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Teamarbeit hält Pfarrei lebendig

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Rolf Schneider möchte die 12-jährige Amtszeit als Pfarreirat und Pfarreipräsident auf keinen Fall missen. «Ich durfte Leuten begegnen, die ich sonst wohl nie kennen gelernt hätte. Vor allem auch im sozialen Bereich machte ich Erfahrungen, die in meinem Beruf nicht unbedingt zur Geltung kommen», erklärt der gelernte Bankfachmann und ist erstaunt darüber, wie viele Leute freiwillig und ehrenamtlich mitarbeiten, um die Kirche am Leben zu erhalten. Er ist überzeugt, dass die Kirche Zukunft hat, wenn sie bereit ist, all die Leute, die in Vereinen und Organisationen aktiv sind, ernst zu nehmen und richtig einzusetzen. «Jubla, KAB, Frauen- und Müttergemeinschaft usw. sind Quellen, die man anzapfen muss», betont er. «Ich habe zum Beispiel gelernt, dass in den Jugendvereinen nicht nur gespielt wird. Leiterinnen und Führer investieren sehr viel Zeit und Einsatz in die Betreuung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen. Die wenigen Franken, die wir für diese Vereine aufwenden, sind gut investiertes Geld.» «Die Kirche wird weiter bestehen, aber nicht mehr wie vor dreissig Jahren», hält er fest und erwähnt in diesem Zusammenhang die Errichtung von Seelsorge-Einheiten in Deutschfreiburg. Rolf Schneider war selber Mitglied der Projektgruppe für die Planung der Seelsorge-Einheit Düdingen-Bösingen. «Zu Beginn war es fast unvorstellbar, dass etwas Neues über die Pfarreigrenzen hinaus entstehen könnte», führt er aus und ist überzeugt, dass die Seelsorge-Einheiten unter den gegebenen Umständen (Mangel an Seelsorgern, Beibehaltung des Zölibats usw.) wohl der einzig gangbare Weg sind. «Die vernetzte Seelsorge ist das, was wir in dieser Situation machen können.» Seelsorge stützt sich auf Teamarbeit ab Er ist sich bewusst, dass das Seelsorge-Angebot eingeschränkt werden muss, glaubt aber, dass die Bevölkerung das neue Modell mit der Zeit akzeptieren wird. Rolf Schneider weist darauf hin, dass die Pfarrei Düdingen schon Erfahrungen gemacht hat mit einer pfarrerlosen Zeit. «In unserer Pfarrei stützt sich die Seelsorgearbeit schon lange auf ein Team ab und nicht nur auf den Pfarrer allein.» Er glaubt nicht, dass durch diese Neuerungen eine zusätzliche Abwanderung aus der Kirche (sprich Kirchenaustritte) stattfinden wird. In Düdingen seien Austritte kein grosses Problem. Gewehrt haben sich die Pfarreipräsidenten allerdings gegen ein Dokument von Bischof Bernard Genoud. Darin hatte dieser vorgesehen, dass ein Austritt aus einer Pfarrei nicht unbedingt den Austritt aus der Kirche nach sich ziehe. Unterdessen hat der Bischof dieses Papier wieder zurückgezogen. Sich für die Öffentlichkeit engagieren «Als junger Familienvater war ich angefragt worden, ob ich nicht bereit wäre für ein politisches Mandat. Vor allem aus beruflichen Gründen verzichtete ich darauf, war aber durchaus bereit, mich für die Öffentlichkeit zu engagieren», erklärt Rolf Schneider auf die Frage, weshalb er sich 1991 als Pfarreirat zur Verfügung gestellt habe. «Wenn man ein solches Amt übernimmt, muss man aber auch hinter der Institution Kirche stehen können», hält er fest. Während der ersten Amtsperiode wurden ihm als Bankfachmann die Finanzen anvertraut. Das habe ihm erlaubt, mehr im Hintergrund zu arbeiten und sich gleichzeitig in die Aufgabe eines Pfarreirates einzuarbeiten. «Ich lernte sehr viele Leute kennen und konnte erfahren, welche Anfragen und Ansprüche sie an die Kirche stellen. Auch Erwartungen, die hie und da gedämpft werden mussten.» Nach den Wahlen 1996 wählten ihn seine Kolleginnen und Kollegen zum Präsidenten. Gleichzeitig übernahm er für drei Jahre auch das Präsidium der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs. Frischen Wind ermöglichen «Mit einem solchen Mandat ist eine gewisse Belastung verbunden. Aber auch die berufliche Beanspruchung nahm zu», begründet er seine Demission nach der zwölfjährigen Amtszeit. Er hofft aber, dass durch seinen Rücktritt auch wieder ein frischer Wind wehe. Damit die Nachfolge geregelt werden kann, hat er seinen Rücktrittsentscheid schon früh gefällt und seinen Kollegen mitgeteilt. «Es wird heute immer schwieriger, Leute für ein solches Amt zu finden», betont er. Besonders beeindruckt hat ihn während seiner Amtszeit die gute Kollegialität im Pfarreirat. Da auf keine politischen Strömungen Rücksicht genommen werden muss, können die Probleme sachlich angegangen werden. «Da der Pfarreirat sehr viel Administratives selbst erledigen muss, ist es wichtig, dass jeder seinen Job macht», erklärt er und hält fest: «Ich sagte mir während der ganzen Amtszeit nie, es stinkt mir, an die Sitzung zu gehen.» Er hofft, dass die gleiche Atmosphäre auch in der neuen Zusammensetzung des Pfarreirates herrschen wird.

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