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Suche nach dem perfekten Instrument

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zwei neue Steinway-Flügel für das Konservatorium

Autor: Von URSULA PINHEIRO-WEBER

Insgesamt hat das Konservatorium Freiburg vier Steinway-Flügel, ein Pianoforte, eine Orgel und eine Anzahl Studieninstrumente angeschafft. Das Musikhaus Krompholz in Bern, einziger Steinway-Vertreter in der Region Bern/Freiburg, legte den beiden Musikprofessoren (Klavier) Philippe Morard und Ricardo Castro nahe, die Auswahl der beiden grossen Konzertflügel persönlich im Steinway-Hauptwerk vorzunehmen. Das hiess: Abendflug nach Hamburg, einen ganzen Tag lang sechs Flügel ausprobieren, Rückflug am nächsten Morgen. Für die beiden Konservatoriumsvertreter und die fünf mitreisenden Studentinnen und Studenten wurde diese Auswahl zu einem einmaligen Erlebnis.

Eliminieren statt auswählen

Die Präsentation der sechs Flügel im obersten Stockwerk des 125-jährigen Hauptsitzes von Steinway & Sons in Hamburg verschlägt der Gruppe zuerst fast den Atem. Einzig Ricardo Castro steuert direkt auf den ersten Flügel zu, spielt ihn leicht an, um dann auch die Tasten der weiteren Instrumente kurz zu bespielen. Und sofort die Frage an seinen Kollegen Morard und die Studenten: «Welches Instrument gefällt euch gar nicht?» Betretene Stille. «Ihr müsst euch ausdrücken. Wir kaufen nämlich keinen Flügel, wir eliminieren welche.»Damit nun alle jedes Piano aus dem gleichen Winkel zu hören bekommen, müssen sich alle möglichst weit weg von den Instrumenten hinstellen. Die gleiche Frage wird gestellt. Da meldet sich eine Studentin: «Ich kann es nicht beschreiben. Es ist reines Gefühl.» Und ein Student ist erstaunt, wie klein die Unterschiede sind. Morard empfiehlt: «Wir müssen viel mehr auf die Klangfarbe, das Timbre usw. hören, die Technik ist quasi perfekt.»

70 Prozent Handarbeit

«Unsere Flügel können kaum noch verbessert werden, weltweit sind keine neuen Erfindungen möglich, die Elementarteile sind eigentlich perfekt», erzählt denn auch der Verkaufsleiter der Steinway & Sons-Werke, Hans H. Schalkowski. «Deshalb optimieren wir vor allem unsere Maschinen und Arbeitsabläufe ständig und streben eine bestmögliche Produktivität an.»Kaum jemand weiss, dass diese Flügel aus über 12 000 Einzelteilen zu 70 Prozent in Handarbeit in rund einem Jahr hergestellt werden. Know-how, Präzision und Technik, passgenaue Handwerkskunst, die Liebe zum Detail und die Sorgfalt im Umgang mit Holz helfen mit, das weltweit unangefochtene Höchstniveau im Klang zu erreichen.

Nur das Ohr zählt

Die Auswahl geht weiter, ein Hin und Her an Gefühlen, Gedanken, Analysen, stundenlang. Als aussenstehender Beobachter spürt man, wie sehr um den Klangreichtum gerungen wird. Castro ist sicher, dass im Auswahlraum ein perfektes Instrument steht, und fordert die Mitauswählenden weiterhin heraus. «Ein Flügel muss in allen Bereichen top sein, kein einziger Anschlag darf uns stören», lässt er sein Credo verlauten. Wenn man doch nur den Ton in seiner ganzen Schönheit fotografieren könnte! Die Vielfarbigkeit der Klänge, die Tiefe, die Reinheit, die Kraft, die Weichheit, die Wandelbarkeit, die klangliche Umarmung des Universums … Doch nur das Ohr zählt.Nachdem die Professoren wie auch die Studenten in stundenlanger Arbeit mit unterschiedlichsten Werken, mit gefühlsmässigen und analytischen Diskussionen schliesslich die Instrumente ausgewählt haben, ist grosse Freude spürbar. Es bleibt nur kurze Zeit, den Abend am Hamburger Hafen zu geniessen. Die neuen Instrumente sollen nun die Verantwortlichen und ihre Studenten, aber auch die Freiburger Bevölkerung, mit ihrer ausserordentlichen Klangvielfalt und Reinheit viele Jahre lang entzücken.

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