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TPF reagieren auf Kinderkrankheiten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: URS HAENNI

Die S-Bahn Freiburg ist seit dem 11. Dezember das Herzstück des öffentlichen Verkehrs im Kanton Freiburg mit einer neuen, direkten Bahnverbindung zwischen Bulle und Freiburg sowie neuem Rollmaterial auf dem gesamten TPF-Netz.

Doch die neue S-Bahn macht nicht alle glücklich. Rund 200 bis 300 Pendler im Süden des Kanton müssen Busse nach Bulle oder Romont nehmen, um zu Schul- oder Arbeitsplatz zu gelangen oder dort in den Zug zu steigen. Und vor allem der Busbetrieb zwischen Bulle und Romont hat mehr Probleme gebracht als erwartet. Während ein Schüler-Bus am Morgen aus dem Fahrplan verschwand, haben häufige Verspätungen der Busse dazu geführt, dass Fahrgäste den Anschlusszug verpassten. Auch der Einsatz von Gelenkbussen auf dieser Landstrasse war nicht immer problemlos. Einmal ist ein solcher Bus von der Strasse gerutscht. Benachteiligt fühlen sich auch die Bewohner des Flon-Tales, welche Verbindungen am Morgen und am Abend vermissen.

Kritik und eine Petition

Die Bevölkerung und die betroffenen Gemeinden haben auf diese Mängel mit Reklamationen, Briefen und zuletzt gar einer Petition reagiert. Es kam die Forderung auf, die TPF sollten zwischen Bulle und Romont einen Regionalzug statt Busse einführen.

Die TPF haben auf die Kritik reagiert und wollen auf den 6. Februar hin Änderungen einführen. Die Verkehrsbetriebe informierten dazu am Mittwoch die Behörden der Region und gestern die Medien.

Bereits seit dem 9. Januar hält ein von Romont her kommender Mittagsbus unterhalb des Schlosses Bulle, um Schüler näher bei der Orientierungsschule auszuladen. Ebenfalls für die Schüler wird ein zusätzlicher Bus morgens um 7 Uhr eingeführt. «So stopfen wir ein Loch im Halbstundentakt», sagte TPF-Direktor Vincent Ducrot gestern.

Reaktion auf Baustelle

Die Verbindungen ab der S-Bahn Richtung Flon-Tal werden nach dem 6. Februar wieder gewährleistet sein, indem der Bus ab Bahnhof Romont fünf Minuten später abfährt.

Die häufigen Verspätungen von Bussen sollen korrigiert werden, indem Busse zu Spitzenzeiten etwas früher abfahren und zwischendurch eine kleine Abkürzung nehmen. «Dadurch gewinnen wir vier Minuten. Wir können so den Anschluss garantieren, selbst wenn es auf der Strasse eine Baustelle hat», so Ducrot. Tatsächlich hatte zuletzt eine Baustelle Verspätungen provoziert. Derzeit stehe die Baustelle aufgrund der tiefen Temperaturen still, und prompt sei die Pünktlichkeit der Busse auf 96 Prozent gestiegen, so Ducrot. Allerdings werden die Bauarbeiten noch länger andauern.

«Schliesslich überlegen sich die TPF, statt der geräumigen Gelenkbusse zwei kleinere Busse einzusetzen», sagte der TPF-Direktor. Er meinte aber auch, bisher aufgetretene Probleme seien zum Teil auf die Unerfahrenheit der Chauffeure auf der für sie neuen Strecke zurückzuführen.

Kein neuer Regionalzug

Eine Absage erteilte Ducrot den Forderungen, einen Regionalzug-Betrieb aufzunehmen. Dies sei aufgrund der Einspurigkeit der Strecke kurz- und mittelfristig nicht möglich. Auch mehr Halte der S-Bahn-Züge zwischen Bulle und Romont seien nicht realistisch. Die bisherigen Bahnhöfe seien nur Kreuzungspunkte und nicht als moderne Bahnhöfe ausgerüstet. Zudem würden dadurch kostbare Minuten verloren gehen, und die S-Bahn wäre dann weniger wettbewerbsfähig.

Bei der gestrigen Medienkonferenz zeigten sich Martin Tinguely vom kantonalen Amt für Mobilität sowie der Oberamtmann des Glanebezirks, Willy Schorderet, über die geplanten Massnahmen der TPF befriedigt. Tinguely lobte: «Die TPF nahmen die Kritiken entgegen, sie waren seit Wochen in Kontakt mit unserem Amt, und sie können jetzt bereits konkrete Vorschläge präsentieren.» «Die Einführung dieser Massnahmen per 6. Februar, das ist sehr schnell.»

Auch Oberamtmann Schorderet lobte die schnelle Reaktion der Verkehrsbetriebe. In den getroffenen Massnahmen sieht er eine dauerhafte Lösung für die Probleme.

TPF-Direktor Vincent Ducrot (Mitte) glaubt, dass die geplanten Massnahmen die Probleme zwischen Bulle und Romont beheben.Bild vm

Bilanz:Zahlen besser als erwartet

Für eine fundierte Bilanz zum Start der S-Bahn ist es nach rund 40 Betriebstagen noch zu früh – vor allem auch, weil noch Weihnachten und Neujahr in diese Zeit fielen. Die TPF würden nach 100 Tagen ein erstes Fazit ziehen, so ihr Sprecher Martial Messeiller. «Wir haben ein Kundenverhalten, wie wir es ungefähr erwartet haben», sagte TPF-Direktor Vincent Ducrot. «Wir haben sogar eine leichte Überbelegung. Vor allem ab Bulle sind die Sitzplätze oft knapp.» Gemäss Ducrot würden noch wenig Fahrgäste direkt von Bulle nach Bern fahren, etwa zehn pro Tag. Hingegen füllten sich die Züge an beiden Enden den Strecke gut. Störungsanfällig sei die S-Bahn vor allem aufgrund der Einspurigkeit beim Bahnhof Freiburg. Deshalb könne auch eine grössere Störung wie kürzlich in Zürich Auswirkungen auf Freiburg haben.uh

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