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Verbrennungsanlage braucht millionenschwere Sanierung

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Für die Kehricht- und die Schlammverbrennungsanlage der Saidef in Posieux sind die Verantwortlichen bisher von einer Lebensdauer bis rund 2025 ausgegangen. Bis auf diesen Zeitpunkt war auch die Amortisierung ausgerichtet. Nun müssen die Verantwortlichen umdenken, wie aus dem Bericht des Verwaltungsratspräsidenten Claude Gremion und des Direktors Albert Bachmann anlässlich der gestrigen Generalversammlung hervorging.

Insbesondere die Verbrennungsanlage für Klärschlamm habe zahlreiche und ernsthafte Sorgen bereitet, heisst es im Bericht. Bei der Revision der Anlage habe man eine ernüchternde Feststellung gemacht. Der Alterungsprozess und die vorzeitige Abnutzung erforderten eine Untersuchung.

Anlage ist durchgerostet

Als Folge dieser Erkenntnis ist im Sommer 2016 eine Studie zur Sanierung erstellt worden. Jetzt stehen die Kosten für die geplante Sanierung fest: rund 6,5 Millionen Franken. Wie Direktor Albert Bachmann gegenüber den FN sagte, soll die Sanierung bereits nächstes Jahr beginnen.

Die 2006 in Betrieb genommene Schlammverbrennungsanlage war ursprünglich für eine Lebensdauer von 20 Jahren vorgesehen gewesen. Nun ist bereits bei der Hälfte dieser Laufzeit eine Totalsanierung nötig. «Die Schwefelsäure im Klärschlamm hat der Anlage zugesetzt. Kurz gesagt: Sie ist durchgerostet», sagte Bachmann. Der Direktor zeigte den Gemeindedelegierten gestern Bilder, um die Problematik zu veranschaulichen.

Wie Bachmann sagte, hat der Verwaltungsrat zwei Varianten geprüft: eine Sanierung oder die Verbrennung des Klärschlamms in einer anderen Anlage. Doch eine Auslagerung würde eine Gesetzesänderung bedingen. Der Verwaltungsrat entschied sich für eine Sanierung.

Trotz der hohen Kosten ist es das Ziel der Sanierung, die Verbrennung von Klärschlamm für die Gemeinden nicht teurer werden zu lassen. So soll die Amortisierung beschleunigt werden: Die Rechnung 2016 enthält eine ausserordentliche Abschreibung von 448 000 Franken für die Schlammverbrennungsanlage. Dann braucht es für die Sanierung einen neuen Amortisierungsplan.

Rekordproduktion

Diese Sorgen stehen im Widerspruch zum gut funktionierenden Betrieb der Saidef. Das Jahr 2016 brachte eine Rekordzufuhr an Abfällen und somit ein maximales finanzielles Ergebnis. Insgesamt wurden 96 000 Tonnen Abfälle angeliefert und 91 000 Tonnen verbrannt. Dazu wurden 31 000 Tonnen Klärschlamm angeliefert und 29 600 Tonnen davon verbrannt. Zudem konnten 1420 Tonnen Metall zurückgewonnen werden.

Aus dem Verbrennungsprozess konnte die Saidef 63 352 Megawattstunden Wärme und 59 911 Megawattstunden Strom produzieren. So erwirtschaftete das Unternehmen einen Ertrag von 26,2 Millionen Franken, 2,4 Prozent mehr als 2015.

2016 war das Jahr, in welchem Saidef die Anlage zur Schlackenaufbereitung in Betrieb nahm. In der Anlaufphase traten aber mehrere Probleme auf, wie eine zu wenig homogene Schlacke, ein unregelmässiger Wassergehalt, eine ungleichmässige Abflussmenge und viele nicht-brennbare Stoffe. Die Produktion liess wenig Unterbrüche zu, so dass kaum Zeit blieb, Anpassungsarbeiten vorzunehmen. Punkto Volumen wurden die Ziele für die Aufbereitung der Schlacke noch nicht erreicht. Für eine wirtschaftliche Aufbereitung sind noch Anpassungen nötig, heisst es im Bericht.

Bei der Energiegewinnung hat man neues Potenzial ausgemacht: Aus den Kaminen steigt ein Rauchgas von 160 Grad auf. Mit einem Wärmeaustauscher soll diese Temperatur auf 120 oder gar 90 Grad gesenkt werden. Dies ergäbe eine wiedergewonnene Energie von 10 bis 17 Gigawattstunden. Noch wäre eine solche Installation aber nicht rentabel sein.

Kosten

Preisüberwacher sorgt für billigere Entsorgungsgebühren

Wie bei anderen Kehrichtverbrennungsanlagen auch hat der Eidgenössische Preisüberwacher bei den Abfallentsorgungsgebühren der Freiburger Saidef interveniert. Der Tarif pro Tonne Abfallverwertung ist für die Aktionärsgemeinden der Saidef höher als im Durchschnitt. Das Unternehmen will der Vorgabe des Preisüberwachers nachkommen. Gemäss Jahresbericht findet über die nächsten drei Jahren stufenweise eine Gebührensenkung statt. Bisher waren es 174 Franken pro Tonne Abfall, 2017 sind es 172 Franken, 2018 166 Franken und 2019 162 Franken, sagte Direktor Albert Bachmann den FN. Dies erreicht die Saidef, indem sie die Amortisierung der Anlage von 20 auf 30 Jahre verlängert. Die Abfallverbrennungsanlage ist in einem besseren Zustand als angenommen. Zudem können nächstens Hypotheken zu einem tieferen Zins als bisher erneuert werden.

uh

 

 

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