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Tanz auf Distanz

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Scheinbar mühelos begibt sich die 17-jährige Noée Boschung in den Spagat. Elf junge Frauen auf dem grossen Flachbildschirm in der grossen Halle von Dance Gate tun es ihr gleich. Sie sind per Videokonferenz zugeschaltet. Tanzlehrerin Anita Bürki steht neben dem Bildschirm und beobachtet die Tänzerinnen.

Die Tanzgruppe Suspense Dance Company übt für eine Musicalaufführung, die im Dezember stattfinden soll. Gemeinsam mit Noée Boschung und Sarah Riedo hat Anita Bürki die Choreografie für das Musical «The Greatest Show» entwickelt. «Jeden Nachmittag standen wir hier im Lokal und haben zusammen gearbeitet.» Die fertigen Teile der Choreografie habe sie dann auf Video aufgezeichnet und an die anderen Tänzerinnen geschickt, die die Choreografie zu Hause einstudiert haben.

«Es war schon immer mein Wunsch, ein Musical zu machen», erklärt Anita Bürki. Vor allem das Filmmusical «The Greatest Showman» mit Hugh Jackman in der Hauptrolle hatte es ihr angetan und dient als Vorlage für das Musical der Tanzschule. «Die Musik im Film hat uns sehr gut gefallen.» Konkret wurde die Idee dann in diesem Jahr. In einem öffentlichen Casting konnten alle Rollen passend besetzt werden. Die zehn gecasteten Sängerinnen und Sänger stammen aus dem Sensebezirk. Sie verkörpern die Hauptfiguren und singen mit den Tänzerinnen im Chor. Als Unterstützung hat die Tanzschule einen Vocal Coach engagiert. An einem Workshop im Juni sollen dann erstmals alle Beteiligten aufeinandertreffen.

Training mit Einschränkungen

Das Drehbuch schrieb Anita Bürki selbst. Sie orientierte sich dabei an der Filmvorlage. Die Zeit dafür fand sie ausgerechnet dann, als sie eigentlich ihre Skiferien geplant hatte: «Ich erlitt kurz davor eine ziemlich schwere Verletzung. Ich ging trotzdem mit in die Ferien, und während mein Mann Ski fuhr, schrieb ich in unserer Pension am Drehbuch.»

Aufgrund der Richtlinien des BAG zur Eindämmung des Coronavirus haben die vier beteiligten Tanzgruppen, die für das Musical üben, über die Videokonferenz-Software Zoom an ihren Tanzschritten gefeilt. Das war für alle Beteiligten eine Herausforderung. «Es ist natürlich schwieriger zu sehen, ob jemand einen Fehler macht», so Anita Bürki. Alle Tänzerinnen hätten sich mittlerweile blaue Flecken geholt, da bei vielen zu Hause der Platz fehle. Hinzu kommen die leichten Verzögerungen bei dem Videosignal, die es natürlich verunmöglichen, dass die Tänzerinnen synchron sein können. Auch für Noée Boschung, die normalerweise mit ihren Kolleginnen im Tanzsaal steht, ist die Situation ungewohnt: «Wenn man die Leute während dem Tanzen anschauen kann, gibt das einem Kraft. Alleine kann man nicht so stark tanzen wie in der Gruppe.»

Bewilligung für Leistungssport

Auf die Frage, ob die Disziplin per Videokonferenz gleich hoch ist wie sonst, blickt Anita Bürki zu Ihren Schülerinnen: «Was sagt ihr dazu?» Nach einem kurzen Schweigen lacht eine der jungen Frauen heraus: «Nein!» Doch damit ist ab heute Montag Schluss. Die Leistungsklassen dürfen ab dieser Woche wieder trainieren. Da­runter fallen drei der vier Tanzgruppen, die an der Musicalaufführung auftreten werden. Sie werden im Bereich Leistungssport eingestuft. Somit gehören sie zu den Sportlerinnen und Sportlern, für die das Bundesamt für Gesundheit die Massnahmen gelockert hat.

Im Dezember will die Tanzschule das Musical gleich an drei Abenden im Podium Düdingen aufführen. Über eine allfällige Absage des Musicals macht sich Anita Bürki zurzeit keine Gedanken. Im schlimmsten Fall werde man die Auftritte halt verschieben.

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