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Stromtarife der IB Murten steigen leicht an

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Autor: Lukas Schwab

Die Industriellen Betriebe Murten, der Stromversorger der Gemeinden Murten, Muntelier und Merlach, haben die Strompreise für 2010 bekanntgegeben: Diese steigen hauptsächlich aufgrund der höheren Einkaufspreise des Stroms und des Anstiegs der Vergütung an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid an. Gemäss Patrick Bertschy, Direktor der IB Murten, sollen die neuen Energietarife für die kommenden drei Jahre gelten: «Bis 2012 möchten wir keine weiteren Erhöhungen mehr vornehmen.»

Kleinkunden entlasten

Die Strompreise setzen sich aus dem Energietarif und den Kosten für die Netznutzung zusammen. Bei den Energietarifen führen die höheren Einkaufspreise für 2010 gemäss Bertschy für die Kunden zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung um 2,82 Prozent, die aber je nach Kundenkategorie stark variiert. So verzichten die IB Murten bei den Tarifen «Home» und «Economy» (Privathaushalte, Landwirtschafts- und Kleinbetriebe) darauf, die höheren Energiepreise an die Endverbraucher weiterzugeben. Damit wollen die Industriellen Betriebe diese Kundengruppe angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise entlasten.

Netznutzung wird teurer

Bei Grosskunden wie Industriebetrieben werden die Energiepreise an die höheren Kosten angepasst werden. Gemäss Patrick Bertschy haben diese Kunden in der Vergangenheit von tiefen Preisen profitiert. Nun müssen die Tarife an die heutige Situation angepasst werden.

Die Netznutzung wird ab 2010 für alle Kunden der IB-Murten teurer, weil Swissgrid eine Preiserhöhung von rund 10 Prozent angekündigt hat und die Wirtschaftskrise zu einer Abnahme des Stromverbrauchs geführt hat. «Diese Faktoren zwingen uns, die Netznutzungspreise um durchschnittlich 4,6 Prozent zu erhöhen», erklärt Bertschy.

Da die IB Murten bei den Kleinkunden der Tarife «Home» und «Economy» auf eine Anpassung der Energiekosten verzichtet, führen die höheren Netznutzungspreise bei ihnen zu einem durchschnittlichen Anstieg des Strompreises von insgesamt rund 2,17 Prozent. Bei den Grosskunden fällt der Anstieg des Strompreises stärker ins Gewicht, da bei ihnen sowohl die Energiekosten als auch die Netznutzungskosten ansteigen. Ein durchschnittlicher Anstieg lässt sich gemäss Bertschy jedoch kaum angeben, da der Preisanstieg je nach Stromverbrauch und Tarif des Kunden unterschiedlich ausfalle. «Diesen Kunden wurden die neuen Strompreise für 2010 indiviudell mitgeteilt», erklärt Bertschy.

Mehraufwand unterschätzt

Nach acht Monaten Erfahrung im teilliberalisierten Strommarkt fällt die Bilanz von Bertschy durchzogen aus. Neben der neuen Darstellung bei den Rechnungen (siehe Kasten) habe sich vor allem der hohe administrative Aufwand als problematisch erwiesen. «Wir haben wie viele andere Verteilnetzbetreiber das Ausmass des zusätzlichen Aufwandes unterschätzt», erklärt Bertschy. Im neuen System seien viele aufwändige Administrativaufgaben neu hinzugekommen. «Die Abläufe sind komplizierter geworden, was einen Mehraufwand zur Folge hat», sagt Bertschy. Dies beeinflusse das Geschäftsergebnis, was am Ende leider der Kunde bezahlen müsse. Dabei spiele die Grösse des Verteilnetzbetreibers keine Rolle, beteuert der Direktor der Industriellen Betriebe Murten.

Kunde bezahlt Werbung

Zudem gehe mit der Liberalisierung des Strommarktes auch die Notwendigkeit des Marketings einher, was ebenfalls zu Mehrkosten führe. «Früher war Marktbearbeitung im Strommarkt kein Thema, da die Kunden einem funktionierenden System vertraut haben. Nun ist es nötig geworden», erklärt Patrick Bertschy.

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