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Von der territorialen zur bürgernahen Polizei

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Autor: walter buchs

«Mit der Veränderung unserer Gesellschaft ändern sich auch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere im Bereich der öffentlichen Sicherheit.» Dies hat Staatsrat und Sicherheitsdirektor Erwin Jutzet am Montag in Freiburg vor den Medien festgestellt. Aus diesem Grunde sei die Strategie der bürgernahen Polizei entwickelt worden, die jetzt sukzessive umgesetzt werden könne.

«Eine Organisation in ständiger Veränderung»

Auch für Polizeikommandant Pierre Nidegger ist es absolut notwendig, dass ein Polizeikorps seine Organisation ständig dem veränderten Umfeld anpasst, in dem es seine Aufgaben zu erfüllen hat. Mit der Aufteilung der Gendarmerie auf drei Regionen mit den Einsatzzentren Domdidier, Granges-Paccot und Vaulruz im Jahr 2002 und besonders mit der Schaffung der mobilen Polizei sei der Notfalleinsatz wesentlich verbessert worden. «Mit der bürgernahen Polizei können wir künftig besser auf die Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung reagieren», betonte Nidegger.

«Die sichtbare Präsenz in Form von motorisierten Patrouillen oder Fusspatrouillen wirkt nicht nur abschreckend, sondern sie hat vor allem einen präventiven Charakter.» Mit diesen Worten umschrieb der Chef der Gendarmerie, Pierre Schuwey, gestern vor den Medien einen der Hauptaufträge der bürgernahen Polizei. Zudem suche sie den Kontakt zur Bevölkerung, zu den Behörden und zum gesamten sozialen Milieu im betreffenden Sektor resp. Quartier.

Die Schlüsselinformationen, die dabei zusammenkommen, sind Grundlage für den Situationsbericht, der regelmässig als internes Dokument der Polizei erstellt wird. Die Verantwortlichen der Polizei betonten zudem, dass die bürgernahe Polizei Sicherheitsprobleme im Nahbereich frühzeitig erkennen wolle und die Suche nach Lösungen in Partnerschaft mit der Bevölkerung und den betroffenen Instanzen erfolgen werde.

Neue Strukturen

Die Organisation der bürgernahen Polizei stützt sich auf die Einteilung in die drei bestehenden Regionen der Gendarmerie. Für jede der drei Regionen wird eine Sektion «Bürgernahe Polizei» geschaffen. Diese ist ihrerseits in Sektoren – für die Stadt in Quartiere – eingeteilt. Für die Region Nord gibt es zwei Sektoren, nämlich See (mit Posten in Murten, Courtepin, Liebistorf, Kerzers und Sugiez) und Broye. Für die Region Zentrum gibt es sieben Sektoren, darunter Sense-Oberland mit Posten in Tafers und Plaffeien, Sense-Unterland (Düdingen, Wünnewil/Flamatt, Quartier Schönberg u. a.). Die Region Süd hat fünf Sektoren.

Zudem ist jeder Sektion eine aus drei resp. fünf Beamten bestehende «Ermittlungsgruppe im Nahbereich» (EGN) zugeteilt. Wie Pierre Schuwey gestern sagte, führt diese «repressive und gerichtliche Ermittlungen im Nahbereich» (Drogenhandel, Graffitis usw.) aus. Sie arbeitet in engem Kontakt mit der Kriminalpolizei. Laut Polizeikommandant Nidegger wird die bürgernahe Polizei beim Start Mitte Juli über gut 80 Beamtinnen und Beamte verfügen. Der Bestand werde dann bis anfangs 2011 auf die vorgesehenen 98 ansteigen.

Konsultativ- und Kontrollorgan

Als Konsultativorgan der Kantonsregierung in Sachen bürgernahe Polizei hat der Staatsrat einen «kantonalen Präventions- und Sicherheitsrat» (CCPS) gegründet. «Der Sicherheitsrat kann als Dachstock des Beziehungsnetzwerkes betrachtet werden, über das die bürgernahe Polizei funktionieren muss», so Staatsrat Erwin Jutzet, der dieses Organ präsidiert.

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