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Deutschunterricht mittels Immersion in Promasens, Ursy und Rue

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Brigitte Kauffmann und Béatrice Mayor sind die beiden Initiantinnen des Schulprojektes. Freiburg spiele eine besonders aktive Rolle in der Einführung von neuen Lernmethoden, erklärte Barbara Jeker, die Projektmitarbeiterin an der Medienorientierung im Schulhaus von Rue. Als ausgebildete Kindergärtnerin weiss die zweisprachige Frau, worauf es im Unterricht mit den Kleinen besonders ankommt: Geduld, Beharrlichkeit und spielerischer Umgang mit der Materie, das sind ihre Schlüsselwörter.

Florian, Suzy und Arthur, Kindergärtler, die zusammen mit ihren Kameraden den Pressevertretern einen Einblick in den Schulalltag ermöglichten, waren begeistert bei der Sache. Bei ihrem Spiel ging es um den Tastsinn. Begriffe rund um den Verkehr mussten gefunden werden. Barbara Jeker will alle Sinne der Kinder ansprechen: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken sind für sie ebenbürtig beim Erlernen der zweiten Sprache.
Schwierig sei es für die Kinder manchmal, wenn abstrakte Begriffe wie Freude, Trauer, Krankheit erfasst werden müssten. Der ganzheitliche Unterricht verlangt von den Schülern konzentriertes Dabeisein. Der Deutschunterricht mittels Immersion wird vorderhand im Kindergarten und in den ersten vier Primarschuljahren angewendet. Während 150 Minuten in der Woche, das sind drei von 23 Lektionen, wird im Fach Handwerkliches Arbeiten, im Sport und im Kindergartenprogramm in deutscher Sprache gearbeitet.

Ausdehnung auf weitere Fächer

Die Initiantinnen des Sprachprojektes möchten diese Unterrichtsform auch auf Umweltthemen ausdehnen. Béatrice Mayor von Promasens ist überzeugt davon, dass die Ausdehnung auf die Grundfächer wie Rechnen, Heimatkunde und Naturkunde nicht wünschenswert ist. Über die Ziele, die sich die Lehrerinnen der drei Schulkreise zusammen mit den Behörden gesteckt haben, sind sie sich einig: Sensibilisierung für die zweite Sprache, das Ohr für den Rhythmus der deutschen Sprache schulen und allgemein einen verbesserten Zugang für die zweite Sprache schaffen.

Ein Projekt ohne Mehrkosten

Das Schulprojekt Immersion hat den Gemeinden keine Mehrkosten verursacht. Stellenabgänge wurden mit Lehrpersonen aus der anderen Sprache ersetzt, niemand musste seinen Platz räumen. Alle Lehrerinnen, die sich am Schulprojekt Immersion bisher beteiligt haben, investierten sehr viel Energie und Kreativität. Sie sind von ihren Schülern aus dem Kindergarten und den Primarklassen reich beschenkt worden mit deutlichen Leistungssteigerungen in allen Unterrichtsfächern.

Brigitte Kauffmann bereut den Schritt zum neuen Lernen nicht, sie möchte im Gegenteil das Immersions-Programm im Jahr 2001 auf 350 Kinder in den drei Schulkreisen ausbauen. Vielleicht gelingt es ihr und ihren Kolleginnen auch, bald eine Partnergemeinde zu finden, um durch Schulbesuche real oder via Internet die gegenseitigen Kenntnisse zu vertiefen.

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