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Viele Anfragen und Kontakte

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Viele Anfragen und Kontakte

Joseph Deiss erhält seit seinem Rücktritt viele Anfragen für eine zukünftige Tätigkeit. Er prüfe die Angebote, geniesse es aber auch, mal nicht alle Stunden verplant zu haben, erklärte er.

Autor: Mit JOSEPH DEISS sprach WALTER BUCHS

Sie sind nun schon drei Monate im Ruhestand. Was macht man mit der vielen Zeit, die plötzlich zur Verfügung steht, wenn man vorher an eine volle Agenda gewöhnt war?

Joseph Deiss: Im August bin ich vor allem viel gelaufen, um mein Bandscheibenleiden in Griff zu bekommen. Jetzt habe ich wieder die volle Wirkungskraft zurückerhalten. Soeben komme ich von einer zweiwöchigen Reise im Südpazifik zurück. Ich habe dort 14 Länder besucht. Es läuft wieder einiges.

Sie haben also noch keine neue Aufgabe übernommen?

Ich bin stark beschäftigt, die Anfragen zu beantworten. Ich könnte mich jetzt schon überbeschäftigen. Ich habe jeden Tag mit zahlreichen Leuten interessante Kontakte. Ich prüfe Verschiedenes und einiges bahnt sich an, auf Ebene Universität oder in der Wirtschaft. Ich habe aber auch Freude, eine Agenda zu haben, in der nicht bereits jede Stunde vorprogrammiert ist.

Auch nach Ihrem Ausscheiden gibt es im Bundesrat gelegentlich ein Hickhack. Sind Sie froh, dass Sie das heute nicht mehr betrifft?

Ich vermisse den Bundesrat. Ich habe das Amt mit Herzblut ausgeübt. Es ist für mich nicht einfach, nicht mehr dabei zu sein, aber ich habe den Entscheid aus freien Stücken gefällt. Mit dem, was Sie in der Frage angetönt haben, setze ich mich jetzt nicht mehr auseinander. Wenn es so ist, hat man wenigstens den Beweis, dass nicht ich die Schwierigkeiten verursacht habe.

Welche Gefühle bewegen Sie heute bei der Verabschiedung durch die CVP-Delegierten?

Ich spüre grosse Dankbarkeit. Heute Morgen durfte ich wieder erfahren, was ich schon all die Jahre bekommen habe: viel Unterstützung, Freundschaft und Zuneigung. Das tut einem gut.Zudem sehe ich hier eine sehr dynamische Partei. Bei meinem Rücktritt hatte man Bedenken wegen der personellen Neubesetzung der Ämter. Heute sieht man, dass dies in einer relativ kurzen Zeit gut gelungen ist. Mit Bundesrätin Doris Leuthard, dem Präsidenten Christophe Darbellay und Ständerat Urs Schwaller als Fraktionschef haben wir eine sehr effiziente Parteiführung.

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