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Strafprozess oder Justizposse?

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Ab heute behandelt das Strafgericht des Sensebezirks den Fall «CannaBioland»

Eigentlich geht es im «CannaBioland»-Prozess «nur» um die Beantwortung der Frage, ob der Anbau und Verkauf von einheimischem Hanf erlaubt sei oder nicht. Wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungmittelgesetz und weiteren Vergehen haben sich in Tafers Jean-Pierre Egger, der Präsident des Vereins Schweizer Hanffreunde und -freundinnen und Inhaber des CannaBio-Vertriebes, sowie Armin Käser, Inhaber des CannaBio-Landes in Litzistorf, zu verantworten.

So weit, so klar.
Nur: In den letzten Wochen, Monaten und Jahren wurden im Vorfeld zu dieser Verhandlung dermassen viele Nebenkriegsschauplätze eröffnet, dass dem neutralen Beobachter die Gefahr droht, sich in dem ganzen Klagen- und Gegenklagen-Wirrwarr langsam, aber sicher heillos zu verheddern.
Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf Jean-Pierre Egger. Der Anwalt, der sich in Tafers selber verteidigen wird, wird nicht müde, die Freiburger Justizbehörden und Medien mit Schriftstücken aller Art einzudecken.
Die Stossrichtung ist immer dieselbe: Erstens beschuldigt Egger Paul Grossrieder, den früheren Chef der Freiburger Drogenfahndung, alles unternommen zu haben, um das CannaBioland in Litzistorf im Auftrag der Bundesanwaltschaft zu räumen und dem florierenden Betrieb damit die finanzielle Grundlage zu entziehen.
Zweitens stört sich Egger am Umstand, dass sein ehemaliger Kompagnon Armin Käser ausgerechnet von André Clerc, dem Rechtsbeistand seines Widersachers Grossrieder, verteidigt wird. Aus diesem Grund hat Egger gegen Clerc eine Beschwerde wegen Verstosses gegen das Standesgesetz deponiert. Drittens hat Egger gegen Joachim Lerf, den Mitverteidiger von Armin Käser, eine Strafanzeige eingereicht. Egger unterstellt Lerf, seine Tätigkeit als Verteidiger dazu genutzt zu haben, seinen Mandanten Käser zu deliktischem Verhalten angehalten zu haben.

«Mir wird das langsam zu blöd»

Käsers Rechtsvertreter André Clerc seinerseits sah sich im Vorfeld des CannaBio-Prozesses dazu veranlasst, gegen Kantonsrichter Paul-Xavier Cornu und den früheren «CannaBio»-Untersuchungsrichter Carlo Bulletti eine Aufsichtsbeschwerde einzureichen. Grund: «Von dritter Seite wurde uns (Clerc und Lerf, Red.) zugetragen, dass zwischen den beiden Vorgenannten verfahrensrechtliche Absprachen bestanden.»

Im juristischen Sperrfeuer Eggers und um eine «adäquate Durchführung des Prozesses gegen unseren Mandanten gewährleisten zu können», haben Clerc und Lerf das Strafgericht des Sensebezirks kürzlich darum gebeten, die Fälle «Egger» und «Käser» getrennt zu behandeln. Ferner wünschen die zwei Anwälte, dass das Verfahren «Armin Käser» sistiert werde, bis die aufsichtsrechtlichen Verfahren sowie Beschwerden und Strafverfahren gegen das Anwalts-Duo abgeschlossen sind.
Möglicherweise nimmt der «CannaBio-Prozess», der am 31. März abgeschlossen sein soll, auch eine ganz andere Wendung: André Clerc schloss im Gespräch mit den FN gestern nicht aus, dass er und Joachim Lerf ihre Mandate schon heute niederlegen könnten. «Denn langsam», sagte Clerc, «wird mir dieses absurde Geplänkel zu blöd».

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