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Velofahrende, Gemeinden und der Tourismus tauschten sich zum Mountainbiking im Seebezirk aus

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Vertreter von Velofahrenden, von Gemeinden aus dem Seebezirk und aus dem Tourismus trafen sich erstmals zu einem gemeinsamen Austausch. Im Zentrum stand der zunehmende Veloverkehr rund um den Murtensee.

Velofahren und Mountainbiking liegen seit längerem im Trend. Während der Corona-Krise hat das Interesse daran zugenommen. «Dies kann ein Trumpf sein für die Region. Aber eine Zunahme bringt auch Schwierigkeiten mit sich», sagte Daniel Lehmann, Präsident des Regionalverbands See und Oberamtmann des Seebezirks, in Courgevaux. Der Regionalverband lud am Mittwochabend zu einem Austausch in der Auberge communale ein: Vertreter von Velofahrenden, von Gemeinden und aus dem Tourismus stellten ihre Positionen, Wünsche und Sorgen vor.

Fehlende Infrastruktur

In der Region um den Murtensee brauche es mehr Infrastruktur für Velos und Mountainbikes, war die Feststellung von Jacques Haesler von der Gruppe Rennrad-Treff Murten, der etwa 100 aktive Mitglieder angehören. 

Wir wollen mithelfen bei der Förderung des Velos. Auch wären wir froh, wenn man uns bei der Planung einbezieht.

Denn es käme vor, dass Projekte umgesetzt werden, die nicht den Bedürfnissen der Velofahrenden entsprechen würden.

Die Mountainbiker würden bedauern, dass es in der Region für sie keine Routen gebe. So seien teilweise illegal angelegte Strecken entstanden, beispielsweise im Galmwald oder in den Wäldern bei Cressier. Dass im Mont-Vully die Wanderwege stark von Mountainbikern in Anspruch genommen werden, sei ebenfalls eine Folge des fehlenden Angebots.

Im Seebezirk gebe es Potenzial für einen Pumptrack, also einen eigens für Mountainbiker geschaffenen Rundkurs, zeigte sich Haesler überzeugt. Er erwähnte die kürzlich in Bulle eröffnete Anlage. «Das ist ein Treffpunkt von verschiedenen Generationen, zum Spasshaben und zum Erlernen der Grundlagen des Mountainbikings.» Der Skatepark von Murten oder das Expodrom in Muntelier könnten geeignete Orte für einen Pumptrack sein.

Konflikte mit Fussgängern

Das Ziel der Gemeinden sei, ein gemeinsames Miteinander von Velos, Fussgängern und dem motorisierten Verkehr zu ermöglichen, sagte Pascal Pörner, Präsident des Verbands der Gemeinden des Seebezirks und Ammann von Muntelier. Ein Fokus des regionalen Richtplans, der sich in der Vernehmlassung befindet, seien qualitativ gute und sichere Fuss- und Veloverbindungen. Der Gemeindeverband wolle die Nutzung des Velos vorantreiben, das bestehende Netz ausbauen, neue Wege aufnehmen, aber auch feststellen, wo Handlungsbedarf besteht. In drei Gemeinden gebe es herausfordernde Situationen, berichtete der Verbandspräsident: Auf den Wegen in den Weinbergen von Mont-Vully komme es zu Konflikten zwischen Velofahrenden und Fussgängern. Im Wald von Cressier würden Mountainbiker die Fusswege nutzen. Und die Seepromenade in Muntelier sei überlaufen mit Mountainbikern.

In der später folgenden offenen Diskussion meldete sich David Humair, Syndic von Cressier, zu Wort: Der Wille zusammenzuarbeiten, sei lobenswert. Es müsse aber überlegt werden, ob Gegenden für Velos gesperrt werden sollen. Wenn Mountainbiker im Unterholz des Waldes von Cressier fahren, wo keine offiziellen Wege sind, würden sie die dort lebenden Tiere stören und vertreiben, sagte der Biologe. An einem Tag Anfang Mai habe er 48 Velos in acht Stunden gezählt, «also fast alle zehn Minuten ein Velo».

Neue Gäste dank neuer Angebote

Die Sichtweise des Tourismus brachte Manuela Huber von Bike Region Voralpen ein. Dabei handelt es sich um eine Interessensvertretung für Vereine und Unternehmen aus dem Mountainbike- und Fahrradsektor im Dreieck zwischen den Städten Bern, Freiburg und Thun. «Neue Angebote bringen neue Gäste», sagte sie. Schweizer möchten nämlich neue Regionen im Land mit dem Velo entdecken. Attraktive Veloabschnitte könnten zu durchgehenden Routen verbunden werden.

Nachdem die Interessensgruppen nun ein erstes Mal aufeinandergetroffen waren, solle eine noch zu gründende gemeinsame Arbeitsgruppe die Thematik Velo weiterverfolgen, informierte Stephane Moret, Geschäftsleiter des Regionalverbandes.

Bike-in FR25

Das Projekt will die Attraktivität des Mountainbikings fördern

Anlässlich des Austauschs der Interessengruppen am Mittwochabend stellte Frédéric Perritaz das Projekt «Bike-in FR25» vor. Dieses möchte die Attraktivität des Mountainbikings im Kanton Freiburg auf eine nachhaltige und koordinierte Art und Weise entwickeln. Bike-in FR25 werde unterstützt von der Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, von Fribourg Region sowie von Innoreg FR. Letzteres ist eine Vereinigung, welche für die Entwicklung von Projekten der Neuen Regionalpolitik zuständig ist. Bike-in FR25 sei derzeit in seiner ersten Phase, sagte Perritaz. Es gehe darum, bestehende Angebote zu erfassen und eine Entwicklungsstrategie sowie erste Massnahmen und Projekte zu entwerfen. Ab Sommer 2022 sollten in einer zweiten, und später in einer dritten Phase, das kantonale Mountainbikenetz ausgebaut und neue Angebote entwickelt werden. Wichtige Ansprechpartner seien Hotels, Gastronomie, Tourismusbüros, Stromversorger für Ladestationen von E-Bikes oder Veloclubs. jmw

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