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Unverstellt und natürlich

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Untertitel: Neuntes Abonnementskonzert der Konzertgesellschaft Freiburg

Autor: Von JUTTA LAMPART

Das Besondere an dieser Begegnung war, dass zwei Freiburger Musiker, Gregor Camenzind und Jean-François Michel, frisch und inspiriert die Soloparts in Schostakowitschs Konzert für Klavier und Trompete übernahmen.

Mit Andreas Spörri hat das Orchester seit zehn Jahren einen Leiter, der um die besondere Qualität russischer Musiker weiss. Als Schweizer hat er Verbindungen, die er für flexible Tourneen nutzt. Der Freiburger Abend war insofern ein Unikat, als das Klavierkonzert in dieser Besetzung nur einmal aufgeführt wurde. Umso mehr erstaunte die perfekte Spielfreude, die Orchester und Solisten nach minimaler Probenzeit zusammenfügte.
Schostakowitsch hatte das Konzert 1933 komponiert und es selbst in seiner Heimatstadt, damals Leningrad, uraufgeführt. Noch war er nicht der Verfemte, Verängstigte und Angepasste der kommenden Jahrzehnte. So kam das Werk unbeschwert daher, riss mit durch Rhythmen, Anspielungen und Ironien.
Klavier und Trompete lieferten sich herrliche Dialoge, störten einander und hörten einander zu. Passagen trumpften wie Gassenhauer auf, wechselten im Lento zu dunklen Vorahnungen und steigerten sich im Finale zu umwerfendem Übermut. Gregor Camenzind meisterte den Klavierpart mit der ihm eigenen Sensibilität, die bei dieser direkten Musik ihren besonderen Reiz hatte. Jean-François Michel gab seiner Trompete die exakten, feinen Impulse, die das Zuhören spannend machten. Das Orchester in kleiner Kammerbesetzung schliesslich kannte seinen Schostakowitsch aus dem ff.
Sinnenhaftes Musizieren wurde der reinen Tonsprache Mendelssohns sehr gerecht. Mit der Ouvertüre zu «Ein Sommernachtstraum» breitete das Orchester Elfenzauber und -spuk in den schönsten Farben aus. Streicher, Holzbläser und schweres Blech fanden sich gerade in der glücklichen Balance, die Schwerelosigkeit hervorruft. Licht lag über dem feierlichen Schluss und versöhnte alle Wirrungen und Verwirrungen.

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