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Von Barbapapa bis zum Ende der Welt

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Micky Maus, Barbapapa, Globi, Snoopy und die Mumins tummeln sich auf den Bildern von M.S. Bastian und Isabelle L., die gleichzeitig auf grosse Werke von Pablo Picasso, Edvard Munch, Leonardo da Vinci oder Edward Hopper Bezug nehmen und über die grossen Fragen der Menschheit nachdenken: Es ist ein ausserordentlich dichtes und vielfältiges Universum, welches das Bieler Künstlerpaar in seinen Werken entstehen lässt und das jetzt im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle in Freiburg zu entdecken ist.

Jedes Werk eine Hommage

Ihr Antrieb sei es, Geschichten zu erzählen, sagte M.S. Bastian gestern anlässlich einer Führung für die Medien. Die künstlerischen Wurzeln des Duos liegen unter anderem beim Comic, was auch in seinem aktuellen Schaffen nicht zu übersehen ist. Doch längst haben die beiden die Grenzen des Comics gesprengt und vereinen Kunstgeschichte, Popkultur, Literatur und Philosophie. Manche der vielen Querbezüge in ihrem Werk sind offensichtlich, andere sind subtil versteckt und wieder andere entstehen erst im Kontext einer Ausstellung.

Dies ist auch im Espace Tinguely der Fall. Eben erst habe er Tinguelys «Altar des westlichen Überflusses und des totalitären Merkantilismus» genauer angeschaut und unzählige Gemeinsamkeiten entdeckt, sagte M.S. Bastian. Das Thema Tod etwa komme bei M.S. Bastian und Isabelle L. häufig vor, ebenso wie im Spätwerk von Jean Tinguely, sagte Caroline Schuster Cordone, Vizedirektorin des Museums für Kunst und Geschichte und des Espace Tinguely. Viele der Werke, die in der Ausstellung mit dem Titel «Musée imaginaire» zu sehen sind, sind eigens dafür entstanden. Zu den Hauptwerken zählt das Triptychon «Garten der Lüste», das frei nach Hieronymus Bosch von Paradies und Hölle erzählt. Weitere Werke zitieren Pieter Bruegel des Älteren «Triumph des Todes» oder Max Ernsts «Rendezvous der Freunde». Die neue Version von «Rendezvous der Freunde» ist eine Hommage an die Künstlerfreunde von M.S. Bastian und Isabelle L., während die beiden in «Triumph des Todes» gar einen Bezug zur gegenwärtigen Corona-Pandemie schaffen. Für sie persönlich sei die Krise indessen eine Chance gewesen, bemerkte Isabelle L.: «Es war für uns eine enorm produktive Zeit – wir haben gearbeitet wie in einer Blase.»

Panorama zum Ende der Welt

Das obere Stockwerk des Espace ist dominiert vom Panorama «Bastokalypse», das sich in unzähligen Bezügen mit der Auseinandersetzung des Menschen mit dem Ende der Welt befasst, von Picasso bis zu Otto Dix. Das Monumentalwerk entstand zwischen 2007 und 2010 und ist insgesamt über fünfzig Meter lang; im Espace Tinguely sind davon aus Platzgründen 37 Meter zu sehen. Drei Werke sind schliesslich auch im benachbarten Museum für Kunst und Geschichte ausgestellt, wo sie auf subtile Weise in Dialog mit der Dauerausstellung treten.

M.S. Bastian und Isabelle L. teilen in Biel ihr Leben und ihre Arbeit. Seit fünfzehn Jahren arbeiten sie ausschliesslich im Duo; alle ihre Werke entstehen gemeinschaftlich. «Ich hätte das früher nicht für möglich gehalten, aber es funktioniert», sagte M.S. Bastian dazu. Auch das passt zum Freiburger Ausstellungsort, denn auch Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle waren ein höchst produktives Künstlerpaar – wenn auch ein weit weniger harmonisches.

Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, Murtengasse 2, Freiburg. Bis zum 27. Juni 2021. Mi. bis So. 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr. Details und Rahmenprogramm: www.mahf.ch

«Es war für uns eine enorm produktive Zeit – wir haben gearbeitet wie in einer Blase.»

Isabelle L.

Künstlerin

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