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Unerwünschtes Logistikzentrum

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Brief an die FN

Unerwünschtes Logistikzentrum

In unmittelbarer Umgebung des geplanten Logistikzentrums von Aldi (FN vom 20. Januar 2007) befinden sich keine Wohnhäuser. Es liegt nahe der Autobahn. An der Zufahrtstrasse hat es ebenfalls keine Wohnhäuser.Ganz anders ist das beim in Sévaz geplanten Logistikzentrum von Lidl. Die Baustelle von Aldi wurde ihrer Grösse wegen in den Medien als «pharaonisch» bezeichnet. Das geplante Zentrum von Lidl in Sévaz ist flächenmässig doppelt so gross; die Zufahrt führt unmittelbar am Wohngebiet, teilweise nur ein paar Meter an bestehenden Häusern vorbei. Die bestehende Strasse ist zudem von der Grösse her nicht für die vorgesehene Verkehrslawine und die vorgesehene Menge schwerer Lastwagen gebaut. Es wird mit Sicherheit in absehbarer Zeit eine Vergrösserung des Kreisels in Sévaz und eine Verbreiterung und Verstärkung der bestehenden Strasse notwendig sein.Während Lidl auch dank tiefen Löhnen gute Geschäfte und fette Gewinne macht, werden die Steuerzahler die notwendigen Strassensanierungen berappen müssen. Es wäre möglich, dass Lidl eine direkte Strasse ab der Autobahnausfahrt in Estavayer-le-Lac zum geplanten Zentrum bauen könnte; das wurde Lidl auch von verschiedener Seite vorgeschlagen. Lidl hat abgelehnt. Wenn die Leute dann zu Lidl und Aldi einkaufen gehen, sollten sie daran denken, dass dies uns alle teuer zu stehen kommt. Die schlechte Entlöhnung des Personals wird dazu führen, dass auch andere Grossverteiler an den Löhnen sparen müssen. Es wird mehr Menschen geben, die mit dem Lohn ihre Lebensunterhaltskosten nicht mehr decken können. Die Gemeinden werden eine steigende Zahl von Sozialfällen zu erwarten haben.Unter dem Strich bringen diese Firmen der Bevölkerung nichts als Lasten. Es sind keine lieben, um das Wohl ihrer Mitarbeiter und Produzenten besorgte Firmen. Man lese dazu die umfangreiche Auslandpresse. Auch unsere Bauern werden nochmals unter erhöhten Preisdruck geraten. Wir haben in der Schweiz überdies keinen Mangel an Lebensmitteln. Es besteht kein öffentliches Interesse, diese Firmen hier anzusiedeln.Es bringt uns nicht mehr Wohlstand, sondern mehr Menschen an der Armutsgrenze, erhöhtes Verkehrsaufkommen, höhere Steuern zur Finanzierung der Strassensanierung, zusätzliche Umweltverschmutzung und somit mehr kranke Menschen.Adeline von Gunten, Sévaz

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