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Von Amy Winehouse bis Edith Piaf

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Die Kandidatinnen und Kandidaten konnten sich noch so gut vorbereiten, spätestens bei der Improvisation zusammen mit Gustav zeigte sich, wer wirklich Talent hat. Rund 80 Jugendliche und junge Erwachsene spielten und sangen am Sonntag und Montag für die Aufnahme in die Gustav-Akademie (siehe Kasten) vor. Sie hatten im Konzertsaal des Nouveau Monde in Freiburg zehn Minuten Zeit, um Pascal Vonlanthen alias Gustav und die wechselnde, meist dreiköpfige Jury von ihrem Können zu überzeugen.

«Am Röstigraben hat es zwei unterschiedliche Kulturen. Durch die Musik verstehen sich alle.»

Carole

18 Jahre, aus Freiburg

 

Die jungen Musiker und Sänger sollten erst ihr einstudiertes Stück vorspielen beziehungsweise vorsingen. Danach mussten sie beweisen, dass sie improvisieren können. Gustav setzte sich ans Schlagzeug oder nahm seine Gitarre und spielte sich wiederholende Töne. Dazu mussten die jungen Kandidaten spontan etwas Passendes spielen oder singen. Die Jury bewertete unter anderem, wie gut die Person rhythmische Wiederholungen erkennt, ob sie eigene musikalische Ideen spontan einbringen kann und ob sie die richtigen Töne trifft. Ein Feedback erhielten die Kandidaten von der Jury nicht.

Im Musikbusiness Fuss fassen

Der Grossteil der Kandidaten zeigte eine gute Leistung. Nur manchmal traf der eine oder andere nicht jeden Ton. Grössere Unterschiede zwischen den Jungmusikern gab es bei der Bühnenperformance. Während die einen ein bisschen steif ihr vorbereitetes Lied sangen, kamen die anderen aus sich heraus und bewegten sich zur Musik. Zur dieser Gruppe gehörte Martino aus La Corbaz. Der 21-Jährige brachte bereits Erfahrung von Bandauftritten mit. Dennoch war er nervös, wie er selbst sagte. «Deshalb hatte ich den Liedtext vorsichtshalber aufgeschrieben dabei.»

Eindrücke aus den Castings:

Die Bandbreite der Musikstücke war gross. Sie reichte von «Addicted to you» von Avicii und «Skinny Love» von Birdy über «Back to Black» von Amy Winehouse und dem brasilianischen Lied «Mas que nada» bis zu Edith Piafs «La foule». Auch zahlreiche Eigenkompositionen konnte sich die Jury anhören. Eine solche ist «Der Wind weht» von der 17-jährigen Zoë aus Tafers. Nachdem die Sängerin den Konzertsaal des Nouveau Monde verlassen hatte, zeigte sie sich zufrieden mit ihrer Leistung: «Die Improvisation mit Gustav hat mir Spass gemacht.» Das geplante Zusammenwirken von Musikern aus dem französisch- und dem deutschsprachigen Kantonsteil mache das Projekt interessant, sagte Zoë.

Die 18 Jahre alte Carole aus der Stadt Freiburg sprach nach ihrem Vorsingen von unterschiedlichen Kulturen auf den zwei Seiten des Röstigrabens. «Aber durch die Musik verstehen sich alle», fügte sie hinzu. Der 15-jährige Tibor bewies der Jury seine Zweisprachigkeit: Der Stadtfreiburger stellte sich erst auf Französisch und dann auf Deutsch vor. Gesungen hatte er jedoch auf Brasilianisch.

Gemeinsam war allen Kandidaten, dass sie ihr musikalisches Hobby zum Beruf machen wollen. So hoffte etwa Flavio aus Schmitten, dank der Gustav-Akademie wieder in der Musik Fuss zu fassen. «Vor drei Jahren war ich Mitglied einer Band. Ich hatte Schlagzeug gespielt, weil es am meisten Lärm macht», sagte der 28-Jährige am Casting und lachte.

