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Verein für Dreiseenland nimmt Arbeit auf

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Zahlreiche Kantons- und Gemeindevertreter aus dem Dreiseenland – Murten-, Neuenburger- und Bielersee – versammelten sich gestern im Hotel Murten. Dort gründeten sie den Verein Zukunft Drei-Seen-Land. Dessen Zweck ist «die koordinierte Weiterentwicklung der Kulturlandschaft Dreiseenland in den Bereichen der Landwirtschaft, der Biodiversität und der wirtschaftlichen Weiterentwicklung», so die Statuten.

Die Gründung des Vereins folgt auf die Landsgemeinde vom November. Damals trafen sich Vertreter aus Landwirtschaft, Natur- und Landschaftschutz, von Gemeinden und fünf Kantonen sowie Grundeigentümer. Sie diskutierten über die zukünftige Gestaltung des Dreiseenlandes. Die Landwirte sehen hier Handlungsbedarf. Die Ertragssicherheit sei wegen sich häufender Wetterextreme gefährdet und die drainierten Böden im Grossen Moos hätten sich nach den zwei Juragewässerkorrektionen ungleichmässig abgesenkt.

«Strenge Ausrichtung»

Der Freiburger Grossrat Markus Ith, der als Präsident des Gründungskomitees die Versammlung vorbereitet hatte, sprach von einem Startschuss. «Noch sind nicht alle Details definitiv.» Jedoch könnten nun die Arbeiten beginnen und Mitglieder in den Verein aufgenommen werden.

Der Verein ist offen für Städte und Gemeinden, Burger- und Bürgergemeinden, Flur-, Meliorations- und Bewässerungsgenossenschaften sowie Grundeigentümer aus dem Dreiseenland. Sie alle haben ein Stimmrecht. Wirtschafts- und Interessenverbände sowie Umweltverbände haben kein Stimmrecht. Letztere hatten bereits im Vorfeld der Gründungsversammlung bekannt gegeben, vorerst nicht Mitglied im Verein zu werden.

«Hier ist eine klare Linie, die staatspolitisch gezogen wird. Auf den ersten Blick ist es eine strenge Ausrichtung», sagte Ith. Das Stimmrecht hätten die Landbesitzer, denn diese müssten die späteren Massnahmen umsetzen.

Anschliessend wies Ith auf die Kommissionen und Arbeitsgruppen des neuen Vereins hin. Derzeit sind fünf ständige Kommissionen vorgesehen: Politik; Wasser- und Bodenmanagement; Biodiversität; Landschaft, Freizeit und Erholung sowie Forschung und Wissen. «Hier geschieht der Hauptteil der Arbeit, und hier machen wir keinen Unterschied, ob man ein Stimmrecht hat oder nicht.» In den Kommissionen und Arbeitsgruppen sei Wissen gefragt. «Hier sollen verschiedene Visionen auf den Tisch kommen, damit gemeinsame Lösungen entwickelt werden können.»

Anschliessend fragte sich ein Mitarbeiter von Groupe e, warum diese nicht Mitglied sein könne. Das Unternehmen saniere das Wasserkraftwerk des Schiffenensees, was die Aare und auch indirekt das Seeland betreffe.

«Wenn wir den Verein für Aktiengesellschaften öffnen, ist die klare Trennung des Stimmrechts umso wichtiger», antwortete Ith. Ansonsten laufe der Verein schnell Gefahr, dass privatwirtschaftliche Gruppen «mit anderen finanziellen Mitteln» Stimmrecht hätten und dann die Neutralität nicht mehr unbedingt gewährleistet sei.

Die Anwesenden wählten Markus Ith als Leiter der Geschäftsstelle und Christian Wanner als Präsidenten des Vorstands. Auch zu den Statuten sagten sie klar Ja.

Zahlen und Fakten

19 Köpfe im Vorstand

– Vorstandspräsident: Christian Wanner, Messen SO. – Vize-Präsidium: Thierry Salzmann, Bavois VD; Thomas Wyssa, Galmiz FR. – Vertretung Gemeinden: Roxanne Meyer-Keller, Avenches VD; André Losey, Estavayer-le-Lac FR; Jean Wenger, Hauterive NE; Fritz Affolter, Aarberg BE; Hanspeter Schmitz, Wiedlisbach BE; Fritz Lehmann, Bellach SO. – Burgergemeinden: Andreas Sutter, Biel BE; Thomas Studer, Selzach SO. – Flurgenossenschaften: Jakob Etter, Treiten BE; Philippe Liechti, Grandcour VD. – Kantonale Vertretungen: Rudolf Herren, Murten FR; Daniel Geiser, Dombresson NE; Verena Meyer-Burkhard, Mühledorf SO; Martin Schlup, Schüpfen BE. – Vertretung Bundesebene: Werner Salzmann, Mülchi BE; Raphael Comte, Corcelles-Cormondrèche NE.

jmw

 

 

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