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Tafelrunde im Schloss

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Tafelrunde
im Schloss

Einst sassen an grossen Tafelrunden wildfremde Menschen beim Essen zusammen und unterhielten sich. An dieses Stück Kulturgeschichte wollen die Dialogrunden im Schloss Münchenwiler anschliessen.

Schon vor hundert Jahren waren grosse Tafelrunden, an denen man mit fremden Menschen zusammensass, die übliche Art, auswärts zu essen und miteinander Gespräche zu führen. Bis weit ins 20. Jahrhundert war dies in vielen Gesellschaften üblich.

An diese alte Sitte möchte Heinz Sommer aus Murten nun wieder anknüpfen. Der Organisationsberater und Erwachsenenbildner organisiert monatlich eine Dialogrunde im Schloss Münchenwiler. Bis zu 28 Personen sollen bei gutem Essen und Wein miteinander kommunizieren.

Sommer setzt Dialog in seiner Beratertätigkeit als Kommunikationsmethode ein. Er möchte diese Gesprächsform im Raum Freiburg, Murten und Bern einführen und salonfähig machen. Die Freude an der Kommunikation und ähnliche Dialogrunden in Zürich und im Bergell seien für ihn Grundlage für diese private Initiative.

Strenge Spielregeln

Dialog ist nicht einfach synonym für Gespräch oder Diskussion, sondern ist genauen Regeln unterstellt. Heinz Sommer stützt sich dabei in erster Linie auf das Buch «Der Dialog – Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen» von David Bohm. Der Dialog soll ermöglichen, den individuellen Ideen, Annahmen, Überzeugungen und Gefühlen von Menschen auf den Grund zu gehen. Es gehe nicht darum, die anderen zu überzeugen oder rhetorisch zu brillieren, schreibt Sommer in einer Pressemitteilung. Deswegen wird beim Dialog auch niemand direkt angesprochen.

Der Gesprächsteilnehmer stellt seine Aussage in die Mitte des Raumes. Es werden keine direkten Fragen gestellt, keine Antworten gegeben. Ebenso wird auf zustimmende oder ablehnende Worte verzichtet.

Aussagen sollen in der Schwebe gehalten werden, ohne dass dabei die eigene Meinung unterdrückt wird. Der Dialog soll die Möglichkeit bieten, alle Ansichten gleichermassen zu betrachten. Der Einzelne erhalte so vielleicht die Möglichkeit, sich in eine neue Richtung zu bewegen, meint Sommer.

Zur Dialogrunde treffen sich Menschen, die sich möglichst vorher noch nicht kennen. Zu Beginn begleitet Heinz Sommer die Gruppe. Ziel ist jedoch, dass sich diese mit der Zeit selber steuert. Es wird vorausgesetzt, dass sich die Teilnehmer an die Spielregeln halten. Spezifische Kenntnisse über Kommunikation sind nicht notwendig.

Für Sommer ist der Dialog eine Kunstform. Sie handle von Weisheit. «Wir blicken durch den Schleier der Gedanken», schreibt David Bohm in seinem Buch. hi

Erste Dialogrunde: Mittwoch, 26. Mai. Anmeldungen bis 18. Mai; Tel. 026 672 25 35 oder info@sommer-prozessberatung.ch.
Diskussion ist nicht gleich Dialog

Der Unterschied der Begriffe Diskussion und Dialog zeigt sich bei der Betrachtung ihrer Herkunft. Diskussion stammt vom lateinischen «discutere» (zerschlagen, zerteilen, zerlegen). Dialog setzt sich aus den griechischen Wörtern «dia» (durch) und «logos» (Wort) zusammen. hi

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