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Umweltschutz statt Umweltschmutz

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Die belasteten Standorte des Kantons Freiburg werden erstmals umfassend registriert

Autor: Von JOHANNESHOFSTETTER

«Sinn und Zweck des Umweltbelastungs-Verzeichnisses ist es, jene Deponien, Betriebsstandorte und durch Unfälle verschmutzten Gebiete im Kanton Freiburg zu bestimmen, für welche zwecks Abklärung eines Überwachungs- oder Sanierungsbedarfs weitergehende Untersuchungen durchgeführt werden müssen.» Dies erklärte Loïc Constantin, Abteilungsleiter Abfall des Amtes für Umweltschutz, an einer Medienkonferenz. Die Kosten für die allfälligen Wiederinstandstellungen werden dem Belastungs-Verursacher oder – falls dieser nicht mehr ermittelt werden kann – vom Grundstückbesitzer verrechnet.

Belastendes Erbe

Obwohl die seit einigen Jahren gültigen Bestimmungen über die Standortwahl, die Errichtung sowie den Betrieb von Deponien und Industriebetrieben die Umweltrisiken massiv begrenzt haben, hat der Kanton Freiburg laut Baudirektor Claude Lässer alles Interesse daran, die gefährdeten oder bereits verschmutzten Zonen zu registrieren.

Der Grund: «Wir haben mit dem Erbe problematischer Situationen, die aus bestimmten früheren Praktiken hervorgegangen sind, umzugehen. Und die Sanierung belasteter Örtlichkeiten ist ein prioritärer Bereich des Umweltschutzes.» Erst die Erstellung des Katasters wird es gemäss Lässer ermöglichen, die Tragweite der Problematik sowie die Bereitstellung der Mittel, die für den Boden- und Gewässerschutz sowie die Luftreinhalteordnung nötig sind, abzuschätzen.
Eine erste Auslegeordnung habe ergeben, dass im Kanton Freiburg rund fünftausend Standorte eingehender untersucht werden müssen. Von einer dramatischen Lage könne allerdings trotz dieser imposanten Zahl keine Rede sein, schränkte Constantin ein. «Mehrere hundert Lokalitäten müssen nur deshalb unter die Lupe genommen werden, weil keine Unterlagen vorhanden sind. Bei unzähligen weiteren Standorten handle es sich um irgendwelche private und illegale Mülldeponien im Wald.

Kein Mangel an Informationsquellen

Wer immer den Gesamtplan erarbeiten wird (die Offertenausschreibung ist am Freitag erfolgt): Verwertbares Material ist in Hülle und Fülle vorhanden. Einerseits verfügt das Staatsarchiv über eine Menge interessanter Daten über Kiesgruben, Deponien, Industriebetriebe und Unfallstandorte. Andererseits sind im Kanton Freiburg mit Hilfe der Polizei, der Förster sowie der Jagd- und Fischereiaufseher schon mehrere Kampagnen zur Erhebung von Standorten zur Ablagerung von Abfall durchgeführt worden; vor rund 30 Jahren wurden erstmals Karten und Akten über dieses Thema erstellt. Seit 1874 sind dank der topografischen Landeskarten Informationen über Terrainabtragungen und -aufschüttungen verfügbar. Darüberhinaus führt der Bund eine Unternehmensliste, in der über 30 000 Firmen des Kantons Freiburg eingetragen sind.

Schliesslich hofft Claude Lässer auch auf die Mithilfe der Gemeinden. Selbst wenn ihm bewusst ist, dass sich jemand, der plötzlich auf der Kanzlei auftaucht und Einsicht in laufmeterweise gelagerte Dossiers verlangt, «beim Verwaltungspersonal vielleicht nicht sonderlich beliebt macht», wie der Baudirektor einräumte.
«Der Kanton Freiburg hat beschlossen, alles daran zu setzen, damit das Verzeichnis belasteter Standorte innert nützlicher Frist erstellt werden kann», betonte Loïc Constantin. Daran, dass die Zielvorgabe – das Kataster muss laut Bundesverordnung bis zum 31. Dezember des Jahres 2003 fertiggestellt sein – zweifeln weder Constantin noch Baudirektor Claude Lässer: «Wir stehen zwar erst am Anfang der Arbeiten. Angesichts der Tatsache, dass der Zeitplan wohl kaum durch allzu viele böse Überraschungen durcheinander gebracht werden wird, gehen wir davon aus, dass wir den Gesamtplan in zweieinhalb Jahren vorlegen können», erklärte der Staatsrat.

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