch Spiele und Ausflüge auf dem Programm. Im Bildungszentrum Burgbühl sowie in anderen Räumlichkeiten in St. Antoni fanden die Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren gastfreundliche Aufnahme. Das Euroforum wird vom Europarat finanziell unterstützt, so dass sich die Kos-ten für die Teilnehmenden im Rahmen halten.

Daniel Fuchs aus St. Antoni war im Organisationskomitee des Euroforums. Wenige Stunden nach dem Ende dieses Grossanlasses zieht er in einem Interview eine sehr positive Bilanz.

Die Integration ist sicher ein wichtiger Teil unserer Arbeit, die sich den christlichen Grundwerten verpflichtet hat. Ich denke, in den städtischen Gebieten der Schweiz ist es eher ein Thema als in ländlichen Gebieten. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass es in Deutschfreiburg relativ wenig Probleme gibt. Die fremdsprachigen Kinder kommen oft auch erst dann in die Jubla, wenn sie mit anderen Kindern bereits guten Kontakt haben und unsere Sprache verstehen.

Es fällt mir auf, dass viele (Medien) die Thematik «Migration» mit Problemen in Verbindung bringen. Dabei können fremdländische Kinder und Jugendliche für unsere Jugendverbände auch eine Chance darstellen. Sie machen uns reicher, bringen neue Ideen und Sichtweisen und können unserer Arbeit neue Impulse geben.

Das Thema ist ein wichtiger Rahmen des Treffens, ein roter Faden, um den herum alle Programmpunkte und die Arbeit in den Ateliers gesetzt sind. Jeder bringt auf diese Weise seine Meinungen und Erfahrungen aus den Jugendgruppen und Scharen ein.

Ja, sicher. Die Teilnehmenden kommen ans Euroforum in der Erwartung, neue Leute und Orte kennen zu lernen, bereits früher geschlossene Bekanntschaften aufzufrischen, neue Spiele zu lernen und Erfahrungen und Gedanken auszutauschen. Deshalb wird das Treffen auch mit Ausflügen zu touristischen Sehenswürdigkeiten der Region kombiniert. Einige haben eine Schaukäserei in Greyerz besucht, andere waren auf der Kaiseregg oder haben Freiburg und Bern besichtigt.

Man sprach vorwiegend Englisch, allerdings zum Teil ein sehr rudimentäres Englisch. Dadurch, dass aber die meisten nur ein paar Brocken sprechen und verstehen konnten, haben sich am Schluss alle irgendwie verständigen können. Etwa fünf bis sechs Teilnehmer konnten kein Englisch und schlossen sich jemandem an, der vermitteln konnte. In den Workshops wurde teilweise auch Französisch gesprochen und der Gottesdienst lief mehrsprachig ab.

Um das Dossier beim Europarat einreichen zu können, musste der Anlass schon eineinhalb Jahre im Voraus organisiert sein. Die Detailplanung konnte aber erst in den letzten Monaten erledigt werden. Das Ganze hat sich deshalb zeitlich etwas hingezogen und es war nicht leicht, die Motivation nicht zu verlieren. Erst am Schluss, als es wieder konkreter wurde, war die anfängliche Begeisterung wieder da.

Da ich ziemlich stark in die Organisation von einzelnen Programmblöcken eingebunden war, habe ich vom ganzen Anlass eigentlich wenig mitbekommen. Mir persönlich hat das Spielfest mit Jubla-Scharen aus Alterswil, St. Antoni, Rechthalten und Heitenried sehr gut gefallen.

Vom OK her verlief eigentlich alles sehr gut. Die Räumlichkeiten waren perfekt für die Durchführung, wobei uns Pfarrei und Gemeinde St. Antoni sehr entgegengekommen sind.

Ich glaube, es waren vier gute Tage, die allen Spass gemacht haben. Es war überall eine grosse Motivation spürbar. Die Stimmung war auch geprägt von einer grossen Offenheit aller Teilnehmenden. Niemand musste sich allein fühlen, alle haben schnell Kontakte gefunden und es genossen, mit den anderen zu plaudern.
Viele dieser Bekanntschaften werden über das Treffen hinaus Bestand haben. Briefe und E-Mails werden ausgetauscht und einige Teilnehmer werden sich auch gegenseitig besuchen. Andere sehen sich vielleicht am nächsten Euroforum in Italien wieder.

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