Ob er zu den 20 Personen gehört, die an der ersten Ausgabe der Akademie teilnehmen dürfen, wird Gustav am 20. November bekannt geben.

Interview

«Das Projekt ist eine Starthilfe, kein Sprungbrett.»

Pascal Vonlanthen, haben die Darbietungen der Kandidatinnen und Kandidaten Ihren Erwartungen entsprochen?

Sie haben sie übertroffen! Die Jury und ich durften in den letzten zwei Tagen viele junge Talente kennenlernen, die ihr Instrument beherrschen oder eine überzeugende Stimme haben. Es gab auch jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei denen das Potenzial zwar vorhanden ist, aber die gewisse Reife noch fehlt. So haben wir bei mehreren älteren Musikerinnen und Musiker die musikalische Erfahrung direkt bemerkt. Neben dem Können und dem Talent ist auch das Charisma eine wichtige Eigenschaft, die mit auf die Bühne gehört. Einige der Teilnehmenden haben dieses gewisse Etwas. Manche hingegen sind noch zu schüchtern.

Haben Sie bereits Kandidatinnen und Kandidaten im Visier für Ihre Akademie?

Es gab zwei bis drei «Perlen», die sich mit ihrer Darbietung in mein Gedächtnis eingefressen haben (lacht). Mit denen kann ich mir eine musikalische Zusammenarbeit gut vorstellen. Allerdings gibt es viele weitere gute Talente, die in die Gustav-Akademie passen würden. Schliesslich muss ich die Besten noch einmal vergleichen und schauen, wo es passende Kombinationen gibt, damit die vier Bands zusammen und untereinander funktionieren.

Legen Sie von Anfang an fest, wer in welcher Band spielen wird?

Nein, ich werde in den ersten paar Wochen mit allen zusammen arbeiten und üben. Die zwanzig ausgewählten Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben so die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und neue Freundschaften zu schliessen. So kann ich beobachten, welche Kandidaten und Fähigkeiten jeweils gemeinsam gut funktionieren.

Wie gross sind die Chancen auf eine Karriere nach der Akademie?

Mein Projekt soll eine Starthilfe ins Musikbusiness sein, kein Sprungbrett. Mit der Akademie möchte ich den Teilnehmern zeigen, dass es viel Energie, Motivation und Wille braucht, um Erfolg zu haben.

jp

 

Zum Projekt

Auftritt im Fri-Son als Höhepunkt

Mit der Gustav-Akademie will Pascal Vonlanthen junge musikalische Talente fördern und Freiburger aus den beiden Sprachgebieten zusammenbringen. Die kulturellen und sprachlichen Gräben sollen überwunden werden. Gustav wird 20 Kandidaten in die Akademie aufnehmen und in vier sprachlich gemischte Bands einteilen. Die Nachwuchsmusiker und -sänger werden eigene Songs schreiben und später im Tonstudio aufnehmen. Es ist vorgesehen, dass jede Band drei Songs produzieren wird. Gustav wird sie dabei begleiten und betreuen. Nach der Produktion und dem Einüben der Lieder werden die Bands im Sommer 2018 an je einem Schweizer Musikfestival auftreten. Die genauen Termine sind noch nicht bekannt. Im September wird den Akademie-Mitgliedern die Möglichkeit geboten, nach London zu reisen und am Mastering des Albums im Abbey Road Studio teilzunehmen, wo bereits die Beatles ihre Songs aufnahmen. Für Oktober ist der Höhepunkt der Gustav-Akademie vorgesehen: Im Fri-Son werden die vier Bands in einer grossen Show auftreten. Mit diesem straffen und dauer­betreuten Programm will Gustav den Nachwuchs­musikern ein praxisorientiertes Know-how vermitteln und die Türen ins Musikbusiness öffnen.

jmw

 

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