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«Tafers ist der richtige Standort für ein Bad»

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«Es passt einfach alles, hier ist der ideale Standort für ein Schwimmbad». Das sagt Robert Sturny, alt Vize-Oberamtmann des Sensebezirks und Präsident der vor sechs Monaten gegründeten «Interessengemeinschaft (IG) Schwimmbad Tafers». Mit hier meint Robert Sturny das sogenannte Asta-Areal im Zentrum des Sensler Hauptortes.

Dieses Gelände, in der Nähe von Kirche, Heim St. Martin und Orientierungsschule wird heute vorwiegend als Parkplatz genutzt. Im letzten Dezember hatte die Gemeindeversammlung von Tafers einen Planungskredit gesprochen, um den Asta-Platz zu überbauen und neu zu gestalten. Am kommenden Dienstag, dem 4. April, lädt der Gemeinderat die Bevölkerung zu einem Workshop ein. «Ich werde bei dieser Gelegenheit unsere Idee für ein Schwimmbad vorstellen», sagt Robert Sturny und präzisiert sogleich: «Es ist mehr als eine Idee, es sind konkrete Pläne.»

25-Meter-Becken geplant

Als passionierter Schwimmer und Mitglied des Kneippvereins Sense trage er schon lange den Gedanken mit sich herum, den Schwimmsport im Sensebezirk populärer zu machen. Als er die Idee letzten Herbst einigen Gleichgesinnten vorgetragen habe, sei er vom positiven Echo überwältigt gewesen. Daraus entstand die IG Schwimmbad Tafers, die nach eigenen Angaben bereits 134 Mitglieder aus dem ganzen Sensebezirk und auch aus dem Seebezirk hat.

Geplant ist ein 25-Meter-Becken, ein kleiner Wellness-Saunabereich und ein Planschbecken. Zudem ist ein Springturm geplant. Dieser sollte ursprünglich zehn Meter hoch werden; dies hätte jedoch die maximal zulässige Gebäudehöhe überschritten. Um langwierige Ausnahmegesuche zu vermeiden, wird der Turm nun auf sieben Meter zurückgesetzt.

Eine solche Anlage entspreche durchaus einem Bedürfnis, sagt Robert Sturny. Auch von den konkreten Plänen für ein Erlebniszentrum mit Kino und Schwimmbad beim Avry-Centre (die FN berichteten) lässt er sich nicht beirren. «Wir sind in der Planung viel weiter als sie.» Ausserdem seien rund um Freiburg in den letzten Jahren ein Dutzend Projekte für Schwimmanlagen präsentiert worden, ohne dass je eines realisiert worden sei.

Er ist überzeugt, dass die Anlage rentieren werde. «Wenn man sieht, wie viele Sensler jeweils ins Westside fahren, dann ist die Rechnung schnell gemacht», so Robert Sturny. Ausserdem denkt er, dass die vielen hundert Jakobspilger, die in Tafers vorbeikommen, das Angebot sehr zu schätzen wissen. «Auch für die Pflegeheime und Schulen ist ein Schwimmbad auf jeden Fall ein Plus.» Recht geben ihm die Berechnungen eines renommierten Wirtschaftsspezialisten: «Sein erarbeiteter Businessplan ist realistisch und stimmt uns optimistisch.»

24,75 Millionen Franken

Baeriswyl Architekten in Alterswil hat eine erste Kostenschätzung verfasst und geht von Baukosten von 24,75 Millionen Franken aus. Ein stolzer Betrag, der Robert Sturny aber nicht abzuschrecken vermag. «Wir sind in Kontakt mit einem potenten Investor.» Wer das ist, will er nicht verraten, nur, dass es sich um einen Taferser handelt, der vor 20 Jahren in die Welt gezogen und dort vom Tellerwäscher zum Milliardär geworden ist. Recherchen der FN haben ergeben, dass es sich dabei um ein Mitglied der Hotelierfamilie Fasel handeln könnte.

Weiter hofft die IG für die Finanzierung auf Gelder der Neuen Regionalpolitik: Ein Gesuch ist bei der kantonalen Kommission für Wirtschaftsförderungsmassnahmen deponiert. Diese hat aber auch klar festgehalten, dass sie nur ein Schwimmbad im Sensebezirk unterstützen wird. Kommt es zu einem Zwist zwischen Tafers und dem Oberland? Denn bereits vor Monaten hat eine zweite Gruppe ein Gesuch eingereicht: Eine Arbeitsgruppe rund um den Plaffeier CVP-Grossrat Daniel Bürdel plant im Sense-Oberland den Bau eines Schwimmbades (die FN berichteten).

