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Studium zum «Absahnen»

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Studium zum «Absahnen»

Manchmal sagt der freudsche Versprecher einer Person oder ein im Übereifer kreierter Werbeslogan einer Institution mehr aus über die wirklichen Motive ihres Handelns als tausend Worte. Die Hochschule für Wirtschaft (HSW) Freiburg, weltmännisch geschniegelter bezeichnet als «School of Business Administration», lockt in ihrem Inserat (FN Nr. 79 vom 4. April 2009) junge Menschen mit der Phrase «. . . Das Sahne-Häubchen» für die Aufnahme des Studienganges an ihrer Ausbildungsstätte. Im Klartext gesprochen heisst das wohl, da sollen Eliten herangezüchtet werden, die wissen, wie man absahnt.

Im Dunst des Investment Bankings angesiedelt, liesse sich propagieren, da lernen intelligente Leute, wie man mit fremdem Geld Bonis kassiert und sich beim Absturz mit goldenen Fallschirmen schadlos hält. Für Investoren mit Sinn für exzessiven Shareholder Value liesse sich notieren, da lernen künftige Manager, wie man mit Entlassungen das Portefeuille der Aktionäre stärkt. Ich und viele andere mit mir wünschten sich wohl von unserer Fachhochschule eher Führungskräfte, die lernten, ihre Kraft nicht in erster Linie als Angehörige einer Kaste einzusetzen, um die Befriedigung eigener Ansprüche zu optimieren, sondern als Diener mithelfen am Aufbau und dem Betrieb von nachhaltigen Unternehmungen mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. «Hand in Hand mit andern Werte schaffen . . .» wäre mein Vorschlag fürs nächste Inserat.

Autor: Heribert Bächler, Tafers

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