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Vieles im Argen auf öffentlichen Märkten

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Freiburg Gegen die Vergabe eines Architekturmandats zur Vergrösserung der Primarschule Domdidier hatte der Schweizer Ingenieur- und Architektenverein (SIA) Sektion Freiburg Rekurs eingereicht. Während die Gemeinde auf die Kosten schaute, hatte SIA darauf aufmerksam gemacht, dass die Ansätze weit unter den etablierten Ingenieurhonoraren lagen. Folge: Der verantwortliche Gemeinderat demissionierte, das berücksichtigte Architekturbüro gab sein Mandat zurück, SIA Freiburg stellte einige Lösungen vor, hat aber dann offiziell nichts mehr von den Auftraggebern gehört.

Dieser Fall ist symptomatisch für viele öffentliche Vergaben, wie aus dem Jahresbericht 2011 des SIA Freiburg hervorgeht. Wie der Delegierte der kantonalen Baukonferenz, Jacques Dorthe, berichtet, sei der Sektor Bau krank. Der Druck auf alle Akteure bezüglich Preisen und Terminen steige stets, es herrsche ein Überangebot an Firmen, die schnell arbeiten, aber ein Unterangebot an qualifiziertem Personal. Dazu seien immer mehr Firmen bereit, mit nicht- oder unterqualifiziertem Personal zu arbeiten, und die Regeln der Handwerkskunst würden oft nicht eingehalten.

Störend für den SIA ist auch, dass die Behörden dieses Spiel mitmachen. Ein Grund liege darin, dass ihre Branche in der Politik untervertreten sei.

Zwiespältige Oberämter

Für den Berufsverband spielen die Oberamtmänner bei öffentlichen Mandaten eine zwiespältige Rolle. Diese seien der Motor in interkommunalen Projekten und hätten enge Verbindungen zu Gemeindebehörden, andererseits müssten die Oberämter auch die Einhaltung rechtlicher Richtlinien gegenüber den Gemeinden kontrollieren.

Wie aus dem Bericht des SIA-Präsidenten und Vizepräsidenten, Olivier Chenevart und Alain Dafflon, hervorgeht, wolle die Vereinigung bei öffentlichen Vergaben künftig weniger Polizist spielen, dafür mehr proaktiv wirken und sich den Gemeinden und Oberämtern als Partner anbieten.

So stellt die Kommission für Architekturwettbewerbe und Studienmandate eine Art Handbuch für Projektwettbewerbe auf die Beine. Dies ist ein Schritt der Freiburger Sektion im 175-Jahr-Jubiläum des SIA den Kontakt mit den Behörden wieder zu stärken.uh

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