Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Von der steigenden Lust auf Ziegenkäse

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit 995 Tonnen reinem Ziegenkäse wurde 2016 ein neuer Produktions-Rekord aufgestellt. Auch die Anzahl Herdenbuch-Tiere ist auf dem Vormarsch: 26 243 Stücke wurden letztes Jahr vom Schweizerischen Ziegenzuchtverband (SZZV) verzeichnet.

Andreas Michel, wie erklären Sie sich, dass der Ziegenkäse immer besseren Absatz findet?

Dies hängt mit der Verschiebung der Essensgewohnheiten der Gesellschaft zusammen. Stets mehr Leute wollen gerne Spezialprodukte konsumieren. Zudem nimmt der Anteil der Bevölkerung zu, die bei Konsum von Kuhmilchprodukten mit Allergien und oder Laktoseintoleranz reagieren.

Gibt es Potenzial, den Markt weiter auszubauen?

Ja, dieses ist sicher vorhanden. Wir importieren nach wie vor einen beachtlichen Anteil an Ziegenkäse aus dem Ausland, vor allem aus Frankreich. Es ist aber schwierig, abzuschätzen, wo quantitativ die Grenze liegt. Zu wenig und zu viel liegen oft nahe beieinander. Ich befürworte deshalb eher, dass man auf einem Betrieb kleiner anfängt, um dann eventuell die Produktion auszubauen, anstatt plötzlich auf 200 Stück Ziegen umzustellen. Denn die Abhängigkeit vom Abnehmer ist gross.

Das Herdenbuch verzeichnet über 26 000 Tiere, die Zahl ist gestiegen. Welches sind die beliebtesten Rassen, und gibt es Rassen, die in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen haben?

Die Gämsfarbige Gebirgsziege hat in den letzten Jahren stark zugenommen und die Saanenziegen anzahlmässig auf Platz zwei verdrängt. Ich freue mich aber auch über die Zunahme von gefährdeten Rassen, wie der Strahlen- oder der Pfauenziege.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für die Ziegenhalter?

Die Ziegenhaltung erfordert recht viel Arbeit. Die Automatisation, wie zum Beispiel Melkroboter für Ziegen, lohnt sich für die Verkaufsfirmen wegen des relativ kleinen Marktes nicht. Die Maschine kann hier also nur bedingt die menschliche Arbeitskraft ersetzen. Weiter ruft der Markt nach grösseren Ziegenbetrieben. Hier ist die Haltung, insbesondere von gehörnten Ziegen, eine grosse Herausforderung wegen den gegenseitigen Tierverletzungen.

Verband

Gefährdete Rassen erhalten

Die Erhaltung gefährdeter Rassen ist dem Schweizerischen Ziegenzuchtverband (SZZV) laut eigenen Angaben ein grosses Anliegen. Es sei aber schwierig, bei jährlich abnehmender Anzahl von Bauernbetrieben alle gefährdeten Rassen zahlenmässig weiter aufzubauen. Der SZZV fördert die gefährdeten Rassen Appenzeller Ziege, Walliser Schwarzhalsziege, Nera Verzas­ca, Pfauenziege und die Bündner Strahlenziege.

lid

Mehr zum Thema