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Überraschend, weil früher als geplant

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Autor: Frank Stettler

Überraschend hat sich der SC Düdingen rund eine Woche nach dem Saisonende von Trainer Martin Weber getrennt. «Für das Umfeld ist dieser Entscheid sicher überraschend, für uns hat sich die Trennung in den letzten Wochen aber abgezeichnet», sagt Düdingens Co-Präsident Beat Hirschi. «Nach der Negativspirale in der Rückrunde (Red.: acht Niederlagen in neun Spielen) haben wir uns Gedanken gemacht, wie die Zukunft aussehen könnte. Da wir jetzt einen Neuaufbau planen – wir haben einige arrivierte Spieler, die nicht mehr so lange dabei sein werden – kamen wir zum Schluss, dass wir diese Herausforderung gleich einem neuen Trainer überlassen wollen.» Martin Weber habe selbstredend enttäuscht auf die Trennung reagiert, so Hirschi. «Alles andere wäre ja auch nicht normal.»

Niederlagen als Auslöser

Geplant war der Wechsel auf der Trainerbank eigentlich für die übernächste Saison. «Die Niederlagenserie hat aber eine gewisse Angst ausgelöst, dass wir ein Malaise in die nächste Saison mitnehmen und dann reagieren müssen. So ist es ein sauberer Schlussstrich», hält Hirschi fest. Martin Weber habe den SC Düdingen dort hingeführt, wo er ist – ins Mittelfeld der 1. Liga. «Er und die Mannschaft haben vier Jahre sehr gute Arbeit geliefert. Trotzdem gab es Zeichen von Abnützungserscheinungen. Es waren zwar noch keine Alarmzeichen, aber Zeichen, die man wahrnehmen muss», so Hirschi, weshalb Weber trotz einem noch für ein Jahr gültigen Vertrag gehen musste.

«Genau der richtige Mann»

In einem Drei- bis Vier-Jahres-Plan soll jetzt der Umbau mit der Integration von jungen Spielern folgen. «Wir wollten jemandem anderen die Chance geben, neu anzufangen», erklärt Hirschi weiter. Die Wahl war schon seit langem auf Martin Lengen gefallen. Bevor dieser die letzte Saison als Trainer bei 2.-Ligist Kerzers amtete, war er während Jahren Assistenztrainer in Düdingen. «Vor einem Jahr haben wir Lengen wissen lassen, dass er unser künftiger Trainer sein wird. Zunächst sollte er aber erste Erfahrungen als Cheftrainer sammeln. Statt 2013 kehrt er nun schon jetzt zurück. Martin Lengen ist ein sehr erfolgsorientierter, kommunikativer Trainer. Für unsere Strategie mit jungen Spielern ist er genau der richtige Mann», ist Beat Hirschi überzeugt. Lengen unterschrieb beim SC Düdingen für ein Jahr mit einer Option auf zwei weitere. Mit ihm wechselt auch sein Assistent in Kerzers, Andreas Bachofner, zu den Senslern.

Im Sinne der Strategie integriert Düdingen Luca Hagi, Vegim Berisha (beide 2. Mannschaft) sowie Giuseppe Thurnherr (Inter A) ins Fanionteam. Weitere Transfers neben Frédéric Piller und Yann Hartmann (beide vom FC Freiburg) sollen demnächst bekannt gegeben werden.

Martin Weber:«Hoffe, es war ein guter Entscheid für Düdingen»

Martin Weber erfuhr am Sonntagabend nach der Rückkehr aus seinen Ferien von seiner Absetzung. «Klar bin ich enttäuscht. Vor allem der Zeitpunkt ist überraschend und doch sehr unglücklich gewählt. In zwei Wochen startet das Training wieder. Das Programm steht.» Zudem habe er so kurzfristig keine Chance, einen neuen Trainerjob zu finden. Und dies, nachdem er in den vergangenen Jahren etlichen Vereinen abgesagt habe, auch besseren Clubs als Düdingen, so Martin Weber.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel sei die Trennung aber auch für ihn nicht gekommen. «Ich bin schon lange in diesem Geschäft und kenne die Menschen. Das Verhalten von einigen war in den letzten Wochen vielsagend», so Martin Weber. Trotz dem unschönen Abgang möchte der Berner die vier Jahre als Trainer des SC Düdingen nicht missen. «Ich habe meine Ziele mit dem Verein erreicht. Darauf bin ich stolz. Sportlich hatte Düdingen so gute Zeiten wie noch nie. Man verlässt nie gerne einen Club, der einem ans Herz gewachsen ist. Aber so ist das Fussball-Business. Der Entscheid wurde nun einmal getroffen. Ich hoffe, es war ein guter für den SCD.»fs

Martin Lengen (l.), der ehemalige Assistent von Martin Weber, kehrt als Cheftrainer zum SCD zurück.Bild Corinne Aeberhard/a

Martin Lengen:«Ich weiss, wie es in der 1. Liga abgeht»

Es sei auch für ihn überraschend gewesen, dass er bereits jetzt zu Düdingen zurückkehre, so Martin Lengen. «Dass ich früher oder später wieder für Düdingen arbeite, war in Planung. Nun ist es aber schneller gegangen als erwartet.» Nach nur einem Jahr als Cheftrainer in der 2. Liga freut sich Lengen auf die Herausforderung. «Es ist nicht alltäglich, dass man so schnell eine Chance erhält.» Bedenken, dass die 1. Liga noch eine Nummer zu gross für ihn sein könnte, hat er nicht. «Ich weiss, wie es in der 1. Liga abgeht, zumal ich ja bereits Assistent bei Düdingen gewesen bin. Zudem habe ich selbst auf höchstem Niveau gespielt», so Lengen, der unter anderem für die Young Boys, Sitten und Luzern verteidigt hat.

Ziele für die nächste Saison seien zusammen mit dem Vorstand noch keine ausgegeben worden. «Das hängt auch vom Kader ab.» Sicher wolle er aber die vielen guten jungen Spieler im Club an die Spitze führen. «Es ist nicht möglich, gleich elf junge Spieler aufzustellen. Aber dieser Prozess muss nun beginnen.» Martin Lengen beschreibt sich als Trainer, der den Spielern viel gibt, aber dementsprechend auch viel verlangt. «Ich erwarte Disziplin, Leistung und dass jeder immer alles gibt.»fs

FC Kerzers: Rückkehr von Bruno Stulz

Als Nachfolger von Martin Lengen verpflichtet der 2.-Ligist FC Kerzers Bruno Stulz. Dieser ist im Seeland kein Unbekannter, führte er die Kerzerser doch in den Jahren 2005 bis 2009 von der 3. Liga bis in die 2. Liga interregional. Zuletzt war Stulz als Trainer der 2.-Ligisten Giffers-Tentlingen und Aarberg engagiert gewesen. Stulz kenne den FCK aus dem Effeff und könne auf ein sehr junges Team weiter aufbauen, so Sportchef Guido Wildhaber in einem Communiqué. Martin Lengen habe man keine Steine in den Weg legen wollen, heisst es weiter.fs

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