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SVP will selbstbewusster auftreten

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Nutzen aus jüngsten Wahlerfolgen ziehen

Auch die SVP des Kantons Freiburg befindet sich im Aufschwung. Sie konnte ihren Stimmenanteil an den eidgenössischen Wahlen vom vergangenen Herbst von 8,4 auf 11,4 Prozent erhöhen.

Und an den Wahlen des Verfassungsrates eroberte sie 10 Mandate, zwei mehr als im Grossen Rat. Insbesondere im Sensebezirk, wo sie keinen Grossratssitz innehat, konnte sie mit drei Mandaten triumphieren, während sie im Vivisbachbezirk – immer im Vergleich zum Grossen Rat – einen Sitz abgeben musste.

Nicht zufrieden

Doch ganz zufrieden mit dem Ausgang der eidgenössischen Wahlen konnte die SVP nicht sein: «Trotz der Zunahme des Stimmenanteils von 3 Prozent ist es uns nicht gelungen, den vor vier Jahren verlorenen Sitz zu-rückzuerobern», hielt Kantonalpräsident Denis Colliard an der ordentlichen Generalversammlung vom Freitagabend in La Verrerie fest. Allerdings hätte eine Listenverbindung mit der Unabhängigen Bewegung (ehemalige SVP-Leute) genügt, damit Eli-sabeth Leu-Lehmann anstelle der SP-Vertreterin Liliane Chappuis nach Bern hätte ziehen können. «Wir wurden von der Unabhängigen Bewegung nicht angegangen», erklärte Denis Colliard, der die Ansicht vertrat, dass es nicht an der SVP war, mit dieser Bewegung den Kontakt zu suchen.

Den Kontakt gesucht hat die SVP hingegen mit den bürgerlichen Parteien, erhielt aber eine Abfuhr. Sauer aufgestossen ist einem Anwesenden in La Verrerie eine Bemerkung der CVP-Kantonalpräsidentin, die sich glücklich schätzte, dass der verlorene CVP-Sitz nicht an die SVP, sondern an die SP gegangen sei. Aus der Versammlungsmitte regte man sich weiter über die abschätzigen Worte von Liliane Chappuis über Elisabeth Leu-Lehmann auf.

Taktisch klüger vorgehen

Wie dem auch sei, die SVP des Kantons Freiburg will künftig aus Fehlern die Lehren ziehen. «Wir haben gute Ideen, die sehr volksnah sind, aber wir sind zu scheu und zu bescheiden, wenn es darum geht, sie der Bevölkerung kundzutun. Später werden die dann von andern Parteien aufgegriffen, die dann damit Erfolg haben», erklärte Denis Colliard in seinem Jahresbericht weiter. Er dachte dabei u.a. an eine neue Kantonsverfassung, eine Idee, die vor Jahren vom damaligen Grossrat Jean-Luc Piller aufgegriffen worden war.

Deshalb will die SVP nun selbstbewusster auftreten, will ihre Präsenz in den Medien verstärken. Unterstützung erhielt die SVP des Kantons Freiburg am Freitagabend von SVP-Nationalrat Jean Fatterbert, dem neugewählten Vizepräsidenten der SVP Schweiz. Er riet der SVP Freiburg, mit dem vorhandenen Wählerpotenzial zu verhandeln und zu feilschen. «Wir unterstützen Euch bei dieser Wahl, fordern aber einen Sitz bei jener Wahl…», erklärte er, wie die SVP im Kanton Waadt zu Sitzen kommt.

Viele Ziele gesteckt

Denis Colliard wartete aber auch mit anderen Wünschen auf: So soll der KMU-Kommission neues Leben eingehaucht werden, und auch die Landwirtschafts-Kommission müsse aktiver werden.

Der Zentralvorstand soll mit mehr Delegierten tagen, damit seine Beschlüsse mehr Gewicht erhalten. Mit eigenen Bezirksparteien soll die SVP auch im Greyerzbezirk und in der Stadt Freiburg aktiv werden. Und die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen 2001 soll schon jetzt beginnen.

Werner Wyss neuer Vizepräsident

An der Generalversammlung wurde weiter der Unternehmer und Inhaber der Holz Zollhaus AG, Werner Wyss, neu zum Vizepräsidenten der SVP des Kantons Freiburg gewählt. Er tritt die Nachfolge von Elisabeth Leu-Lehmann an, die nach einer 3-jährigen Übergangszeit ihre Demission eingereicht hat. Der Seebezirk ist weiterhin im Leitenden Ausschuss vertreten, neu durch den Vizepräsidenten Walter Fröhlich, der seinen Wohnsitz nach Lugnorre verlegt hat.

Gesucht wird ein neuer Parteisekretär, nachdem der gegenwärtige Amtsinhaber Jean-Luc Piller kürzlich eine Herzattacke erlitten hat und deshalb eine Entlastung wünscht. Jean-Luc Piller ist auch als Vizepräsident der SVP Schweiz zurückgetreten.

Und das Verhältnis
zur SVP Zürich

Zur Sprache kam in La Verrerie auch das Verhältnis der SVP Freiburg zum Zürcher Flügel. Laut Denis Colliard hat die SVP Freiburg die Einberufung einer Präsidenten-Konferenz verlangt.

«Die SVP Schweiz kam dieser Forderung nicht nach, doch wurde im Zentralvorstand darüber diskutiert. Wir sind eine offene und demokratische Partei. Wir akzeptieren aber eine Provokation einer Schwestern-Partei nicht. Es geht hier auch um Anstand», hielt Denis Colliard weiter fest.
Dass die SVP eine dynamische und volksnahe Partei ist, bestätigte auch Nationalrat Jean Fattebert in seinem Referat. «Wir haben nicht mehr Probleme als andere Parteien, aber diese verstecken sie», erläuterte er, weshalb die SVP oft für Schlagzeilen sorgt. Seiner Ansicht nach sind aber auch die Medien schuld daran, dass die SVP in ein schiefes Licht gerückt wird, Journalisten, welche alles aufbauschen und verdrehen, wie z.B. bei der AHV-Debatte.
Er regte sich auch auf, dass namentlich die Linke den Bürgern die Eigenverantwortung abnehmen will. «Haben Jugendliche Probleme, so sind die Eltern oder alle andern schuld, nur nicht die Jugendlichen selber», schilderte er die Haltung der Linken.
Weiter gab er sich überzeugt, dass die Bauern dank den bilateralen Verträgen eine grosse Zukunft vor sich haben. «Mit unseren qualitativ hochstehenden Produkten haben wir im europäischen Markt mit 370 Mio. Einwohnern eine Chance. Es gibt in der EU eine Bevölkerungsschicht, die unsere gesunden Produkte will», hielt er fest.

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