«Konkurrenz» weiss von nichts

Konfrontiert mit den Plänen der IG Schwimmbad Tafers, zeigt sich Daniel Bürdel überrascht vom Konkurrenzprojekt. Erst durch die FN hat er davon erfahren. «Uns hat niemand von der IG kontaktiert.» Die Planung für das Projekt im Oberland sei bereits weit fortgeschritten, im Juni will die Arbeitsgruppe die Resultate der Machbarkeitsstudie bekannt geben. Dann wird auch klar, wo dieses Bad gebaut werden soll, denn die Standortfrage war Teil des Studienauftrags. Zur Diskussion standen Schwarzsee, Plaffeien und Giffers.

«Klar ist, dass das Einzugsgebiet des Sensebezirks zu klein ist für zwei Schwimmbäder», hält Daniel Bürdel fest. Wichtiges Argument seiner Arbeitsgruppe für einen Standort im Oberland sei die Nähe zur Region Schwarzsee, die als Tourismusstandort von kantonaler Bedeutung eingestuft ist. «Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen, denn die Touristen bilden in unserem Businessplan eine wichtige Einnahmequelle. Das Bad soll eine Schlechtwetter-Alternative sein.» Dass auch das Projekt in Tafers diese Funktion übernehmen könnte, lässt er nicht gelten. «Behörden und Bevölkerung im Sense-Unter- und Mittelland beschweren sich ja jetzt bereits über den Mehrverkehr, den sie seit der Eröffnung der Poyabrücke hinnehmen müssen.»

Daniel Bürdel ist aber bereit, das Gespräch mit der IG Schwimmbad Tafers aufzunehmen. Gesprächsbereit zeigt sich auch IG-Präsident Robert Sturny: «Wir sind offen für eine Zusammenarbeit.» Er könnte sich allenfalls vorstellen, dem Drei-Meter-Sprungturm den Namen «Kaiseregg» und dem Planschbecken die Bezeichnung «Schwarzsee» zu geben, dies als kleine «Wiedergutmachung» an die Oberländer, ihnen zuvorgekommen zu sein. Er weist zudem darauf hin, dass das Wasser für das Bad ja auch aus dem Oberland kommt, da die Gemeinde Tafers dieses von Plasselb bezieht. «Nur über den Standort diskutieren wir nicht. Die Gelegenheit ist ideal. Wird dieses Gelände anderweitig verplant und überbaut, vergeben wir eine Chance, die wir nur alle 50 Jahre bekommen.»

Reaktion

Syndic ist «grundsätzlich positiv» eingestellt

«Wir haben Kenntnis vom Projekt», sagt der Taferser Ammann Gaston Waeber (SVP) auf Anfrage. Die IG Schwimmbad Tafers sei bereits letztes Jahr an den Gemeinderat herangetreten, um die Idee vorzustellen. «Grundsätzlich sind wir offen für jede Idee rund um die Neugestaltung des Asta-Platzes», sagt er. Deshalb habe der Gemeinderat auch den Weg gewählt, einen Workshop zur Ideenfindung zu veranstalten.

Obwohl die Pläne der IG schon ziemlich konkret seien, halte der Gemeinderat sich die Option offen, weitere Ideen aus der Bevölkerung einzuholen. «Wenn sich aber zeigt, dass eine Mehrheit unserer Bevölkerung und darüber hinaus ein Grossteil des Bezirks hinter einem Taferser Schwimmbad steht, wollen wir dem Projekt nicht Steine in den Weg legen.»

Wichtig sei dem Gemeinderat, dass die Gemeinde finanziell nicht belastet werde durch das Grossprojekt, sagt Gaston Waeber. Die Möglichkeit, dass die Gemeinde das Areal im Baurecht an die künftige Trägerschaft abgibt und sich später «in einer noch zu diskutierenden Form» an den Betriebskosten beteiligt, schliesst er heute nicht aus. «Tafers könnte von einem Schwimmbad auf jeden Fall profitieren.»

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Vorschau

Profile des Springturms stehen

Wie soll das Asta-Areal in Tafers künftig aussehen? Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung am Dienstag, 4. April, zu einem Ideen-Workshop ein (19 Uhr, Mehrzweckraum des Primarschulhauses). Bereits heute Samstag zeigt die IG Schwimmbad Tafers auf dem Asta-Platz, wo der Springturm des künftigen Bads zu stehen kommt. Ein Vertreter der IG wird von 12.30 bis 13.30 Uhr die von Architekt Beat Baeriswyl ausgearbeiteten Pläne vorstellen und Fragen beantworten.

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