Volleyball 02.12.2019

Düdingen geriet nur kurz ins Wanken

US-Power in der Leimacker-Halle: Düdingens Samantha Cash springt höher als alle anderen.
Im Spiel gegen NLA-Schlusslicht Toggenburg gelang Volley Düdingen am Ende der erwartet klare 3:0-Sieg. Zwischenzeitlich gerieten die Senslerinnen aber ins Wanken und mussten eine Aufholjagd starten.

Es schien eine Selbstverständlichkeit zu sein. Eine kurze Sache. Ein schmerzloser Sieg für Düdingen. So war die Ausgangslage letzten Samstag im Leimacker, wo der Tabellendritte gegen das Schlusslicht aus der Ostschweiz antrat. So übernahmen die Power-Cats denn auch mühelos und ganz selbstverständlich die Führung im ersten Satz. Diese schien ihnen zuzustehen, und die Power-Cats gaben sie auch nicht mehr preis.

Sie liessen den Gegner jedoch bis auf ein 16:13 herankommen, und von da an punkteten die Toggenburgerinnen immer wieder einmal, so dass der Satz am Ende mit einem nicht sehr komfortablen Vorsprung von nur 25:21 an die Power-Cats ging.

«Das Team ist noch jung»

Im zweiten Satz brachten die Gäste aus dem Toggenburg das Selbstvertrauen des Heimteams gehörig ins Wanken. Beim Stand von 7:7 drehten die Gäste das Spiel zu ihren Gunsten und lagen dann fast ständig in Führung. Die Toggenburgerinnen waren mit nur sieben Spielerinnen angetreten und hatten somit keine Wechselmöglichkeiten. Auch Dario Bettello, Headcoach der Power-Cats, nahm im zweiten Satz erst beim Stand von 24:23 zwei Wechsel vor. «Ich wollte keine anderen Spielerinnen einsetzen, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Mannschaft früher reagiert», meinte Bettello rückblickend. «Das Team ist noch jung, das hilft in Situationen wie diesem zweiten Satz nicht.» Für Bettello war die Aufholjagd im zweiten Satz ein positiver Punkt des Matchs. Damit die Power-Cats das Spiel aber beim Stand von 19:22 drehen konnten, brauchte es zwei kurz aufeinanderfolgende Time­outs des Coachs.

Flavia Knutti beste Spielerin

Im dritten Satz wollten die Power-Cats dann nichts mehr anbrennen lassen. Sie überliessen den Toggenburgerinnen nie die Führung, spielten sich souverän dem Sieg entgegen, und eine Finte der Holländerin Anna Mebus brachte den Düdingerinnen den entscheidenden Punkt. Der Satz ging mit 25:15 an das Heimteam. Eine Selbstverständlichkeit.

Flavia Knutti, die während des ganzen Spiels als Libera im Einsatz stand, wurde als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. «Thays Deprati war diese Woche krank, deshalb stand sie heute nicht im Einsatz», erklärte Bettello. In zwei Wochen steht den Power-Cats ein Spielmarathon von fünf Spielen in vierzehn Tagen bevor. «Dann ist es gut, wenn wir auf alle Spielerinnen zählen können.» Dies wird bei Elena Stei­ne­mann wohl nicht der Fall sein. «Ihre Verletzung zieht sich länger hin, als wir gedacht haben», so Bettello. Sie werde wahrscheinlich erst nach Weihnachten wieder spielen können. Nach dem Spiel vom letzten Samstag zeigte sich der Coach sehr zufrieden mit der Leistung von Sarina Brunner, die Steinemann als Aussenangreiferin ersetzte.

Telegramm

Düdingen - Toggenburg 3:0 (25:21, 25:23, 25:15)

Turnhalle Leimacker. – 290 Zuschauer. – SR: Häderli, Weinberger.

TS Volley Düdingen: Brunner, Cash, Mebus, Dimitrova, Girard, Doshkova, Knutti (Libera); Granvorka, Pierret, Sulser, Zurlinden.

Volley Toggenburg: Yi, Fiechter, Koch, Xinrui, Bigger, Kuch, Phyl (Libera).

Wahl zu den besten Spielerinnen: Kuch, Knutti.

Frauen. NLA. Die weiteren Resultate: Kanti Schaffhausen - Genf Volley 3:0 (25:21, 25:22, 25:17). Cheseaux - Val-de-Travers 3:0 (25:22, 25:16, 25:8). Neuenburg UC - Aesch-Pfeffingen 3:1 (25:22, 23:25, 25:20, 25:16). Volley Lugano - Franches-Montagnes 1:3 (17:25, 32:30, 17:25, 20:25).

Rangliste (alle 9 Spiele): 1. Aesch-Pfeffingen 24. 2. Neuenburg UC 24. 3. Düdingen 22. 4. Kanti Schaffhausen 19. 5. Cheseaux 12. 6. Franches-Montagnes 11. 7. Volley Lugano 10. 8. Val-de-Travers 6. 9. Genève Volley 4. 10. Toggenburg 3.