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Unreifes Projekt

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briefE an die fn

Unreifes Projekt

Die wenigsten Stimmbürger haben bemerkt, dass bei einem Bau der Poyabrücke die Zähringerbrücke für den privaten Personenverkehr gesperrt würde. Was dies bedeutet: Der Verkehr vom Sensebezirk wird zu 80 Prozent über eine Schnellstrasse direkt nach St. Leonhard geleitet. So weit, so gut, aber was geschieht ab dort? Die geplanten flankierenden Massnahmen werden unmöglich diesen Verkehrsandrang verdauen können. Wer schon die Autobahnausfahrt Freiburg Nord gegen 17 Uhr genommen hat um ins Stadtzentrum zu gelangen, kann sich das gut vorstellen. Der Verkehr staut sich über 7 km ab St. Leonhard Richtung Zentrum. Mit der Poyabrücke wird die schon jetzt überlastete Strecke noch mehr belastet. Der aktuelle Stau wird noch verschärft und vor allem voraussichtlich den ganzen Tag andauern. Statt die Poyabrücke mit effizienten Park-and-Ride-Projekten zu koppeln, spekulieren die Planer auf eine Selbstlösung des Problems. Wenn wenigstens die Zähringerbrücke offen bliebe, wäre der Verkehr über mehrere Stadtzufahrten auf natürliche Weise reguliert.Zu denken gibt vor allem auch, dass die Stadt in Bürglen für die nächsten zehn Jahre Bauland frei gibt für rund 3000 zusätzliche Einwohner. Diese werden alle den Umweg über den Schönberg zur Poyabrücke nehmen müssen. Die schon jetzt überlastete Zufahrt über Marly-Perollesbrücke wird kaum eine Alternative sein. Und zuletzt: Wer weiterhin hofft, über den Schleichweg Loretto in die Stadt gelangen zu können, muss hier informiert werden, dass auch dieser Zugang bald für den Privatverkehr gesperrt sein wird.Das Projekt Poyabrücke ist mit den geplanten Sperrungen deshalb keine Entlastung für den Stadtverkehr. Es ist nur eine Umlagerung des Problems vom Burg- ins Juraquartier. Warum werden nicht mindestens gleichzeitig Park-and-Ride-Anlagen in Bürglen, Schönberg, St. Leonhard und Marly geplant? Nur so wäre das jetzige Projekt tragbar. Deshalb sage ich lieber Nein zur Poyabrücke. Das Argument, dass sonst Bundessubventionen verloren gehen, verhält nicht. Viel mehr werden unnötig Millionen in ein unreifes Projekt vergeblich investiert.

Paul Mülhauser, Oberschrot

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