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Teufelchen und Heilige

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Werke von Martine Orsoni in der Galerie de la Schürra

Zum Beginn ihrer Künstlerkarriere beschäftigte sich die in Antibes geborene und in Marseille ausgebildete Künstlerin vor allem mit drei bis vier Meter hohen Skulpturen. Sie benützt Kunststoff, den sie formt und bemalt, meistens in hellen, leuchtenden Farben.

Spezieller Charme der Skulpturen

Zu ihren damals noch überlebensgrossen Skulpturen befragt, antwortete die Künstlerin: «Ich manipuliere sie ein wenig wie immensgrosse Spielzeuge, leicht wie schwebende Wolken, die sich in den Himmel loslösen.» Heute sind die Skulpturen von Martine Orsoni kleiner geworden. Manche sind nur noch etwa 30 cm klein. Der witzige Ausdruck, manchmal frech provozierend, manchmal vordergründig scheinheilig, macht den speziellen Charme der Werke aus.

Ein Vergleich mit den Kunststoff-Skulpturen von Niki de St.-Phalle ist möglich. Beide haben immer wieder das Thema Frau im Zentrum. Im Ausdruck und in der Botschaft, die sie mit ihrer Kunst vermitteln wollen, sind sie aber doch verschieden voneinander.

Einzigartige Bilder in Öl

Computer und Kunst interpretiert Martine Orsoni auf sehr bunte Art und Weise, weg vom technischen Aspekt. Unter dem Titel: Martine Orsoni/SPW können in Pierrafortscha einzigartige Bilder in Öl auf Leinwand bewundert werden. SP steht für Saint-Paul (de Vence), wo die Künstlerin heute lebt und das W steht für Web. Die Bildoberfläche ist meistens mit grell-bunten Farben gemalt. Rot, Pink, Orange, leuchtendes Grün und tiefes Blau. Hauptthema sind die Frauen.

Erotisches
mit Teufelchen und Mäusen

In den Bereichen Haushalt, Küche und Vergnügen spielen sich verschiedenste Szenen ironisch-witzig ab. Erotische Situationen werden häufig mit roten Teufelchen garniert. Vorwitzige grüne Mäuse, die nach den üppigen Schenkeln der Evas beissen, sind allgegenwärtig. Auf den Bildleisten, wie bei den Computeroberflächen, lässt sich manche Lebensgeschichte nachlesen.

Die Titel wurden sorgfältig ausgewählt: «Le choix des âmes», eine Ansammlung von übergrossen Augen auf schwarzem Grund oder «Duo sur le canapé», «Un temps de chien» zeigt Frau, Hexe und Raabe. «Maux de coeur» oder Herzschmerz ist ebenso vertreten wie das Thema Fernsehen und das von Generationen von Malern verwendete «Déjeuner sur l’herbe».
Bei Martine Orsoni fehlt auf der Picknick-Szene allerdings der Mann.
Die erste Einzelausstellung mit Werken der Künstlerin fand 1983 in Ostende statt. Seither folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, an der Biennale Internationale Jeune Peinture in Cannes, in Paris, Vallauris, in Deutschland und diesen Sommer in der Galerie de la Schürra in Pierrafortscha. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Juli zu sehen.

Galerie de la Schürra, 1723 Pierrafortscha, Freiburg. Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 14-18 Uhr, und auf telefonische Abmachung unter der Nummer: 026/4588675.

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