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«Tagsüber sitze ich an meiner Bernina, abends stricke ich beim Fernsehen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ich heisse Rosmarie Kaeser und bin 85 Jahre alt. Ich bin im Rufenen in Plaffeien aufgewachsen und wohne seit 1959, als ich meinen Mann geheiratet habe, in Schmitten. Schon früh hatte ich Freude am Handarbeiten bekommen. Bereits mit etwa sechs Jahren habe ich Kleider für meine Puppe gemacht. Ich habe es nicht von meiner Mutter gelernt, sondern meine Cousine Lina hat es mir beigebracht. In der Schule mochte ich Zeichnen und Handarbeiten am liebsten.

Ich wäre gerne Handarbeitslehrerin geworden, doch ging das nicht. Denn eine Ausbildung kostete damals, und meine Eltern hatten das Geld dafür nicht. Deshalb habe ich nur nebenbei Handarbeiten gemacht, aber immer mit grosser Leidenschaft. Obwohl ich keine Ausbildung hatte, lernte ich leicht, neue Sachen zu nähen. So habe ich zum Beispiel viele Sensler Trachten genäht, aber auch sehr viele Hochzeitsröcke. Ich habe mir die Vorlage genau angeschaut und fing an, sie nachzumachen. So gelang es mir, auch komplizierte Röcke, ganz nach Wunsch der Braut und auf ihre Masse, herzustellen. Von jedem Brautkleid habe ich ein Foto bekommen, das hat mich gefreut. Früher habe ich auch die Kleidungsstücke unserer drei Söhne selbst genäht, ebenso Blusen, Röcke, Hosen – sogar Unterwäsche für mich selbst.

Auch heute noch bringen mir die Leute Kleider zum Ändern und Flicken. Nebenbei stricke ich Socken oder nähe Bébé-Sachen, Shorts für Buben und Röcke für Mädchen. Diese werden über die Missionsgruppe Schmitten nach Nepal geschickt, in eine Gegend, die vom Erdbeben heimgesucht wurde. Tagsüber sitze ich an meiner Bernina, abends stricke ich und schaue dazu Fernsehen. Ich habe gerne etwas zu tun.

Aus Vorhangstoff, den mir Leute geschenkt haben, nähe ich kleine Säckchen, in die man das Gemüse und die Früchte packen kann, statt in ein Plastiksäcklein. Das ist mein kleiner Beitrag, dass weniger Plastik in den Weltmeeren herumschwimmt.»

Aufgezeichnet von Imelda Ruffieux

Was bedeutet für Sie Heimat?

«Heimat bedeutet für mich der Ort, an dem ich geboren und aufgewachsen bin. Meine Heimat ist und bleibt Plaffeien, ich werde ein Leben lang mit diesem Dorf verbunden bleiben. Dies, obwohl ich schon so lange in Schmitten lebe und mich hier sehr wohlfühle.»

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