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Unbequeme Fragen rund um das Sekretariat des Grossen Rates

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Autor: ARthur Zurkinden

freiburg «Ein Aderlass hat innerhalb weniger Monate das männliche Personal im Sekretariat des Grossen Rates dezimiert», stellt der unabhängige Louis Duc in einer Anfrage an das Büro des Grossen Rates fest und will wissen, was geschehen ist. Nach seinen Worten brodelt es in der Gerüchteküche, wobei von einem sehr schlechten Arbeitsklima im Sekretariat die Rede sei. Dabei weist er auf Briefe hin, die von den betroffenen Personen an die höchsten Staatsstellen gerichtet wurden, begleitet von Arztzeugnissen. Es handle sich um Personen, die ihre Arbeit gerne im Dienst der Grossräte ausgeübt hätten.

Eine Omertà

«Wie konnte es zu einer solchen Situation kommen? In meinen 20 Jahren als Grossrat habe ich noch nie einen solchen Aderlass erlebt», fährt Louis Duc fort und spricht dabei gar von einer «Omertà», was in der Mafia-Sprache als Schweigepflicht verstanden wird.

Laut Louis Duc sind Mitarbeiter psychisch angeschlagen und leiden unter Depressionen. Er will deshalb rasch vernehmen, was vorgefallen ist. Und falls Führungsfehler begangen wurden, will er wissen, ob die betroffenen Personen rehabilitiert und wieder in den Dienst des Grossen Rates aufgenommen werden.

Im Visier hat Louis Duc zweifelsohne Generalsekretärin Monica Engheben, die Ende Juni Staatskanzlerin des Kantons Neuenburg wird. Wie sie gegenüber den FN sagt, verlässt sie Freiburg mit einem ruhigen Gewissen. Sie verneint auch die Frage, ob es in letzter Zeit zu mehren Abgängen gekommen sei. Ansonsten verweist sie auf die Antwort des Büros des Grossen Rates und auf die Person von Louis Duc und lässt so durchblicken, dass dieser nicht unumstritten ist.

Grossratspräsident ist überrascht

In einer ersten Reaktion zeigte sich Grossratspräsident Pierre-André Page überrascht von dieser Anfrage. Er weist bloss auf einen Weggang eines Weibels nach kurzem Engagement hin. Ihm habe die Arbeit nicht gefallen. Er will jedoch die Situation analysieren und rasch auf die unbequemen Fragen antworten.

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