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Umfrage für ein neues Abfallreglement

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Müllsäcke, die am Wochenende die Strassen verunstalten, Abfall, der nicht sauber getrennt wird, verdreckte Sammelstellen: Das Thema Abfall ist auch in der Stadt Freiburg ein Dauerbrenner für Bevölkerung und Behörden. «Es ist ein Fass ohne Boden», sagt Gemeinderätin Andrea Burgener Woeffray. Die Gemeinde ergreife laufend Massnahmen, um die Probleme zu lösen. Jetzt aber will die Stadt ihre Abfallbewirtschaftung grundsätzlich überdenken und in den nächsten zwei bis drei Jahren ein neues Reglement erarbeiten.

«Das Thema Abfall betrifft alle»

«Wir wollen keine schnellen und einfachen Lösungen, sondern eine grundlegende Neuorganisation», sagte Andrea Burgener Woeffray gestern vor den Medien. Dabei sei es dem Gemeinderat wichtig, die Bevölkerung einzubeziehen. «Das Thema Abfall betrifft alle; viele Leute wenden sich deshalb an uns.» Die Meinungen will die Stadt nun systematisch erfassen und dazu eine Umfrage lancieren: 2500 zufällig ausgewählte Haushalte werden direkt angeschrieben; wer die Fragen aus eigenem Antrieb beantworten möchte, kann dies auch tun (siehe Kasten).

Mit dem neuen Reglement reagiere die Stadt auf verschiedene aktuelle Entwicklungen, sagte Dominique Riedo, Chef des Sektors Energie und nachhaltige Entwicklung. Die Bedürfnisse der Bevölkerung hätten sich ebenso verändert wie die Prinzipien der Abfallbewirtschaftung und der rechtliche Rahmen. Auf Bundesebene trat 2016 eine neue Verordnung in Kraft, und auf Kantonsebene ist eine Gesetzesrevision im Gang. Es gehe darum, das Stadtfreiburger Reglement aus dem Jahr 1998 anzupassen.

Der Grundgedanke sei, vom veralteten Einwegmodus zur Kreislaufwirtschaft überzugehen, sagte Andrea Burgener Woeffray: Anstatt Ausrangiertes und Verbrauchtes zu entsorgen, soll es wo immer möglich wiederverwertet werden. Dazu braucht es geeignete Trenn- und Sammelmethoden. Die Stadt prüfe verschiedene Möglichkeiten, so Dominique Riedo. Er denkt dabei etwa an mobile Sammelstellen, an Unterflur- oder Halbunterflursysteme oder an ein Trennsystem mit Kehrichtsäcken in verschiedenen Farben.

Dass Handlungsbedarf besteht, bestätigte François Dunand, Chef des städtischen Strasseninspektorats. Es gebe zwei grosse Probleme, sagte er: Zum einen würden oft Abfallsäcke ausserhalb der offiziellen Sammeltage an den Strassenrand gestellt, vor allem am Wochenende und an Feiertagen. Zum anderen werde an den Sammelstellen viel Abfall neben den Containern deponiert. «Wir tun, was wir können, um dagegen vorzugehen.» Was die Müllsäcke angehe, so würden diese regelmässig untersucht, um herauszufinden, wer sie deponiert habe. Anfangs habe man die Verursacher nur verwarnt, jetzt werde gebüsst. Dunand betont aber, man sei sich bewusst, dass das Problem Ausdruck eines Bedürfnisses sei: Wer in einer kleinen Wohnung lebe und womöglich nicht einmal einen Balkon habe, warte ungern auf den nächsten Sammeltag, um den stinkenden Müll loszuwerden.

Ähnliches gilt für den Unrat bei den fünfzehn städtischen Sammelstellen: Auch hier wird vor allem am Wochenende viel Abfall neben den Containern abgelegt. Für Gemeinderätin Burgener Woeffray zeugt dies weniger von böser Absicht als von Überforderung: «Typisch sind die säuberlich aufgereihten Waschmittelflaschen vor dem PET-Container. Die Leute wissen, dass diese Flaschen nicht in die PET-Sammlung gehören, aber sie wissen nicht, wohin damit. Ich sehe das als Aufforderung, dass wir uns darum kümmern sollen.»

Befragung

Erste Ergebnisse im Herbst

Um die Schwierigkeiten und Bedürfnisse der Bevölkerung in Sachen Abfall zu erheben, lanciert die Gemeinde eine breit abgestützte Umfrage. Sie hat zum einen das Umfrageinstitut M.I.S. Trend damit beauftragt. Das Institut wird 2500 zufällig ausgewählte Haushalte direkt anschreiben und einladen, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Zahl von 2500 Haushalten sei die Repräsentativität gewährleistet, erklärte Sektorchef Dominique Riedo. Darüber hinaus können sich alle Interessierten auf eigene Initiative an der Umfrage beteiligen. Die Antworten der beiden Gruppen werden separat ausgewertet. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen und dann in die Strategie und das künftige Abfallreglement einfliessen.

cs

Infos und Link zur Umfrage unter: www.ville-fribourg.ch

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